Jan
5
Do
AntiErdogan Demo in Genf @ Place des Nations, Genf
Jan 5 ganztägig

Erdogan will in Genf bei der UNO Gespräche führen, ein gegebener Anlass unseren Protest laut und entschlossen auf die Strassen Genfs zu tragen!AntiErdoganDemo

Jan
14
Sa
NoWEF2017 @ Käfigturm
Jan 14 um 14:00
NoWEF2017 @ Käfigturm | Bern | Bern | Schweiz

Das Weltwirtschaftsforum WEF steht wieder vor der Tür. Einmal mehr, an der 47. Durchführung, treffen sich führende Vertreter*innen aus Wirtschaft und Politik in Davos zum Gipfeltreffen. Auch wenn das WEF dieses Jahr von den Protesten rund um Donald Trumps Amtseinführung überschattet werden wird, bleibt es für die herrschenden Akteur*innen doch ein wichtiges Ereignis.

Das WEF ist keinesfalls ein Gefäss, von welchem aus die Welt regiert wird, sondern dient dem Austausch von Strategien und der Vernetzung.
Ausserdem steht die Zelebrierung der angeblich unendlichen Möglichkeiten des Kapitalismus im Mittelpunkt. Selber beschreibt sich das WEF als Forum, in dem die grossen Herausforderungen der Welt diskutiert und angegangen werden sollen. So akzeptieren die Beteiligten, dass es Probleme gibt auf dieser Welt und inszenieren sich dann als die grossen Problemlösenden. Dabei ist die Lösung natürlich immer die ach so grossartige Innovationskraft des Kapitalismus.
Das bedeutet dann konkret Privatisierung, Automatisierung und das Schaffen von neuen Märkten.
Natürlich ist es keine Überraschung, dass trotz den vergangenen 46 Jahren WEF nie eine tatsächliche Verbesserung für den grössten Teil der Menschheit eingetreten ist. Das WEF soll aber auch keine Probleme lösen, sondern dient hauptsächlich der Verbreitung der Ideologie des neoliberalen Kapitalismus.
Das kapitalistische System, welches in Davos abgefeiert wird, produziert seit jeher nur Krisen und Unterdrückung. Denn ein System, welches auf unbegrenztes Wachstum setzt, zieht seinen Erfolg aus Ungleichheit und Konkurrenz. Denen, die davon profitieren, ist dies durchaus bewusst – doch die Logik des Profits kennt keine Moral und macht weder Halt vor Mensch noch Umwelt.

Aber längst nicht alle Menschen sehen tatenlos zu, nein: Überall auf der Welt widersetzen sich Leute den Auswirkungen und Zwängen des Kapitalismus. Sie erheben sich und geben sich aktiv als Gegenbewegung zu erkennen.
So werden multinationale Konzerne in die Knie gezwungen, wie aktuell bei dem Vorhaben „Dakota Access Pipeline“ in Dakota, wo Indigene und Solidarische sich gegen den Riesenkonzern Energy Transfer Partners stellten und so – zumindest vorläufig – den Bau einer Pipeline stoppten. Diese Pipeline bedroht die Lebensgrundlage und Souveränität der Indigenen. Oder wie in Rojava, wo sich Menschen mithilfe des organisierten Widerstandes gegen den IS wehren und ein autonomes Gebiet erkämpfen konnten. In dieser Region wollen sie autonome solidarische Strukturen fern von staatlicher Kontrolle aufbauen.

Dieses Jahr gehört die NOWEF Demo den Widerständischen auf der ganzen Welt. Von Mexiko über Frankreich bis nach Indien und Australien gibt es organisierte Formen des Widerstands und revolutionäre Perspektiven. Wenn die Herrschenden ihren Führungsanspruch erneut geltend machen wollen, zeigen wir ihnen, dass wir bei diesem Spiel nicht mitmachen!

Unser Widerstand gegen das kapitalistische System und alle Formen der Herrschaft!
Heraus zur NoWEF – Demo am Samstag 14. Januar 2017!

#NoWEF2017

Feb
4
Sa
Die CH hat ein Rassismusproblem @ Waisenhausplatz
Feb 4 um 14:00 – Mrz 4 um 05:00

…und wir ein Problem mit Rassismus und der CH!

Gehen wir gemeinsam auf die Strasse, gegen Grenzen, Rassismus und Unterdrückung!

