NO WEF
Weltweiter Widerstand - im Klassenkampf vereint!

Demo: 18. Januar 2020, 15:00 Bahnhofplatz Bern

Das WEF steht wieder vor der Tür und wir blicken auf turbulente Monate zurück. Anfangs 2019 haben die Klimaproteste mehr und mehr Fahrt aufgenommen und sich teilweise in eine systemkritische Richtung entwickelt. Mit dem Amtsantritt von Bolsonaro in Brasilien wurde der Regenwald zum Abfackeln und die indigene Bevölkerung zum Abschuss freigegeben. Internationale Unternehmen, darunter solche, die vom WEF als Heilsbringer für den Weltfrieden angepriesen werden, beuten als Folge der Schwächung der Schutzgebiete Mensch und Umwelt im Amazonas aus – mit katastrophalen Folgen. Die verbrannte Fläche im Juni dieses Jahres stieg im Vergleich zum Vorjahr um 88% an. Ein Anstieg, der in der Natur ohne Eingriffe von Menschen unwahrscheinlich ist. Doch die Indigenen Brasiliens geben ihren geliebten Lebensraum nicht kampflos auf und wurden durch die Angriffe der rassistischen, herrschenden Klasse Brasiliens nur in ihrem Willen nach Freiheit und Gerechtigkeit bestärkt.
Bereits seit letztem Jahr brennen in Frankreich regelmässig die Strassen, als Antwort auf den Sozialabbau und gegen den unerbittlichen Kampf, den die französische Regierung gegen Randgruppen führt. Doch am meisten gehen die Menschen auf die Strasse und wehren sich, weil sie einen Wandel wollen. Der französische Staat reagierte mit einer Repressionswelle, welche besonders die Gilets Noir traf, eine Vereinigung von Sans Papiers, die für ihre Rechte unter anderem mit Besetzungen demonstrierte. Sie werden von den Medien nicht beachtet,von der Polizei brutal zusammengeschlagen und doch kämpfen sie weiter gegen die unmenschliche Behandlung, die ihnen widerfährt.
Auch die Gilets Jaunes haben mit enormen Repressalien zu kämpfen. Unzähligen Menschen wurden die Augen ausgeschossen, die Hände weggesprengt oder tödliche Verletzungen zugefügt. Trotzdem gehen Samstag für Samstag tausende Menschen in ganz Frankreich auf die Strasse, um weiter zu kämpfen.
Anfangs Oktober beginnen die Ereignisse sich zu überschlagen. Rojava wird vom faschistischen Regime Erdogans angegriffen. Das NATO-Mitglied Türkei bombardiert Wohnhäuser, Spitäler, Schulen und die Wasserversorgung. Die dschihadistischen Milizen, welche für Erdogan die Drecksarbeit erledigen, stehen in ihrer Ideologie und in ihrer Brutalität den Daesh in nichts nach. Köpfend, plündernd, mordend und vergewaltigend, treiben sie die in Rojava lebenden Zivilisten*innen vor sich her, mit dem Ziel der Schaffung einer ethnisch gesäuberten „Sicherheitszone“ an der Grenze Syriens zur Türkei. Doch der Widerstand gegen die Invasion kommt aus der Mitte der Gesellschaft Rojavas und ist gewaltig. Die Menschen versammeln sich trotz den rücksichtslos bombardierenden türkischen Flugzeugen und Drohnen zu Massenprotesten gegen die Besatzer. Die Kämpfer*innen der Frauen- und Volksverteidigungseinheiten (YPJ/YPG) und ihre Verbündeten sorgen dafür, dass die faschistischen Invasoren jeden Zentimeter Boden, den sie stehlen, mit viel Blut bezahlen müssen. Das Projekt der Selbstorganisation und der Frauen*befreiung in Rojava ist in seiner dunkelsten Stunde, doch aufgeben werden sie nicht. Die Jahre, in denen die Demokratische Föderation Nord- und Ostsyrien bereits besteht, haben die Gesellschaft geprägt und diesen Fortschritt werden die Invasoren nicht vernichten können.
Fast gleichzeitig beginnt es am anderen Ende der Welt zu brennen. In Chile treibt eine Erhöhung der Preise des öffentlichen Verkehrs in Santiago de Chile die Menschen auf die Strasse. Auch wenn die Regierung die Preiserhöhung schnell zurücknahm, war das Feuer bereits entfacht und die Menschen haben gemerkt, dass sie etwas bewirken können, wenn sie viele sind und sich wehren. Der von der faschistischen Pinochet-Diktatur geprägte Repressionsapparat reagierte mit heftiger Gewalt. Todesopfer, Folterungen und Misshandlungen sind die Folge. In Chile, dem Kinderzimmer des Neoliberalismus, zeigen sich die hässlichen Folgen der ultrakapitalistischen liberalen
Politik. Während Chiles Wirtschaftszahlen den Anschein erwecken, dass es dem Land gut geht, haben die meisten Menschen fast nichts und verdienen zu wenig, um zu überleben.
Das WEF scheint die Bewegungen als ernste Bedrohung für sich wahrzunehmen. Sie wollen sich als Plattform präsentieren, an dem die Probleme der Welt mit angeblich allen Interessensgruppen diskutiert und gelöst werden können.
Doch es ist klar: Unterdrückende sind keine Interessensgruppe, mit der ein Dialog geführt werden sollte. Sie müssen bekämpft werden! Dass das WEF seiner scheinbar lösungsorientierten Fassade nicht gerecht wird, sollte jedem Menschen klar sein. Am WEF werden nicht die Lösungen für die Konflikte unserer Zeit gefunden, sondern die Probleme geschaffen. Die Hauptgäste des Forums sind die Verursachenden der Unterdrückung und haben kein Interesse daran, ihre Herrschaft und die damit verbunden Konsequenzen nicht beenden. Die Freiheitskämpfe des letzten Jahres haben uns gezeigt, dass die Menschen die Nase voll haben von der Herrschaft von oben und ihre Leben selbst organisieren wollen. Der Klassenkampf wird von unten organisiert und nach oben geführt und dies ist seine grösste Stärke. Wir müssen unseren Widerstand verbinden und uns im Klassenkampf vereinen. Eine andere Welt ist nicht nur möglich, sondern notwendig!

