Mrz
30
Sa
Infoveranstaltung zur Quartierorganisierung in Milano @ Osterhasen
Mrz 30 um 19:00 – 21:45

Seit einigen Jahren versuchen Genoss*innen in Milano die Nachbarschaften zu unterstüzten und zusammen politische Kämpfe gegen die Gentrifizierung zu führen. Besetzungen, Verhinderungen von Räumungen, Diskussionen, Hilfestelle etc. vieles wurde entwickelt und brachte die Menschen näher zusammen. Daraus entsteht eine Stärke, welche nun auch der Staat auf den Plan rief. Am 13.12.2018 führte die Polizei eine grossangelegte Aktion gegen die Nachbarschaftsvernetzung im Giambellino Quartier durch.

Die Genoss*innen werden über die Nachbarschaftsorganisierung, Probleme & Ziele sowie die eingetroffene Repression und ihrem Umgang damit berichten! Vorbeikommen lohnt sich!

30. März 2019, 19Uhr, Ostermundigen, Osterhasen, Bernstrasse 29, 3072 Bern

Jun
22
Sa
Basel bleibt Nazifrei – 22. Juni 2019
Jun 22 um 14:00 – 15:00

Die Demonstration baselnazifrei vom 24. November 2018 liegt nun schon ein halbes Jahr zurück. Sie wird als ein starkes Zeichen gegen Faschismus und rechte Hetze im Gedächtnis bleiben. Dank dem entschlossenen Widerstand von fast 2’000 Menschen konnte verhindert werden, dass der öffentliche Raum als Bühne für Nazi-Propaganda genutzt wurde. Um dieses Ziel zu erreichen, mussten sich die Demonstrierenden über die Weisungen der Polizei hinwegsetzen. Denn diese hatte der rechtsextremen PNOS eine Kundgebung auf dem Messeplatz bewilligt, während sie die Gegenveranstaltung nur an einem weit entfernten Ort erlaubte.

Monate später dringen Polizist*innen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Basel frühmorgens in zahlreiche Wohnungen ein. Das Ziel: Verschiedene Einzelpersonen, denen vorgeworfen wird, an diesem Tag gegen die PNOS auf der Strasse gewesen zu sein. Innerhalb weniger Wochen kommt es in Basel und anderen Kantonen zu über zwanzig solcher Hausdurchsuchungen und zu Festnahmen. Manche werden bis zu 48 Stunden auf der Polizeistation behalten – die beantragte Untersuchungshaft wird vom Zwangsmassnahmengericht aber abgelehnt. Auffallend ist auch, dass ausländische Verhaftete auf dem Posten zusätzlichen Schikanen ausgesetzt waren, wie z.B. rassistischen Beleidigungen.

Die Vorwürfe sind bei vielen eher unbedeutend: Das halten eines Transpis an einer unbewilligten Demonstration ist offenbar für die Staatsanwaltschaft Grund genug für eine Hausdurchsuchung. Anderen wird vorgeworfen, in tätliche Auseinandersetzungen mit Neonazis verwickelt gewesen zu sein, oder an der Eskalation mit der Polizei beteiligt gewesen zu sein. Diese Eskalation erfolgte erst, nachdem seitens der Basler Polizei wieder einmal ein exemplarischer Gummischrot-Einsatz ausgeführt wurde. [1] Geschossen wurde willkürlich und aus geringer Distanz, sowie auf Kopfhöhe. Dabei wurden durch das Gummischrot mehrere Personen am Auge verletzt, eine davon so schwer, dass sie möglicherweise ein Leben lang geschädigt bleiben wird.

Mittels umfangreicher Videoaufnahmen und anhand von beschlagnahmten Kleidungsstücken versucht die Staatsanwaltschaft nun mit grosser Energie die linken Demonstrant*innen mit Strafverfahren einzudecken.