Mehr Infos gibts hier: Bleiberecht

Mrz
25
Sa
Demo gegen Erdogan und Diktatur @ Reitschule Bern
Mrz 25 um 13:15 – 14:15

Demo gegen die Diktatur Erdogans, 25. März 13:15 Reitschule

Tag für Tag spitzt sich die politische und humanitäre Lage in der Türkei zu. Seit den Erfolgen der demokratischen Kräfte im Kampf gegen den Islamischen Staat in Nordsyrien und den damit verbundenen Bestrebungen für ein freies Kurdistan, verschärft der Türkische Präsident Erdogan seine Politik gegen jegliche politische Opposition.
Foltergefängnisse, politisch motivierte Haft für Journalist*Innen und das Schüren von Nationalismus, Islamismus und Rassismus sind keine neue Phänomene in der Türkei. Doch seit dem Beginn des Wahlkampfes für die Wahlen im Jahre 2015 greift Erdogan zu immer drastischeren Mitteln. So erklärte er den Friedensprozess mit der PKK für beendet und weitete die militärischen Angriffe gegen die kurdische Zivilbevölkerung im Südosten der Türkei, aber auch gegen die PKK in Süd- und Nordkurdistan, aus. Ganze Städte wurden dem Erdboden gleich gemacht und viele Zivilisten wurden gezielt getötet.
Seit dem gescheiterten Putschversuch im Sommer 2016 wurden hunderttausende Menschen inhaftiert oder aus dem öffentlichen Dienst entlassen. Seither scheint Erdogan keine Grenzen mehr zu kennen und führt die Türkei immer weiter in Richtung einer Diktatur. Mitte April wird schlussendlich darüber abgestimmt, ob eine entsprechende Verfassungsänderung in Kraft treten soll, um die Türkei faktisch in eine Diktatur zu verwandeln. Damit wären Erdogans Machtfantasien umgesetzt.
Die Europäische Politik sieht dabei tatenlos zu. Zu viel Interesse hat die EU daran, dass flüchtende Menschen in der Türkei interniert werden oder nicht einmal in die Türkei gelangen können. Zu viel Interesse hat die Wirtschaft am Absatzmarkt in der Türkei. So wurden im Jahre 2016 sogar Waffen für über 60 Millionen Euro aus Deutschland an die Türkei geliefert. An Europas Händen klebt Blut – einmal mehr.

13:15 Reitschule Bern
Danach Kundgebung auf dem Bundesplatz

Apr
22
Sa
Bern goes Köln – AFD Parteitag verhindern! @ Köln
Apr 22 um 08:30 – Apr 23 um 09:00

Am 22. April will die AfD (Alternative für Deutschland) in Köln ihren Parteitag durchführen. Die Partei welche wesentlich für die rassistische Stimmungsmache gegen geflüchtete Menschen verantwortlich ist, kann nicht in Ruhe gelassen werden. In diesem Sinne schliessen wir uns dem OrgaBündnis an: Nationalismus ist keine Alternative!

https://vimeo.com/210257770

In Bern wurde es dieses Jahr noch nicht nötig mit Blockanden, Sabotage und Angriffen gegen die Rassisten vorzugehen – In Köln wird es anders sein. Die Stadt bereitet sich auf grosse Gegenkundgebungen vor, tun wir dies auch! Lassen wir den Rassisten, Sexisten und Nationalisten keinen Platz, egal ob Bern oder Köln!

Jul
6
Do
Save the date: G20 @ Hamburg
Jul 6 – Jul 9 ganztägig

SAVE THE DATE

Okt
6
Fr
Antifa Demo 06. Oktober 2017 @ Zytglogge
Okt 6 um 19:30

Bern bleibt Nazifrei, einmal mehr aus die Strasse gegen Rechts! Alerta Alerta Antifascista*e!

19:30, Zytglogge, Bern

AntifaDemo 6.Oktober 2017 @ Zytglogge Bern
Okt 6 um 19:30 – 20:30

Aufruftext zur antifaschistischen Demonstration am 06. Oktober 2017 in Bern – Zeit und Ort wird noch bekannt gegeben.

In jüngster Zeit haben sich in Bern und Umgebung faschistische, rassistische und sexistische Vorfälle gehäuft. Als Antifaschist*innen finden wir es wichtig, nicht einfach wegzusehen, sondern diese Entwicklungen zu thematisieren und konsequent zu handeln. Deswegen rufen wir am 06. Oktober zu einer lauten und bunten antifaschistischen Demonstration auf.

Neofaschistische und rassistische Gesinnungen traten in den vergangenen Wochen und Monaten häufig in ländlichen Gegenden in Erscheinung. So formierte sich im Juli in Wileroltigen (BE) ein sogenanntes «Bürgerkomitee», welches gegen einen Transitplatz für Fahrende vorgehen wollte. Eine angekündigte Grossdemonstration gegen den Transitplatz wurde aus Furcht vor dem zu erwartenden unkontrollierbaren rechten Mob abgesagt. Rechtsextreme Gruppierungen wie beispielsweise Blood and Honour (1), die Hammerskins (2) oder die Identitäre Bewegung (3) sehen im idyllischen Hinterland einen sicheren Rückzugsort, wo sie sich ungestört treffen oder überregional beworbene und bekannte Konzerte organisieren können.

