Jan
19
Sa
NoWEF DEMO @ Bahnhofplatz, Bern
Jan 19 um 15:00 – 17:00
Das Kartenhaus zum Einsturz bringen! End Capitalism!
NoWEF Demo am 19.1.; 15:00 Bahnhofplatz Bern

“Eine globale Architektur schaffen, in Anbetracht der 4. Industriellen Revolution.” Unter diesem Motto treffen sich einmal mehr die sogenannten Führer*innen aus Politik und Wirtschaft in Davos, um die Probleme der Welt anzugehen. Doch wissen wir, dass sie das nicht können, denn ihr hoch aufgebautes Kartenhaus stürtzt langsam in sich selbst ein. Und so scheint auch das Weltretter*innen Bild des Forums langsam zu zerbröckeln.

Über strukturelle Veränderungen in Bezug auf technischen Fortschritt, über Cybersicherheit, über Humankapital und ja sogar über Umweltschutz soll diskutiert werden. Das Verstärken der internationalen Beziehungen und die Zusammenarbeit soll Grundlage genug sein, all das zu realisieren. Und wenn die Damen und Herren am WEF schon dabei sind, wollen sie auch noch über Frieden und Versöhnung sprechen, denn auch das soll die Stärkung der internationalen Beziehungen möglich machen. Mit wem genau man da diskutiert scheint nebensächlich. Denn die geladenen und teilnehmenden Personen repräsentieren die Staaten die Krieg treiben, die globalen Probleme erst schaffen und die Firmen die davon profitieren.

Weltweit erstarken autoritäre, konservative und faschistische Parteien. Sie ziehen in Parlamente ein und bilden Regierungen. In Italien gewannen die 5 Sterne Bewegung zusammen mit der faschistischen Lega Nord die Wahlen und stellen nun die Regierung. In Österreich regiert die FPÖ, die aus einem Zusammenschluss von Nationalsozialist*innen nach dem 2. Weltkrieg gegründet wurde, gemeinsam mit der ÖVP. Diese forderten am EU Gipfel in Salzburg die Grenzschutzagentur Frontex von 1’600 auf 10’000 Personen aufzustocken. Sowohl in Polen als auch in Ungarn stellen nationalkonservative Parteien zusammen mit Rechtspopulist*innen die Mehrheit in den Parlamenten, was sich extrem auf die Lage von Minderheiten in diesen Ländern auswirkt. In der Türkei treibt das Militär unter der Führung des Präsidenten Erdogan einen fürchterlichen Krieg gegen die kurdische Bevölkerung und linke Opposition und ist sich dabei nicht zu schade mit Terroristen des IS zusammenzuarbeiten. In den USA ist nach wie vor Donald Trump an der Macht und auch in Brasilien regiert nun ein Mann der öffentlich Frauen, Homosexuelle und andere Minderheiten diskriminiert. Auf den Philippinen ist zur Zeit Duterte an der Macht, der öffentlich zu Mord an Drogensüchtigen und Kriminellen aufruft. Die Liste faschistischer und rechter Politiker und Parteien im Aufschwung ist traurigerweise noch länger. Doch aus all diesen Ländern werden Regierungschefs, Aussenminister oder Abgeordnete an dem Forum in Davos teilnehmen. Und sie werden das WEF nicht als eine Möglichkeit zur Diskussion über Frieden und Versöhnung sehen, sondern werden die Gelegenheit nutzen, um ihre eigenen Interessen durchzusetzten.

