Sep
24
Sa
Anarchistisches Quartierfestli (Lorraine) @ Brache, Lorraine, Bern
Sep 24 um 18:00 – 23:45

Kommt zum anarchistischen Quartierfest in der Lorraine. Wir wollen unsere Ideen sichtbar machen und gegen die Gentrifizierung ankämpfen. Das grosse Problem der Quartieraufwertung führt zu Verdrängung, nehmen wir unseren Platz zurück.

Programm ab 18Uhr:

  • Musik (Holger Burner & andere)
  • Vorträge (Quartierentwicklung; Rojava; Antisexismus)
  • Strassenkunstauktion (JDP & Fr(A))
  • Essen (vegan)
  • Trinken
  • Infostäne
  • Malwand für Kinder
  • usw.

Kommt mit euren Familien vorbei, auf ein gemütliches Beisammensein!

Jan
7
Sa
Wissen erarbeiten & vermitteln ¦ PNOS / Pegida CH / SVP / Strategien & Vernetzung @ Cigno Nero
Jan 7 um 14:00 – 18:00
Jan
14
Sa
NoWEF2017 @ Käfigturm
Jan 14 um 14:00
NoWEF2017 @ Käfigturm | Bern | Bern | Schweiz

Das Weltwirtschaftsforum WEF steht wieder vor der Tür. Einmal mehr, an der 47. Durchführung, treffen sich führende Vertreter*innen aus Wirtschaft und Politik in Davos zum Gipfeltreffen. Auch wenn das WEF dieses Jahr von den Protesten rund um Donald Trumps Amtseinführung überschattet werden wird, bleibt es für die herrschenden Akteur*innen doch ein wichtiges Ereignis.

Das WEF ist keinesfalls ein Gefäss, von welchem aus die Welt regiert wird, sondern dient dem Austausch von Strategien und der Vernetzung.
Ausserdem steht die Zelebrierung der angeblich unendlichen Möglichkeiten des Kapitalismus im Mittelpunkt. Selber beschreibt sich das WEF als Forum, in dem die grossen Herausforderungen der Welt diskutiert und angegangen werden sollen. So akzeptieren die Beteiligten, dass es Probleme gibt auf dieser Welt und inszenieren sich dann als die grossen Problemlösenden. Dabei ist die Lösung natürlich immer die ach so grossartige Innovationskraft des Kapitalismus.
Das bedeutet dann konkret Privatisierung, Automatisierung und das Schaffen von neuen Märkten.
Natürlich ist es keine Überraschung, dass trotz den vergangenen 46 Jahren WEF nie eine tatsächliche Verbesserung für den grössten Teil der Menschheit eingetreten ist. Das WEF soll aber auch keine Probleme lösen, sondern dient hauptsächlich der Verbreitung der Ideologie des neoliberalen Kapitalismus.
Das kapitalistische System, welches in Davos abgefeiert wird, produziert seit jeher nur Krisen und Unterdrückung. Denn ein System, welches auf unbegrenztes Wachstum setzt, zieht seinen Erfolg aus Ungleichheit und Konkurrenz. Denen, die davon profitieren, ist dies durchaus bewusst – doch die Logik des Profits kennt keine Moral und macht weder Halt vor Mensch noch Umwelt.

Aber längst nicht alle Menschen sehen tatenlos zu, nein: Überall auf der Welt widersetzen sich Leute den Auswirkungen und Zwängen des Kapitalismus. Sie erheben sich und geben sich aktiv als Gegenbewegung zu erkennen.
So werden multinationale Konzerne in die Knie gezwungen, wie aktuell bei dem Vorhaben „Dakota Access Pipeline“ in Dakota, wo Indigene und Solidarische sich gegen den Riesenkonzern Energy Transfer Partners stellten und so – zumindest vorläufig – den Bau einer Pipeline stoppten. Diese Pipeline bedroht die Lebensgrundlage und Souveränität der Indigenen. Oder wie in Rojava, wo sich Menschen mithilfe des organisierten Widerstandes gegen den IS wehren und ein autonomes Gebiet erkämpfen konnten. In dieser Region wollen sie autonome solidarische Strukturen fern von staatlicher Kontrolle aufbauen.