Wir sehen diese Verfahren als klaren Einschüchterungsversuch und als politisches Zeichen seitens der Staatsanwaltschaft Basel: die grosse antifaschistische Mobilisierung vom 24. November soll kriminalisiert werden. Das passt in eine seit einigen Jahren verschärfte Praxis gegen soziale Bewegungen. [2] Die Repression trifft nun Einzelne, aber gemeint sind alle, die damals auf der Strasse engagiert waren, um den Neonazis die Plattform zu nehmen. Wir solidarisieren uns mit den von dieser Repression betroffenen Menschen, unabhängig der vorgebrachten Vorwürfe.

Die Ereignisse der letzten Monate (“Ku-Klux-Klan”-Auftritt und “Combat 18” in Schwyz, die Ergebnisse der Europawahlen oder die rechtsextreme Basler Chat-Gruppe mit Schusswaffen und “Ausrottungs”-Phantasien [3]) zeigen, dass es gerade jetzt sehr wichtig ist, eine entschlossene Antwort auf rechtsextreme Umtriebe zu haben.

Lasst uns deshalb am 22. Juni gemeinsam auf die Strasse gehen, um den antifaschistischen Widerstand zu stärken und uns gegen die Kriminalisierung von baselnazifrei zu stellen. Basel bleibt dabei: Kein Platz für Nazis!

DEMO: Samstag, 22. Juni 2019, 14:00 Uhr, De-Wette Park, Basel

Okt
5
Sa
Demo: Solidarität statt Rassismus @ Helvetiaplatz, Zürich
Okt 5 um 16:00

5. Oktober 16:00 Uhr auf dem Helvetiaplatz ZH

—> Das Mittelmeer ist ein Massengrab, das täglich mit frischen Leichen gefüllt wird.

— > Libyen ist ein Freiluftgefängnis mit Freipass für Sklaverei, sexuelle Ausbeutung und Erpressung der dort gestrandeten.

— > Europa mauert sich ein und kriminalisiert Aktivist*Innen, die Menschen in Seenot retten.

— > Die Schweizer Asylzentren sind isolierte Bunker, in denen ein immer repressiveres Klima herrscht.

Die Gründe, warum sich Menschen auf die Flucht begeben, sind vielfältig: Überfischung der Meere vor den afrikanischen Küsten; Vergiftung der fruchtbaren Böden durch den Abbau von Mineralien; die extreme Klimaveränderung; Korruption, Folter und sexuelle Ausbeutung oder aber auch einfach Krieg.
Dies alles sind massgeblich Folgen der Politik Imperialistischer Staaten. Gerade heute, wo sich der Kapitalismus in einer tiefen strukturellen Krise befindet und die Profite schwinden, setzten diese Staaten ihre jeweiligen ökonomischen Interessen immer aggressiver durch. Vermehrt auch mit militärischen Mitteln.
Gleichzeitig nutzen rechte und rechtsextreme Parteien die Perspektivlosigkeit des Kapitalismus in ganz Europa aus und erstarken zunehmend. Menschen werden gegeneinander ausgespielt. Migrant*innen werden als Feindbilder aufgebaut und müssen als Sündenböcke für die herrschende Misere herhalten.
Wehren wir uns gegen diese menschenverachrtende Politik.
Gemeinsam auf die Strasse gegen Rassismus und reaktionäre Hetze!
Für eine solidarische Gessellschaft!

Zeigen wir, dass wir für eine fortschrittliche Gesellschaft kämpfen! Komm mit uns an die Demo am 5. Oktober 2019 um 16 Uhr auf dem Helvetiaplatz Zürich!

Nov
15
Fr
Veranstaltung mit Groupe Antifasciste Lyon et Environs
Nov 15 um 19:00 – 21:00
Angesichts der grossen Präsenz faschistischer Gruppen in Lyon und der Repression, der „la GALE, Groupe Antifasciste Lyon et Environs“ (Antifaschistische Gruppe von Lyon und seinen Nachbarschaften) ausgesetzt ist, führen wir in mehreren Schweizer Städten eine Vortragstour durch.
 