Doch auch im Umland und in den Städten versuchen rechte Jugendliche und Neonazis vermehrt in Erscheinung zu treten. In Bern kippte die Partei National Orientierter Schweizer (PNOS) (4) in den Morgenstunden vom 02. September über 10`000 Flyer auf die Strassen der Berner Altstadt. Die Flyer, welche optisch Flugzeugtickets glichen, forderten mit dem Aufdruck «Ab: Schweiz, Ziel: Eritrea, one-way» die Rückführung geflüchteter Menschen. Diese Aktion richtete sich gegen den jährlich stattfindenden Solidaritätslauf für Sans-Papiers. Des Weiteren versucht die PNOS in verschiedenen Kantonen Fuss zu fassen, wie die jüngste Sektionsgründung in Solothurn gezeigt hat.

Bei Stadtfesten, wie in Bern (Bümplizer Chilbi), Thun (Thunfest) oder Solothurn (Biertage) fielen zuletzt Rechtsextreme und Mitläufer*innen durch das Tragen von faschistischen Symbolen, das Grölen von rechten Parolen und das Zeigen von Hitlergrüssen auf. In Thun und Solothurn riefen Ende Juni 2017 rechte Esotheriker*innen der Gruppe Wedia Helvetia zu Diskussionsveranstaltungen auf, um völkische, nationalistische und neonazistische Ideen auszutauschen.

Die genannten Vorfälle gehen einher mit dem gesellschaftlichen Rechtsrutsch der letzten Jahre. Wie sehr Diskriminierungsmechanismen wie Rassismus und Sexismus in die Normalität des Alltags eingeflossen sind, zeigte ein Vorfall Ende Juni 2017 im städtischen Parlament in Bern. Der SVP-Stadtrat Erich Hess konnte rassistische und sexistische Bemerkungen äussern, ohne auf Widerstand der Anwesenden zu stossen. Auch bei den linken Parteien scheint rechtes Gedankengut salonfähig geworden zu sein: Parteien wie die SP tragen die repressive Asylpolitik mit, statt sich dagegen zu positionieren.

Der parlamentarische und gesellschaftliche Rechtsrutsch, sowie der neue Aktivismus von faschistischen Gruppierungen ähneln den Entwicklungen von 2007. Höhepunkt der damaligen Ereignisse bildete der Versuch der SVP, am 06. Oktober 2007 zu einem der faschistischen Rhetorik angelehnten «Marsch auf Bern» zu mobilisieren. Neonazis, Wutbürger*innen und Parteimitglieder versuchten jedoch vergeblich, ihre rassistische Gesinnung auf die Strassen Berns zu tragen.
10 Jahre später ist unsere Kritik nicht schwächer geworden. Antifaschismus ist nach wie vor notwendig!

(1) https://www.antifa.ch/blood-honour/
(2) https://www.antifa.ch/hammerskins-schweiz/
(3) https://www.antifa.ch/generation-identitaires-genevois/
(4) https://www.antifa.ch/pnos-schweiz/

Okt
28
Sa
Demo zum Reitschuljubiläum!! 30 Jahre sind nicht genug – Die Utopie ins hier und jetzt holen! @ Bärengraben Bern
Okt 28 um 18:00

30 Jahre Reitschule, 30 Jahre Kampf um Freiraum, 30 Jahre Rebellion

Unser Geschenk zum 30 Jährigen der Reitschule in Bern: Eine kreative, bunte, laute, rebellische Demo für Freiräume, gegen Gentrifizierung und zur Verteidgung autonomer Räume!

Freiraum muss selber gemacht werden – Autonome Zentren überall!

Feb
1
Do
#DefendAfrin – Grossdemo @ Bern
Feb 1 um 14:00 – 17:00

Grossdemo in Bern gegen Erdogans Krieg gegen Afrin. Zeit und Besammlungsort folgen bald.

Feb
3
Sa
Kampf der Diktatur in der Türkei! Solidarität mit dem Widerstand! @ Basel
Feb 3 um 14:00 – 17:00

Kampf der Diktatur in der Türkei! Solidarität mit dem Widerstand!

In einem türkischen Knast am Rande Ankaras bittet ein Insasse um ein Buch. Der Wärter antwortet ihm: “Du willst das Buch? Du kannst den Autor persönlich treffen, er sitzt im gleichen Gebäude wie du!”