Dieses Jahr gehört die NOWEF Demo den Widerständischen auf der ganzen Welt. Von Mexiko über Frankreich bis nach Indien und Australien gibt es organisierte Formen des Widerstands und revolutionäre Perspektiven. Wenn die Herrschenden ihren Führungsanspruch erneut geltend machen wollen, zeigen wir ihnen, dass wir bei diesem Spiel nicht mitmachen!

Unser Widerstand gegen das kapitalistische System und alle Formen der Herrschaft!
Heraus zur NoWEF – Demo am Samstag 14. Januar 2017!

#NoWEF2017

Mrz
25
Sa
Demo gegen Erdogan und Diktatur @ Reitschule Bern
Mrz 25 um 13:15 – 14:15

Demo gegen die Diktatur Erdogans, 25. März 13:15 Reitschule

Tag für Tag spitzt sich die politische und humanitäre Lage in der Türkei zu. Seit den Erfolgen der demokratischen Kräfte im Kampf gegen den Islamischen Staat in Nordsyrien und den damit verbundenen Bestrebungen für ein freies Kurdistan, verschärft der Türkische Präsident Erdogan seine Politik gegen jegliche politische Opposition.
Foltergefängnisse, politisch motivierte Haft für Journalist*Innen und das Schüren von Nationalismus, Islamismus und Rassismus sind keine neue Phänomene in der Türkei. Doch seit dem Beginn des Wahlkampfes für die Wahlen im Jahre 2015 greift Erdogan zu immer drastischeren Mitteln. So erklärte er den Friedensprozess mit der PKK für beendet und weitete die militärischen Angriffe gegen die kurdische Zivilbevölkerung im Südosten der Türkei, aber auch gegen die PKK in Süd- und Nordkurdistan, aus. Ganze Städte wurden dem Erdboden gleich gemacht und viele Zivilisten wurden gezielt getötet.
Seit dem gescheiterten Putschversuch im Sommer 2016 wurden hunderttausende Menschen inhaftiert oder aus dem öffentlichen Dienst entlassen. Seither scheint Erdogan keine Grenzen mehr zu kennen und führt die Türkei immer weiter in Richtung einer Diktatur. Mitte April wird schlussendlich darüber abgestimmt, ob eine entsprechende Verfassungsänderung in Kraft treten soll, um die Türkei faktisch in eine Diktatur zu verwandeln. Damit wären Erdogans Machtfantasien umgesetzt.
Die Europäische Politik sieht dabei tatenlos zu. Zu viel Interesse hat die EU daran, dass flüchtende Menschen in der Türkei interniert werden oder nicht einmal in die Türkei gelangen können. Zu viel Interesse hat die Wirtschaft am Absatzmarkt in der Türkei. So wurden im Jahre 2016 sogar Waffen für über 60 Millionen Euro aus Deutschland an die Türkei geliefert. An Europas Händen klebt Blut – einmal mehr.

13:15 Reitschule Bern
Danach Kundgebung auf dem Bundesplatz

Jan
4
Fr
Anti-WEF Winterquartier @ Reitschule
Jan 4 – Jan 6 ganztägig

Programm:
* Das Programm kann sich noch ändern und insbesondere erweitern.
Freitag 19:30
Die Digitalisierung der Rüstungsindustrie
Aufgezeigt anhand von WEF-Partnern und Teilnehmenden

Die Digitalisierung ist in allen Bereichen des Lebens auf dem Vormarsch. So auch in der Rüstungsindustrie, die mit grossen Investitionen der kriegstreibenden Staaten versuchen, das Töten durch moderne Technik immer präziser und einfacher zu machen.
Wenn in Davos über die Digitalisierung gesprochen wird, werden auch Firmen, Staaten und Banken am Tisch sitzen, die direkt Teil der Rüstungsindustrie sind oder in diese grosse Summen investieren.