Es sind aber weit mehr als nur die Regierungen die am Forum in Davos teilnehmen werden. Aus aller Welt strömen Vertreter riesiger Konzerne ans WEF. Unter ihnen sind Vertreter*innen von Grossbanken wie UBS, Credit Suisse oder HSBC, alles Banken die sich an umstrittenen Projekten wie der Dakota Access Pipeline beteiligen oder in die Rüstungsindustrie investieren. Auch andere WEF Partner wie die ABB fördern die Produktion von Waffen und Kriegstechnologie. Sie alle verbindet das Geschäft am Krieg. Dabei spielt es keine Rolle an wenn man die Waffen verkauft oder was damit gemacht wird. Hauptsache die Konflikte halten an und die Lieferungen nehmen zu. Auf das Leiden der lokalen Bevölkerung in den Kriegsregionen wird dabei keine Rücksicht genommen. Ebenfalls werden Vertreter*innen von BlackRock, Nestlé, Glencore und Monsanto nach Davos reisen, Firmen die massgeblich an Verarmung oder Landgrabbing in Drittweltstaaten verantwortlich sind und durch Monopole und Abzockverträge tausenden Bauern die Lebensgrundlage entziehen.

Der unendlichen Gier nach Profit und Macht, die sich am Forum in Davos trifft, sind kaum Grenzen gesetzt. Ob national, autoritär oder wirtschaftsliberal spielt hier überhaupt keine Rolle. Den Herrschenden in Davos geht es darum, ihr Kapital zu steigern. Doch dies wird ihnen nicht ewig gelingen. Überall auf der Welt regt sich starker Widerstand gegen diese Politik. Sei das bei den G20 Gipfeln in Hamburg oder Buenos Aires, in Brasilien bei Protesten gegen den neuen Präsidenten, in Frankreich bei den Aufständen der Gelbwesten oder in Rojava wo die Revolution und eine solidarische Gemeinschaft aktiv gelebt wird. Der Kapitalismus zeigt immer wieder Zerfallserscheinungen. In der Schweiz findet er aber weiterhin in Davos ein ruhiges Hinterland um sich zu stärken.

Lassen wir das nicht mehr länger tatenlos geschehen! Nehmen wir uns die Strasse um unseren Protest laut kundzutun! Lassen wir die Herrschenden unsere Wut fühlen! Kein ruhiges Hinterland für Nazis und Kapitalist*innen! Bringen wir das Kartenhaus zum einstürzen! End Wef, End Capitalism! Für die soziale Revolution!

 
 
Mrz
30
Sa
Infoveranstaltung zur Quartierorganisierung in Milano @ Osterhasen
Mrz 30 um 19:00 – 21:45

Seit einigen Jahren versuchen Genoss*innen in Milano die Nachbarschaften zu unterstüzten und zusammen politische Kämpfe gegen die Gentrifizierung zu führen. Besetzungen, Verhinderungen von Räumungen, Diskussionen, Hilfestelle etc. vieles wurde entwickelt und brachte die Menschen näher zusammen. Daraus entsteht eine Stärke, welche nun auch der Staat auf den Plan rief. Am 13.12.2018 führte die Polizei eine grossangelegte Aktion gegen die Nachbarschaftsvernetzung im Giambellino Quartier durch.

Die Genoss*innen werden über die Nachbarschaftsorganisierung, Probleme & Ziele sowie die eingetroffene Repression und ihrem Umgang damit berichten! Vorbeikommen lohnt sich!

30. März 2019, 19Uhr, Ostermundigen, Osterhasen, Bernstrasse 29, 3072 Bern

Dez
17
Di
Erdogan not welcome @ place de la nation
Dez 17 um 11:00 – 12:00

Demonstration gegen den Besuch des türkischen Präsidenten, Kriegsverbrecher und Faschist Erdogan in Genf

Alle auf nach Genf! Am Dienstag 17.12.19 ist der Diktator Erdogan persönlich in der Schweiz! Er wurde von der UNO und der schweizer Regierung zu einer Flüchtlingskonferenz eingeladen, an der auch Angela Merkel teilnimmt. Das zeigt erneut die enge Kooperation westlicher Regierungen mit dem türkischen Faschismus. Unser Widerstand gegen eine solche Konferenz muss entschlossen sein!