Eine Diktatur wird aufgebaut

Die Marschrichtung in Erdogans Türkei ist klar: Eine Diktatur wird aufgebaut. Paranoid und brutal schlägt der Staatsapparat um sich. Ein Kommentar auf Facebook reicht, um im Gefängnis zu verschwinden. Dort gibt es eigentlich längst keinen Platz mehr. Die Insassen schlafen zum Teil im Turnus, da die Zellen massloss überbelegt sind. Allein seit dem mutmasslichen Putschversuch im Juli 2016 wurden über 62’000 Menschen verhaftet und über 146’000 wurden von ihren Arbeitsstellen entfernt (Lehrer*innen, Gewerkschafter*innen, Bürgermeister*innen etc.) Im Gefängnis sitzen hunderte Journalist*innen, mehrere hundert Kleinkinder (da beide Eltern auch im Gefängnis sind), ganze Universitäten wurden geschlossen, sowie fast 200 Medienhäuser (vgl. turkeypurge.com). In den kurdischen Gebieten machte die Armee buchstäblich ganze Quartiere und Städte dem Erdboden gleich und installierte an Stelle der gewählten Vertreter*innen eine Militärverwaltung. Gegenüber den Kurd*innen findet ein Vernichtungskrieg statt, der natürlich an den Grenzen der Türkei nicht halt macht. Neben Kurd*innen und Linken sind insbesondere auch Frauen und LGBT-Personen Zielscheibe der aktuellen Entwicklung: Die Rechte werden stark eingeschränkt und die Gewalt gegen sie ist in den letzten Jahren explodiert. 

Brüchige Herrschaft

Seit Monaten hören wir von den Säuberungen und allmählich schleicht sich eine Normalisierung ein. Die Situation in der Türkei scheint sich durch eiserne Repression stabilisiert zu haben und bekommt immer weniger Aufmerksamkeit. Doch die Herrschaft von Erdogans AKP ist brüchiger als es von hier aus scheinen mag.

Der Widerstand ist trotz all der Repression nicht gebrochen. In den Gefängnissen entzündet sich der Kampf zurzeit am Widerstand gegen neu eingeführte uniforme Kleidung für Insassen. Es gibt immer wieder sehr grosse Streiks und die kurdische Bewegung kämpft weiterhin entschlossen für demokratische Selbstbestimmung. Es gilt sich auch in Erinnerung zu rufen, dass beim Referendum im Frühjahr 2017 trotz massiven Wahlfälschungen und Einschüchterungen mehr als 48 Prozent der Bevölkerung Nein stimmten. Mit dem Referendum wollte Erdogan den autoritären Verfassungsumbau absichern. Es zeigte sich aber vor allem die tiefe Spaltung des Landes. 

Dazu kommt die wirtschaftliche Lage, die sich durch die permanente Kriegssituation (im In- und Ausland) rapide verschlechtert. Vordergründig prognostiziert sich die Türkei zwar weiterhin ein grossartiges Wirtschaftswachstum. Gleichzeitig ist aber auch die Verschuldung des Staates explodiert und die Arbeitslosigkeit steigt seit 2012 an. Es zeigen sich auch zunehmend Konflikte zwischen Grossunternehmer*innen und Erdogans Clique. 

Beteiligung von EU und Schweiz

Die EU und die Schweiz arbeiten weiterhin eng mit der Türkei zusammen. Zwar gibt es immer stärkere diplomatische Spannungen: denn auf der einen Seite zelebriert sich Erdogan in der Türkei als Vorkämpfer gegen eine westliche Dominanz und auf der anderen Seite sind die EU-Regierungen von der Anti-Muslimischen Hetze in ihren Ländern geprägt. Doch hinter der Kulisse dieser Beziehungskrise gehen Rüstungsexporte in die Türkei weiter und die wirtschaftliche Kooperation bleibt unangetastet. Der türkische Geheimdienst ist in Westeuropa sehr präsent und in den Polizeiapparaten verankert (hierfür gab es kürzlich auch ein Beispiel in der Basler Polizei). Zudem arbeiten insbesondere die deutschen Behörden dem türkischen Staat in die Hände, indem sie kurdische Aktivist*innen mit heftiger Repression überziehen. Und für die Migrationsabwehr der EU ist die Türkei ein wichtiges Bollwerk. Millionen geflüchteter Menschen, werden von der Türkei im Dienste Westeuropas zurückgehalten. 

Zusammen kämpfen

Die Türkei entwickelt sich zu einem Staat mit faschistischem Charakter. Eine ganze Bevölkerung wird verfolgt und eingesperrt. Diese autoritäre Entwicklung passt zu unserer Welt: Die Repression nimmt in den meisten Ländern zu, nationalistisches und frauenfeindliches Gedankengut breitet sich aus.

Doch es gibt auch überall Widerstand. Diesen gilt es über die Grenzen hinweg zu vereinen. Wenn wir hier in Solidarität mit den Menschen in den türkischen Gefängnissen auf die Strasse gehen, stärkt das den Widerstand dort. Genauso wie es uns hier stärkt und inspiriert, wie sich die kämpfende kurdische und türkische Bewegung nicht brechen lässt.