Samstag 13:00
Digitalisierung von unten
Tails Workshop

Die Digitalisierung bringt einerseits den Staaten mehr Möglichkeiten zur Überwachung und Repression. Andererseits bieten sich auch uns neue Wege zur Kommunikation, Mobilisierung und Organisation. Dies bedingt aber einige Vorkehrungen zur Sicherheit. Dabei kann uns das Tails-System ein hilfreiches Werkzeug sein. Dies soll in einem Workshop erklärt und zugänglich gemacht werden.

Samstag 13:00
Rechtsruck in Österreich

Seit der letzten Wahl in Österreich, wird das Land von einer rechts-nationalen Koalition regiert. Mit Sebastian Kurz ist ein Rechtspopulist und Rassist als Regierungschef.
Die Genoss*Innen der Autonomen Antifa [w] kommen aus Wien, um über die aktuelle Lage zu erzählen.

Samstag 15:00
WEF: Zwischen Korporatismus und Autoritarismus

Mit einem rasanten Tempo driftet das gesamte bürgerliche Spektrum insgesamt nach rechts ab und freundet sich wieder mit autoritären Herrschaftsoptionen an. So sind heute in Europa, der Türkei, der Ukraine, den USA und Brasilien und anderen Ländern reaktionäre bis offen faschistische Bewegungen Teil der Regierungen. Die WEF-StrategInnen stehen heute also vor der Herausforderung, das neoliberale Projekt im Übergang vom korporatistisch-demokratischen Regime in neue autoritäre Herrschaftsformen zu retten und gleichzeitig die Gefahr von innerimperialistischen Konflikten und von Aufständen der unterdrückten Klassen zu dämmen. Auch wir werden an einer Veranstaltung in unserem Polit-Wochenende analysieren, zu welchen Schlüssen die WEF-StrategInnen dabei kommen und erhoffen uns damit auch Aufschluss darüber, welche Krisenoptionen die herrschenden Klassen momentan diskutieren und mit welchen Angriffen wir in Zukunft rechnen müssen.

Samstag 17:00
Die Militarisierung in Brasilien

Mit Jair Bolsonaro hat Brasilien einen Faschisten zum Präsidenten gewählt, der offen die Militärdiktatur verherrlicht und die Repressionsorgane massiv aufrüsten will. Doch auch schon zuvor schritt die Aufrüstung in Brasilien schnell voran und wurde zu einem Hauptabnehmer für Schweizer Rüstungsgüter.
Peter, Journalist der jungen Welt, erzählt aus seinem Expertenwissen.

Samstag 20:30
Film „Accidental Anarchist“ (EN)

Carne Ross was a government highflyer. A career diplomat who believed Western Democracy could save us all. But working inside the system he came to see its failures, deceits and ulterior motives. He felt at first hand the corruption of power. After the Iraq war Carne became disillusioned, quit his job and started searching for answers. This film traces his journey across the globe as he tries to find an answer to the question so many people today are asking themselves – isn’t there a better way? For Carne there is. Anarchism offers a solution to the brutalities of Capitalism and the dishonesties of Democracy. It offers a world where people have control over their own lives. From the protesters of Occupy Wall Street, to an anarchist collective in Spain, to Noam Chomsky, the grand old man of anarchism himself, Carne finds people who are putting the theory into practice. His journey eventually takes him to one of the most dangerous places on earth – Syria, eight kilometers from the front line with Isis, where a remarkable anarchist state has risen phoenix like from the flames. A powerful film about one man’s epic journey from government insider to anarchist.

Sonntag 14:00
Frauenstreik 2019 in Bern

Für den 14. Juni 2019 wird ein schweizweiter Frauenstreik geplant. Dazu hat sich auch in Bern eine Koordinationsgruppe gebildet. In der Koordinationsgruppe sind Frauen, die sich gerne mit möglichst vielen anderen Frauen in der Stadt Bern und im Kanton Bern für den Frauenstreik am 14. Juni 2019 organisieren möchten. Einzelpersonen dieser Gruppe werden das Projekt bei uns vorstellen und Fragen von Interessierten beantworten.