3. – 5. Januar 2020 @ Tojo Theater und Kino in der Reitschule Bern
Detailprogramm folgt

Auch im neuen Jahr treffen sich Mächtige aus Wirtschaft und Politik in Davos zum Weltwirtschaftsform (WEF) und auch in diesem Jahr werden wir nicht still zusehen. Auf der ganzen Welt gehen Menschen auf die Strasse, um gegen den Neoliberalismus und schlechte Lebensumstände zu protestieren. Das WEF kann dabei keine Probleme lösen. Im Gegenteil: Die dort anwesenden Regierungen und Konzerne sind zu einem grossen Teil mitverantwortlich für Ausbeutung von Mensch und Natur.
Den Widerstand wollen wir auf die Strasse tragen. Doch zuvor, am Wochenende vom 3.-5. Januar nehmen wir uns die Zeit, uns mit verschiedenen Veranstaltungen den revolutionären und progressiven Bewegungen auf der Welt zu befassen. Im Tojo Theater und im Kino der Reitschule finden an diesem Wochenende verschiedene Veranstaltungen statt, unter anderem mit einem Arbeiter*innenkollektiv, welches in Genua den Hafen bestreikt hatte, um Rüstungsexporte zu verhindern oder mit der anarchistischen Gruppe Rubikon aus Griechenland. Auch werden wir uns zu rechter Propaganda informieren und unsere Handlungsoptionen diskutieren. Auch neuste Informationen aus und über Rojava, wie auch über Frauen*rechte im Jemen, werden an diesem Wochenende thematisiert.

Das genaue Programm mit allen Veranstaltungen findet sich bald auf dieser Seite.

10. – 12. Januar 2020 @ Feministisches Streikhaus Zürich

Alle Infos folgen unter aufbau.org

 Du 21 au 24 janvier 2020, la 50ème édition du World Economic Forum (WEF) se tiendra à Davos. Comme chaque année depuis 1971, plus de 2200 personnes assiteront à cet événement. Parmi eux les dirigeants des plus grandes puissances du monde, les PDG les plus influents et des lobbyistes.
Au programme : une série de conférences, des discussions et présentations afin «d’améliorer » l’état du monde. Le plus important se déroule autour de ces parties officielles avec des discussions informelles entre puissants. Le but avoué de ce forum est de faciliter la collaboration entre les secteurs privés et publics ainsi que discuter des changements géopolitiques qui menacent les intérêts néolibéraux. En clair, les plus puissants entrepreneurs et les dirigeants des grandes forces impérialistes accordent leurs stratégies de façon à maintenir et garantir la prospérité du système capitaliste.
Aujourd’hui cette prospérité est menacée globalement. Des révoltes attaquent autant les conséquences, que les dogmes du capitalisme. Au Chili le peuple remet en question le régime politique de Pinera ancien économiste de la banque mondiale et affronte son armée et sa police depuis plusieurs mois . En France, où le président Macron ancien banquier d’affaire chez Rothschild n’arrive pas à mettre fin au mouvement des gilets jaunes et fait maintenant face à une grève générale. Au Liban les manifestations opposées aux nouvelles taxes ont rapidement évolué vers des revendications plus larges réclamant notamment la fin de la corruption de la classe politique. Au Rojava, le coeur de la révolution bat toujours malgré les attaques de l’état fasciste Turc appuyé par les impérialistes. Ces derniers voyent en ce projet écologiste, féministe et démocratique une menace pour l’hégémonie capitaliste. Le coup d’état Bolivien est un parfait exemple de leur détermination à faire rentrer dans le rang toute opposition. En Suisse, nous voyons aussi se développer des mouvements de masse autour des questions du climat, du féminisme et des luttes syndicales.
Nous vivons une période historique secouée par des mouvements populaires de masses qui prennent la rue dans le monde entier. Pour nous, il est indéniable que ces mouvements sont l’expression d’une lutte de classes. Depuis son bastion alpin, le WEF sert de centre névralgique du néolibéralisme et de l’impérialisme.
Face au capital, nous appelons à rejoindre les mobilisations contre le WEF, notamment la manifestation du 18 janvier 2020 à Berne.
Organisons la solidarité internationale de classe ! Ne laissons pas les élites et les classes dirigeantes s’organiser en paix.
Seul la résistance paie !

Secours Rouge Genève /JRG – Jeunes Révolutionnaires Genève / Action Antifasciste Genève