Lasst uns gemeinsam auf die Strasse gehen: Als aus der Türkei Geflohene; als Familienangehörige von Eingesperrten; als Menschen, die für eine solidarische Welt kämpfen wollen – Gründe gibt es genug!

Es lebe die internationale Solidarität!

Widerstand ist Leben!
Jul
14
Sa
Demo gegen die europäische Migrationspolitik @ Zürich
Jul 14 ganztägig
Sep
15
Sa
Demo gegen AbtreibungsgegnerInnen des MfL @ Bahnhofplatz
Sep 15 um 14:45 – 16:45
Nov
9
Fr
Erinnern heisst kämpfen – für eine solidarische Zukunft! @ Bahnhofplatz
Nov 9 um 19:30 – 21:30

Erinnern heisst kämpfen – Für eine solidarische Zukunft!

Am 9. November 2018 jährt sich zum 80. Mal die Reichspogromnacht von 1938. Über Tausend Synagogen und viele jüdische Einrichtungen wurden vom Mob, angeleitet durch die NSDAP, zerstört und hunderte Jüd*innen getötet. In den folgenden Tagen verschleppten die Nazis 30‘000 jüdische Menschen in Konzentrationslager. Dies war der Übergang von der Diskriminierung und Ausgrenzung zur systematischen Verfolgung von Millionen Jüd*innen(1). Ebenfalls Ziel der organisierten Vernichtung waren millionen Angehörige von Bevölkerungsgruppen, die auch nicht in das nationalsozialistische Menschenbild passten.

Erinnern heisst kämpfen!
Am 9. November gehen wir auf die Strassen Berns und gedenken allen Opfern des NS-Regimes. Nie wieder wollen wir solche Ereignisse tatenlos akzeptieren. Wenn wir uns umblicken, sehen wir eine Welt, die nicht nur zum Nachdenken auffordert, sondern zum Handeln.
Das gesellschaftliche Klima ist vergiftet; Fremdenfeindlichkeit und rechtsradikales Gedankengut konnten sich wieder bis weit in die Mitte der Gesellschaft etablieren. Systematische Diskriminierung und Angriffe auf Geflüchtete gehören in Europa zur Tagesordnung. An der Grenze zur Festung Europa ertrinken tausende Menschen im Mittelmeer oder verdursten in der Wüste. Nationalistische und faschistische Parteien und Bewegungen gewinnen immer mehr an Stärke. Dies ist kein Zufall; Die Geschichte zeigt, dass die Herrschenden in Zeiten der Krise, Xenophobie und Ausgrenzung nicht nur tolerieren, sondern oftmals vorantreiben. Auf sie ist nie Verlass, Krieg und Krise sind Teil ihrer Politik.

Für eine solidarische Zukunft!
An diesem Abend stehen wir nicht nur gegen menschenfeindliche Ideologien, sondern auch für eine solidarische Zukunft ein. Wir wollen eine Welt, die auf gegenseitiger Hilfe basiert, bedürfnisorientiert und nachhaltig produziert. Eine Welt, in der Menschen im Einklang mit der Natur und ohne Herrschaft untereinander leben. Eine Welt, in der wir Menschen nicht in Kategorien zwängen und nach diesen bewerten.

Dafür treffen wir uns am Freitag, 9. November 2018 um 19:30 Uhr beim Bahnhofsplatz in Bern. Um 20:00 Uhr werden wir unseren Protest lautstark, bunt und inhaltsbezogen auf die Strasse tragen. Nehmt Familie und Freund*innen mit, lasst Böller und Pyros zu Hause. Tipp für trotzdem Licht: Vergiss deine Taschenlampe nicht!

1: In einer früheren Version stand, es seien 6 Millionen Jüd*innen von der Verfolgung betroffen gewesen. Die richtige Zahl ist wesentlich höher. 6 Millionen Jüd*innen wurden im Holocaust ermordet.

Dez
15
Sa
Demo: Kapitalismus bedeutet Krieg, Rüstungsfirmen angreifen @ Zürich, Oerlikon
Dez 15 um 14:00 – 16:30

Im vergangenen Juni beschloss der Bundesrat auf Anregung der Rüstungsindustrie, die Restriktionen für Waffenexporte von Schweizer Unternehmen zu lockern. Damit dürften Schweizer Rüstungsgüter auch legal in Länder exportiert werden, die in interne bewaffnete Konflikte verwickelt sind.