Samstag durchgehend:
Infotisch
Foodtruck


Sonntag durchgehend:

Transparente malen
Kaffee und Kuchen

Jan
12
Sa
Winterquartier Zürich @ Kernstrasse 14, Zürich
Jan 12 – Jan 13 ganztägig

Anti-WEF-Winterquartier Zürich 12. & 13. Januar 2019
Samstag ab 14 Uhr, Sonntag ab 13 Uhr

Samstag

14.30 Einleitung

15 Uhr – Das WEF als Spiegel der politischen Krise der Herrschenden

Als selbsternannte politische und ideologische Speerspitze der imperialistischen Bourgeoisie ist das WEF ein vorzügliches Barometer der Verfasstheit des real existierenden Kapitalismus. Wir wollen versuchen die Widersprüchlichkeit der kapitalistischen Krise in der Entwicklung des WEFs nachzuzeichnen. Wie drückt sich die Perspektivlosigkeit der Herrschenden in den Davoser Parolen aus? Wie artikulieren sich die Widersprüche zwischen neoliberalen und protektionistischen Kapitalblöcken in den Abschlusserklärungen? Und wie äussert sich das Verhältnis zwischen Krieg und Diplomatie in den TeilnehmerInnen-Listen?

16 Uhr – Italien: Die neue Qualität der Rechtsentwicklung und das Zusammenführen linker Kämpfe
Mit dem Einzug Salvini’s an die Regierungsspitze, dem neuen Sicherheitsdekret und rassistischer Massenmobilisierung tritt die Rechtsentwicklung in eine neue Phase. Wir untersuchen mit unserem italienischen Gast die Ursachen und schauen dabei speziell auf die Entwicklungen innerhalb der Klasse. Zugleich fragen wir nach Möglichkeiten der Repositionierung von linken
Kräften, die ein Anknüpfen an die starke antifaschistische Kampftradition erlauben. Die Krise des Kapitalismus wird weiter
Widersprüche produzieren – Frankreich zeigt wie plötzlich diese
explodieren können. Welche Bewegungen gibt es und wie müssen sich diese aufstellen, um in diesen Widersprüche intervenieren zu können?

18 Uhr Essen

19 Uhr – Die Gelbwesten: Herausforderung für die revolutionäre Linke

Bewegung der Gelbwesten hat mit aller Wucht den konkreten Klassenkampf wieder zum Orientierungspunkt der revolutionären Kräfte gemacht. Die letzten Wochen haben deutlich gemacht, welche Herausforderungen sich für uns stellen, wenn wir die Kämpfe der unterdrückten Klassen nicht nur theoretisch zum Ausgangspunkt unserer Politik machen, sondern uns auch praktisch in deren widersprüchlichen, lebendigen und komplexen Dynamik hineingeben wollen. Und es schein klar, dass die revolutionäre Linke politische und organisatorische Schritte unternehmen muss, um in zukünftige militante Klassenkämpfen intervenieren zu können. Wir werden deshalb erste Reflexionen über Schwierigkeiten und Handlungspotentiale der revolutionären Bewegung im Aufstand der Gelbswesten zusammen mit aktiv beteiligten Militanten der „Alternative Libertaire“ aus Paris und der belgischen „Secours Rouge“ aus Brüssel diskutieren.

Sonntag
14 Uhr

1991 & 2019: Perspektiven des Frauenstreiks damals und heute
Am 14.6.2019 streiken die Frauen in der Schweiz wie bereits 1991. Genossinnen welche bereits 1991 dabei waren teilen ihre Erfahrungen vom Frauenstreik und verknüpfen diese mit der kommenden Mobilisierung.