Festung Europa zerschlagen! Smash Turkish Fascism! Riseup for Rojava! #riseup4rojava #womendefendrojava

Genf, Place des Nations, Dienstag, 17.12. um 11Uhr

Feb
16
So
Lassen wir die Quartiere doch den Yuppies…. @ Bern
Feb 16 um 16:00 – 18:30

Warum auch nicht, schliesslich bauen sie neuer, grösser und schöner als diese alten, verlotterten Arbeiter*innenhäuser.
Sie bepflanzen die Gärten mit sauberem Rasen, rund geschnittenen Büschen und nicht zu grossen Bäumen, schliesslich will mensch ja noch etwas Sonne abbekommen. Begegnungszonen werden geschafft und die Kinder können in ihren weissen Turnschuhen auf den geputzten Strassen spielen ohne schmutzig zu werden.

 

Farbe an den Wänden wird glücklicherweise immer sofort weggeputzt damit die grauen Fassaden in vollem Glanz erstrahlen können.
Dort wo früher der kleine Quartierladen stand, wächst heute die neue Migros-Filiale in den Himmel und versorgt alle mit allem was sie brauchen.
Statt der schmuddeligen Brockenstube kann mensch jetzt die neusten Designermöbel im Vintage-Laden erwerben und sie sich nur über die Strasse in die Wohnung tragen lassen

 

Wenn du diesen Text jetzt ziemlich nervig fandst zum Lesen und schon fast ein bitzeli wütend wurdest, möchte ich dich auf etwas hinweisen, was jetzt gerade passiert:

Vielleicht kennst du ja das Böxli und den umliegenden Centralpark in der Lorraine…

Auf 21 Quadratmeter gibt es einen kleinen aber herzlichen/kämpferischen Freiraum zugänglich für das Quartier aber auch anderen interessierten Menschen. Zahlreiche Diskussionen, Sitzungen, Filmabende, Feste, Vorträge und Spielnachmittage fanden bisher im Böxli und auf dem Centralpark statt.
Dort kämpfen Menschen seit dem Sommer 2013 gegen ein städtisches Luxuswohnbauprojekt;
Im September 2013 wurde eine Petition eingereicht mit dem Titel «Kein Luxuswohnraum in der Lorraine – Das städtische Bauprojekt am Centralweg muss gestoppt werden!». Aufgrund der Proteste aus dem Quartier, eines neuen Parlaments­entscheids und einer Beschwerde war die Situation längere Zeit blockiert. 2017 gab es dann den nächsten Schritt in Richtung Luxuswohnungen; Das Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland hat mitgeteilt, dass die Stadt Bern die geplanten Wohnungen realisieren darf. Das Bauprojekt umfasst dreizehn Wohnungen 3,5 bis 5,5 Zimmer. Dafür würde in Zukunft zwischen 2’500 und 3’300 Miete gezahlt werden. Die Stadt nennt das Projekt dank seiner luxuriösen ovalen Balkone liebevoll Baumzimmer.

Momentan läuft ein Nutzungsvertrag bis im Herbst 2020. Bis Mitte 2021 muss die Stadt mit dem Bau beginnen, da sonst die Genehmigung ausläuft. Von dem her ist ziemlich sicher, dass der Bau zwischen Herbst 2020 und Mitte 2021 beginnt. Auf rechtlicher Eben wurde alles versucht. Was wir machen können, ist diesem Ort wieder Leben einhauchen und ihn dem Quartier zurückgeben, bevor es zu spät ist und die Bagger kommen.
Wir, die kein Bock auf Yuppies im Quartier haben, Luxuswohnung an Luxuswohnung und alle Formen der Gentrifizierung, müssen uns wehren. Lasst uns diesen Platz mit Ideen säen, ihn wachsen lassen und wiederbeleben!

16. Februar um 16:00 wird es eine grosse offene Sitzung geben um gemeinsam weiter zu schauen, wo unsere Möglichkeiten und unsere Motivation liegt, diesem Luxusbauprojekt etwas entgegen zu setzen und diesen Freiraum zu erhalten.
Der Ort folgt noch, schreib’s dir trotzdem fett ein!