Die Rüstungsindustrie erhoffte sich damit, neue Märkte zu eröffnen und ihren Profit zu steigern – schon heute ist die Schweiz die 14.-grösste Rüstungsexporteurin der Welt. Aufgrund des Widerstands, der sich gegen die Vereinfachung von Waffenexporten formierte, verzichtet der Bundesrat nun vorerst auf die geplante Lockerung. Dies ist aber nicht genug! Auch ohne diese Lockerung sorgen Schweizer Waffen auf der ganzen Welt für Verletzte und Tote. Nur die Lockerung der Kriegsmaterialexporte zu kritisieren, greift deshalb zu kurz: Auch gut kontrollierte und regulierte Waffenexporte, betrieben von profitorientierten Unternehmen, gilt es anzuprangern und zu bekämpfen. Eine humane Rüstungsindustrie kann es nicht geben. Sie existiert nur aus dem Grund, Rüstungsgüter zu verkaufen und damit Profite zu generieren. Die menschlichen Opfer, die die verkauften Rüstungsgüter fordern, sind ihr dabei egal. Innerhalb des kapitalistischen Wirtschaftssystems wird sich dies auch nie ändern, denn Profite stehen immer über Menschenleben. Waffenexporte und Profitinteressen sind daher nie vereinbar mit dem guten Leben für alle. Gehen wir deshalb auf die Strasse gegen Waffenexporte, Krieg und Kapitalismus und für eine solidarische Gesellschaft!

Schweizer Waffen, Schweizer Geld – morden mit in aller Welt!

15. Dezember um 14 Uhr beim Sternen Oerlikon in Zürich
http://www.revmob.ch/?p=961

Jan
19
Sa
NoWEF DEMO @ Bahnhofplatz, Bern
Jan 19 um 15:00 – 17:00
Das Kartenhaus zum Einsturz bringen! End Capitalism!
NoWEF Demo am 19.1.; 15:00 Bahnhofplatz Bern

“Eine globale Architektur schaffen, in Anbetracht der 4. Industriellen Revolution.” Unter diesem Motto treffen sich einmal mehr die sogenannten Führer*innen aus Politik und Wirtschaft in Davos, um die Probleme der Welt anzugehen. Doch wissen wir, dass sie das nicht können, denn ihr hoch aufgebautes Kartenhaus stürtzt langsam in sich selbst ein. Und so scheint auch das Weltretter*innen Bild des Forums langsam zu zerbröckeln.

Über strukturelle Veränderungen in Bezug auf technischen Fortschritt, über Cybersicherheit, über Humankapital und ja sogar über Umweltschutz soll diskutiert werden. Das Verstärken der internationalen Beziehungen und die Zusammenarbeit soll Grundlage genug sein, all das zu realisieren. Und wenn die Damen und Herren am WEF schon dabei sind, wollen sie auch noch über Frieden und Versöhnung sprechen, denn auch das soll die Stärkung der internationalen Beziehungen möglich machen. Mit wem genau man da diskutiert scheint nebensächlich. Denn die geladenen und teilnehmenden Personen repräsentieren die Staaten die Krieg treiben, die globalen Probleme erst schaffen und die Firmen die davon profitieren.

Weltweit erstarken autoritäre, konservative und faschistische Parteien. Sie ziehen in Parlamente ein und bilden Regierungen. In Italien gewannen die 5 Sterne Bewegung zusammen mit der faschistischen Lega Nord die Wahlen und stellen nun die Regierung. In Österreich regiert die FPÖ, die aus einem Zusammenschluss von Nationalsozialist*innen nach dem 2. Weltkrieg gegründet wurde, gemeinsam mit der ÖVP. Diese forderten am EU Gipfel in Salzburg die Grenzschutzagentur Frontex von 1’600 auf 10’000 Personen aufzustocken. Sowohl in Polen als auch in Ungarn stellen nationalkonservative Parteien zusammen mit Rechtspopulist*innen die Mehrheit in den Parlamenten, was sich extrem auf die Lage von Minderheiten in diesen Ländern auswirkt. In der Türkei treibt das Militär unter der Führung des Präsidenten Erdogan einen fürchterlichen Krieg gegen die kurdische Bevölkerung und linke Opposition und ist sich dabei nicht zu schade mit Terroristen des IS zusammenzuarbeiten. In den USA ist nach wie vor Donald Trump an der Macht und auch in Brasilien regiert nun ein Mann der öffentlich Frauen, Homosexuelle und andere Minderheiten diskriminiert. Auf den Philippinen ist zur Zeit Duterte an der Macht, der öffentlich zu Mord an Drogensüchtigen und Kriminellen aufruft. Die Liste faschistischer und rechter Politiker und Parteien im Aufschwung ist traurigerweise noch länger. Doch aus all diesen Ländern werden Regierungschefs, Aussenminister oder Abgeordnete an dem Forum in Davos teilnehmen. Und sie werden das WEF nicht als eine Möglichkeit zur Diskussion über Frieden und Versöhnung sehen, sondern werden die Gelegenheit nutzen, um ihre eigenen Interessen durchzusetzten.