#LyonLyonAntifa
Feb
16
So
Lassen wir die Quartiere doch den Yuppies…. @ Bern
Feb 16 um 16:00 – 18:30

Warum auch nicht, schliesslich bauen sie neuer, grösser und schöner als diese alten, verlotterten Arbeiter*innenhäuser.
Sie bepflanzen die Gärten mit sauberem Rasen, rund geschnittenen Büschen und nicht zu grossen Bäumen, schliesslich will mensch ja noch etwas Sonne abbekommen. Begegnungszonen werden geschafft und die Kinder können in ihren weissen Turnschuhen auf den geputzten Strassen spielen ohne schmutzig zu werden.

 

Farbe an den Wänden wird glücklicherweise immer sofort weggeputzt damit die grauen Fassaden in vollem Glanz erstrahlen können.
Dort wo früher der kleine Quartierladen stand, wächst heute die neue Migros-Filiale in den Himmel und versorgt alle mit allem was sie brauchen.
Statt der schmuddeligen Brockenstube kann mensch jetzt die neusten Designermöbel im Vintage-Laden erwerben und sie sich nur über die Strasse in die Wohnung tragen lassen

 

Wenn du diesen Text jetzt ziemlich nervig fandst zum Lesen und schon fast ein bitzeli wütend wurdest, möchte ich dich auf etwas hinweisen, was jetzt gerade passiert:

Vielleicht kennst du ja das Böxli und den umliegenden Centralpark in der Lorraine…

Auf 21 Quadratmeter gibt es einen kleinen aber herzlichen/kämpferischen Freiraum zugänglich für das Quartier aber auch anderen interessierten Menschen. Zahlreiche Diskussionen, Sitzungen, Filmabende, Feste, Vorträge und Spielnachmittage fanden bisher im Böxli und auf dem Centralpark statt.
Dort kämpfen Menschen seit dem Sommer 2013 gegen ein städtisches Luxuswohnbauprojekt;
Im September 2013 wurde eine Petition eingereicht mit dem Titel «Kein Luxuswohnraum in der Lorraine – Das städtische Bauprojekt am Centralweg muss gestoppt werden!». Aufgrund der Proteste aus dem Quartier, eines neuen Parlaments­entscheids und einer Beschwerde war die Situation längere Zeit blockiert. 2017 gab es dann den nächsten Schritt in Richtung Luxuswohnungen; Das Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland hat mitgeteilt, dass die Stadt Bern die geplanten Wohnungen realisieren darf. Das Bauprojekt umfasst dreizehn Wohnungen 3,5 bis 5,5 Zimmer. Dafür würde in Zukunft zwischen 2’500 und 3’300 Miete gezahlt werden. Die Stadt nennt das Projekt dank seiner luxuriösen ovalen Balkone liebevoll Baumzimmer.

Momentan läuft ein Nutzungsvertrag bis im Herbst 2020. Bis Mitte 2021 muss die Stadt mit dem Bau beginnen, da sonst die Genehmigung ausläuft. Von dem her ist ziemlich sicher, dass der Bau zwischen Herbst 2020 und Mitte 2021 beginnt. Auf rechtlicher Eben wurde alles versucht. Was wir machen können, ist diesem Ort wieder Leben einhauchen und ihn dem Quartier zurückgeben, bevor es zu spät ist und die Bagger kommen.
Wir, die kein Bock auf Yuppies im Quartier haben, Luxuswohnung an Luxuswohnung und alle Formen der Gentrifizierung, müssen uns wehren. Lasst uns diesen Platz mit Ideen säen, ihn wachsen lassen und wiederbeleben!

16. Februar um 16:00 wird es eine grosse offene Sitzung geben um gemeinsam weiter zu schauen, wo unsere Möglichkeiten und unsere Motivation liegt, diesem Luxusbauprojekt etwas entgegen zu setzen und diesen Freiraum zu erhalten.
Der Ort folgt noch, schreib’s dir trotzdem fett ein!