Revolutionäres Frauenstreikkollektiv Zürich

16 Uhr

Die Digitalisierung der Rüstungsindustrie Aufgezeigt anhand von WEF-Partnern und Teilnehmenden

Die Digitalisierung ist in allen Bereichen des Lebens auf dem Vormarsch. So auch in der Rüstungsindustrie, die mit grossen Investitionen der kriegstreibenden Staaten versuchen, das Töten durch moderne Technik immer präziser und einfacher zu machen.

Wenn in Davos über die Digitalisierung gesprochen wird, werden auch Firmen, Staaten und Banken am Tisch sitzen, die direkt Teil der Rüstungsindustrie sind oder in diese grosse Summen investieren.

18 Uh
Palästina – Zwischen Krise und Aufstand

Palästina bleibt Bezugspunkt einer internationalistischen Politik, die sich mit den Unterdrückten weltweit solidarisiert. Wir erzählen von einer politischen Reise dorthin und führen ein Videointerview mit einem Genossen der Gefangenenorganisation Adameer, welche der PFLP nahesteht.
Dabei wollen wir verstehen, wie die aktuelle Situation in Palästina ist, was unmittelbare Herausforderungen sind und was in naher Zukunft zu erwarten ist. Organisiert von der Revolutionären Jugend Zürich.

19.30 Uhr Essen

20 Uhr
Rojava – Politische und militärische Herausforderungen einer neuen Etappe

Bei Redaktionschluss stehen die Zeichen entlang der Grenze zur Türkei auf Krieg. Die Grenze zu Bashur wird immer wieder dicht gemacht, ein Versuch Rojava in den Würgegriff zu bekommen. Die Bevölkerung, die Freiheitsbewegung, der Widerstand stellt sich auf und bereitet sich auf diese kriegerische Auseinandersetzung vor.

Wir werden versuchen an unserer Veranstaltung auf die aktuelle Situation einzugehen und neusten Entwicklungen im militärischen und zivilen Bereich zu beleuchten. Was bedeutet dieser Krieg für die Revolution in Rojava, viele Fragen aus dem zivilen und militärischen Sektor werden sich neu stellen. Brennend interessiert uns auch die Frage nach den aktuellen Aufgaben der internationalen Solidarität

Jun
22
Sa
Basel bleibt Nazifrei – 22. Juni 2019
Jun 22 um 14:00 – 15:00

Die Demonstration baselnazifrei vom 24. November 2018 liegt nun schon ein halbes Jahr zurück. Sie wird als ein starkes Zeichen gegen Faschismus und rechte Hetze im Gedächtnis bleiben. Dank dem entschlossenen Widerstand von fast 2’000 Menschen konnte verhindert werden, dass der öffentliche Raum als Bühne für Nazi-Propaganda genutzt wurde. Um dieses Ziel zu erreichen, mussten sich die Demonstrierenden über die Weisungen der Polizei hinwegsetzen. Denn diese hatte der rechtsextremen PNOS eine Kundgebung auf dem Messeplatz bewilligt, während sie die Gegenveranstaltung nur an einem weit entfernten Ort erlaubte.

Monate später dringen Polizist*innen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Basel frühmorgens in zahlreiche Wohnungen ein. Das Ziel: Verschiedene Einzelpersonen, denen vorgeworfen wird, an diesem Tag gegen die PNOS auf der Strasse gewesen zu sein. Innerhalb weniger Wochen kommt es in Basel und anderen Kantonen zu über zwanzig solcher Hausdurchsuchungen und zu Festnahmen. Manche werden bis zu 48 Stunden auf der Polizeistation behalten – die beantragte Untersuchungshaft wird vom Zwangsmassnahmengericht aber abgelehnt. Auffallend ist auch, dass ausländische Verhaftete auf dem Posten zusätzlichen Schikanen ausgesetzt waren, wie z.B. rassistischen Beleidigungen.