Es sind aber weit mehr als nur die Regierungen die am Forum in Davos teilnehmen werden. Aus aller Welt strömen Vertreter riesiger Konzerne ans WEF. Unter ihnen sind Vertreter*innen von Grossbanken wie UBS, Credit Suisse oder HSBC, alles Banken die sich an umstrittenen Projekten wie der Dakota Access Pipeline beteiligen oder in die Rüstungsindustrie investieren. Auch andere WEF Partner wie die ABB fördern die Produktion von Waffen und Kriegstechnologie. Sie alle verbindet das Geschäft am Krieg. Dabei spielt es keine Rolle an wenn man die Waffen verkauft oder was damit gemacht wird. Hauptsache die Konflikte halten an und die Lieferungen nehmen zu. Auf das Leiden der lokalen Bevölkerung in den Kriegsregionen wird dabei keine Rücksicht genommen. Ebenfalls werden Vertreter*innen von BlackRock, Nestlé, Glencore und Monsanto nach Davos reisen, Firmen die massgeblich an Verarmung oder Landgrabbing in Drittweltstaaten verantwortlich sind und durch Monopole und Abzockverträge tausenden Bauern die Lebensgrundlage entziehen.

Der unendlichen Gier nach Profit und Macht, die sich am Forum in Davos trifft, sind kaum Grenzen gesetzt. Ob national, autoritär oder wirtschaftsliberal spielt hier überhaupt keine Rolle. Den Herrschenden in Davos geht es darum, ihr Kapital zu steigern. Doch dies wird ihnen nicht ewig gelingen. Überall auf der Welt regt sich starker Widerstand gegen diese Politik. Sei das bei den G20 Gipfeln in Hamburg oder Buenos Aires, in Brasilien bei Protesten gegen den neuen Präsidenten, in Frankreich bei den Aufständen der Gelbwesten oder in Rojava wo die Revolution und eine solidarische Gemeinschaft aktiv gelebt wird. Der Kapitalismus zeigt immer wieder Zerfallserscheinungen. In der Schweiz findet er aber weiterhin in Davos ein ruhiges Hinterland um sich zu stärken.

Lassen wir das nicht mehr länger tatenlos geschehen! Nehmen wir uns die Strasse um unseren Protest laut kundzutun! Lassen wir die Herrschenden unsere Wut fühlen! Kein ruhiges Hinterland für Nazis und Kapitalist*innen! Bringen wir das Kartenhaus zum einstürzen! End Wef, End Capitalism! Für die soziale Revolution!

 
 
Apr
28
So
Demo für ein lebendiges Fabrikool
Apr 28 um 15:00 – 16:00

Das seit mehr als 15 Jahren leerstehende Haus an der Fabrikstrasse wurde vor 2 Jahren besetzt, um einen offenen emanzipatorischen Ort zu schaffen. Das Haus wird seit daher mit viel Energie, Herzblut und Liebe zum Detail selber umgebaut. Auf Befehl von Herr Keller des Amt für Grundstücke und Gebäude des Kantons Bern sollen die Besetzer am 30.04 das Haus verlassen. Dagegen wehren wir uns!

Der Streit rund um das Fabrikool Gebäude geht weiter.

Am 28.04 rufen wir zu einer grosse Demo durchs Quartier

  • 13 Uhr : Zusammen basteln und Transpi für die Demo malen – Beim Fabrikool
  • 15 Uhr : Demostart. Treffpunkt beim Fabrikool
  • 18 Uhr : Leckeres essen, trinken und feiern!
Apr
30
Di
Velodemo fürs Fabrikool – 30.04 – 18uhr
Apr 30 um 18:00 – 19:00
Zusätzlich rufen wir auch schon für eine Velodemo am 30.04 auf (letzter „legaler Tag vom Fabrikool“).

Dort werden wir vom Fabrikool zum Amt für Grundstücke und Gebäude des Kantons Bern, sowie zum Architekturbüro von Hebeisen und Vater fahren.


Treffpunkt 18 Uhr vor dem Fabrikool, Fabrikstrasse, Länggasse

Mai
1
Mi
Revolutionärer 1. Mai in Bern
Mai 1 um 15:00 – 16:00

Kämpfe verbinden, Unterdrückung überwinden!
Im Rahmen der diesjährigen revolutionären 1. Mai Kampagne setzen wir uns mit aktuellen
Kämpfen auseinander. Wir wollen uns über sie informieren, sie verstehen, aus ihnen lernen und versuchen, sie miteinander zu verbinden.