Die Vorwürfe sind bei vielen eher unbedeutend: Das halten eines Transpis an einer unbewilligten Demonstration ist offenbar für die Staatsanwaltschaft Grund genug für eine Hausdurchsuchung. Anderen wird vorgeworfen, in tätliche Auseinandersetzungen mit Neonazis verwickelt gewesen zu sein, oder an der Eskalation mit der Polizei beteiligt gewesen zu sein. Diese Eskalation erfolgte erst, nachdem seitens der Basler Polizei wieder einmal ein exemplarischer Gummischrot-Einsatz ausgeführt wurde. [1] Geschossen wurde willkürlich und aus geringer Distanz, sowie auf Kopfhöhe. Dabei wurden durch das Gummischrot mehrere Personen am Auge verletzt, eine davon so schwer, dass sie möglicherweise ein Leben lang geschädigt bleiben wird.

Mittels umfangreicher Videoaufnahmen und anhand von beschlagnahmten Kleidungsstücken versucht die Staatsanwaltschaft nun mit grosser Energie die linken Demonstrant*innen mit Strafverfahren einzudecken.

Wir sehen diese Verfahren als klaren Einschüchterungsversuch und als politisches Zeichen seitens der Staatsanwaltschaft Basel: die grosse antifaschistische Mobilisierung vom 24. November soll kriminalisiert werden. Das passt in eine seit einigen Jahren verschärfte Praxis gegen soziale Bewegungen. [2] Die Repression trifft nun Einzelne, aber gemeint sind alle, die damals auf der Strasse engagiert waren, um den Neonazis die Plattform zu nehmen. Wir solidarisieren uns mit den von dieser Repression betroffenen Menschen, unabhängig der vorgebrachten Vorwürfe.

Die Ereignisse der letzten Monate (“Ku-Klux-Klan”-Auftritt und “Combat 18” in Schwyz, die Ergebnisse der Europawahlen oder die rechtsextreme Basler Chat-Gruppe mit Schusswaffen und “Ausrottungs”-Phantasien [3]) zeigen, dass es gerade jetzt sehr wichtig ist, eine entschlossene Antwort auf rechtsextreme Umtriebe zu haben.

Lasst uns deshalb am 22. Juni gemeinsam auf die Strasse gehen, um den antifaschistischen Widerstand zu stärken und uns gegen die Kriminalisierung von baselnazifrei zu stellen. Basel bleibt dabei: Kein Platz für Nazis!

DEMO: Samstag, 22. Juni 2019, 14:00 Uhr, De-Wette Park, Basel

Nov
14
Do
3. Critical Mass für Rojava @ Helvetiaplatz
Nov 14 um 18:00 – 20:00

Nach zwei erfolgreichen Velodemos zu Rojava fahren wir am Donnerstag 14. November die dritte Runde!

Sattelt eure Drahtesel, schmückt sie mit Fahnen, Körben, Bannern, Hörner, Lichterketten etc.

Zeigen wir lautstark und beweglich, dass in Rojava Krieg herrscht und wir dies hier nicht stillschweigend hinnehmen. Die Kriegsprofiteuer sitzen hier, die PolitikerInnen welche ihre Schützende Hand über Erdogan halten sitzen hier. Tragen wir den Widerstand auch zu ihnen!

Dez
17
Di
Erdogan not welcome @ place de la nation
Dez 17 um 11:00 – 12:00

Demonstration gegen den Besuch des türkischen Präsidenten, Kriegsverbrecher und Faschist Erdogan in Genf

Alle auf nach Genf! Am Dienstag 17.12.19 ist der Diktator Erdogan persönlich in der Schweiz! Er wurde von der UNO und der schweizer Regierung zu einer Flüchtlingskonferenz eingeladen, an der auch Angela Merkel teilnimmt. Das zeigt erneut die enge Kooperation westlicher Regierungen mit dem türkischen Faschismus. Unser Widerstand gegen eine solche Konferenz muss entschlossen sein!

Festung Europa zerschlagen! Smash Turkish Fascism! Riseup for Rojava! #riseup4rojava #womendefendrojava

Genf, Place des Nations, Dienstag, 17.12. um 11Uhr

Feb
16
So
Lassen wir die Quartiere doch den Yuppies…. @ Bern
Feb 16 um 16:00 – 18:30

Warum auch nicht, schliesslich bauen sie neuer, grösser und schöner als diese alten, verlotterten Arbeiter*innenhäuser.
Sie bepflanzen die Gärten mit sauberem Rasen, rund geschnittenen Büschen und nicht zu grossen Bäumen, schliesslich will mensch ja noch etwas Sonne abbekommen. Begegnungszonen werden geschafft und die Kinder können in ihren weissen Turnschuhen auf den geputzten Strassen spielen ohne schmutzig zu werden.

 

Farbe an den Wänden wird glücklicherweise immer sofort weggeputzt damit die grauen Fassaden in vollem Glanz erstrahlen können.
Dort wo früher der kleine Quartierladen stand, wächst heute die neue Migros-Filiale in den Himmel und versorgt alle mit allem was sie brauchen.
Statt der schmuddeligen Brockenstube kann mensch jetzt die neusten Designermöbel im Vintage-Laden erwerben und sie sich nur über die Strasse in die Wohnung tragen lassen

 

Wenn du diesen Text jetzt ziemlich nervig fandst zum Lesen und schon fast ein bitzeli wütend wurdest, möchte ich dich auf etwas hinweisen, was jetzt gerade passiert:

Vielleicht kennst du ja das Böxli und den umliegenden Centralpark in der Lorraine…

Auf 21 Quadratmeter gibt es einen kleinen aber herzlichen/kämpferischen Freiraum zugänglich für das Quartier aber auch anderen interessierten Menschen. Zahlreiche Diskussionen, Sitzungen, Filmabende, Feste, Vorträge und Spielnachmittage fanden bisher im Böxli und auf dem Centralpark statt.
Dort kämpfen Menschen seit dem Sommer 2013 gegen ein städtisches Luxuswohnbauprojekt;
Im September 2013 wurde eine Petition eingereicht mit dem Titel «Kein Luxuswohnraum in der Lorraine – Das städtische Bauprojekt am Centralweg muss gestoppt werden!». Aufgrund der Proteste aus dem Quartier, eines neuen Parlaments­entscheids und einer Beschwerde war die Situation längere Zeit blockiert. 2017 gab es dann den nächsten Schritt in Richtung Luxuswohnungen; Das Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland hat mitgeteilt, dass die Stadt Bern die geplanten Wohnungen realisieren darf. Das Bauprojekt umfasst dreizehn Wohnungen 3,5 bis 5,5 Zimmer. Dafür würde in Zukunft zwischen 2’500 und 3’300 Miete gezahlt werden. Die Stadt nennt das Projekt dank seiner luxuriösen ovalen Balkone liebevoll Baumzimmer.

Momentan läuft ein Nutzungsvertrag bis im Herbst 2020. Bis Mitte 2021 muss die Stadt mit dem Bau beginnen, da sonst die Genehmigung ausläuft. Von dem her ist ziemlich sicher, dass der Bau zwischen Herbst 2020 und Mitte 2021 beginnt. Auf rechtlicher Eben wurde alles versucht. Was wir machen können, ist diesem Ort wieder Leben einhauchen und ihn dem Quartier zurückgeben, bevor es zu spät ist und die Bagger kommen.
Wir, die kein Bock auf Yuppies im Quartier haben, Luxuswohnung an Luxuswohnung und alle Formen der Gentrifizierung, müssen uns wehren. Lasst uns diesen Platz mit Ideen säen, ihn wachsen lassen und wiederbeleben!

16. Februar um 16:00 wird es eine grosse offene Sitzung geben um gemeinsam weiter zu schauen, wo unsere Möglichkeiten und unsere Motivation liegt, diesem Luxusbauprojekt etwas entgegen zu setzen und diesen Freiraum zu erhalten.
Der Ort folgt noch, schreib’s dir trotzdem fett ein!