Alle Veranstaltungen im Überblick:

  • 1. Mai, 14;00, Rosengarten Bern – Spiel, Spass und Basteln für die Demo mit den Roten Falken.
  • 1. Mai, 15:45, Rosengarten Bern – Besammlung für die revolutionäre 1. Mai Demo
  • 1. Mai, ab 18:00, Schützenhaus Bern – Konzerte, Essen und Bar
  • 3. Mai, 19:00, Gaskessel Bern – Podiumsdiskussion zum „Klimastreik“
  • 5. Mai, 15:00, Kino Reitschule – Input & Diskussion zur „Gelbwestenbewegung“
  • 9. Mai, 19:00, Frauenraum Bern – Input & Diskussion zum „Frauen*streik“
  • 11. Mai, 15:00, Ort Gaskessel Bern – Diskussionsnachmittag zu „Aufgaben der
    Revolutionär*Innen bei Massenprotesten, deren Entstehung und Organisierung“

Kämpfe verbinden, Unterdrückung überwinden!

Zurzeit ist einiges in Bewegung – weltweit, europaweit und auch in der Schweiz:

- Ende Oktober 2018 entstand in Frankreich die sogenannte „Gelbwestenbewegung“, welche seit ihrem Anfang fast jedes Wochenende ihren Widerstand auf die Strassen trägt. Ihre Forderungen und Aktionsformen sind divers; mithilfe von Strassenblockaden, Massendemonstrationen und militanten Aktionen konnten sie, von unten, die Mächtigen das Fürchten lehren.

- Die Forderung nach mehr Umweltschutz entwickelte sich zu Beginn des Jahres zum weltweiten „Klimastreik“. Dieser wurde und wird vor allem von Schüler*innen in ihren jeweiligen Städten organisiert und mit Demonstrationen sichtbar gemacht. Die Bewegung schaffte es innerhalb weniger Wochen, weltweit über hunderttausend Menschen zu mobilisieren und entfachte somit den Diskurs über Umweltzerstörung neu.

- Vor knapp 30 Jahren wurde der erste und bislang letzte „Frauenstreik“ in der Schweiz organisiert, um die in der Verfassung verankerte aber nie umgesetzte Gleichstellung der Geschlechter zu erzwingen. Nun wird seit einem Jahr ein neuer „Frauen*streik“ organisiert und geplant, der am 14. Juni stattfinden wird. Dieser fordert die überfällige Gleichstellung aller Geschlechter und setzt den nötigen Kampf für diskriminierungsfreies Zusammenleben fort.

Diese Kämpfe haben eines gemeinsam: Sie entstanden aus einer geteilten Unzufriedenheit mit dem Status quo. Sei es die französische Krankenpflegerin, die sich das Benzin nicht mehr leisten kann. Sei es der deutsche Gymnasiast, der sich um die Zukunft der Erde sorgt. Sei es die schweizer Informatikerin, die auch nach 100 Jahren Frauenkampf nicht gleichberechtigt ist. Sie alle sind wütend und kämpfen für eine bessere Zukunft. Dieser Kampf ist notwendiger denn je! Denn unsere Lebensgrundlage, die Natur, wird zunehmend zerstört, die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich stetig weiter. Dies überrascht jedoch keineswegs, denn die kapitalistische Wirtschaft und ihre Produktionsweise funktionieren nach den Gesetzen des ewigen Wachstums, der Konkurrenz, des Eigentums und der Ausbeutung. Konkret bedeutet dies: Überstunden, Stress, wenig bis kein Geld am Ende des Monats, psychische Belastung, Working Poor – die Liste ist lang – all das nur, um die Profitrate der Unternehmen zu steigern. Unsere Arbeit vermehrt das Kapital der Unternehmer*innen, das wiederum in unsere Ausbeutung investiert wird: Unsere Armut ist ihr Gewinn! Dass diese Produktionsweise auf Dauer nicht in Frieden und Freiheit für alle enden kann, ist logisch. Der verschwenderische Umgang mit dieser Erde, um durch ungebremstes Wachstum immer mehr Gewinn zu erreichen, ist nur für kurze Zeit und durch irreparable Umweltzerstörung möglich. Der ständige Wettstreit bei der Arbeit, der Wohnungssuche, dem Studium und in allen anderen erdenklichen Bereichen macht uns zu egoistischen, empathielosen und burnoutgefährdeten Konkurrent*innen. Das fördert patriarchale Unterdrückungsmuster und verwehrt uns ein solidarisches Zusammenleben.

Der 1. Mai ist und bleibt ein Kampftag. Deswegen setzen wir uns während der diesjährigen revolutionären 1. Mai Kampagne mit aktuellen Kämpfen auseinander. Wir wollen uns über sie informieren, sie verstehen, aus ihnen lernen und versuchen, sie miteinander zu verbinden. Nur unsere gemeinsame Solidarität, die sich gegen die Interessen der Nation und des Kapitals stellt, kann dieser Unterdrückung ein Ende bereiten. Es liegt in unseren Händen, etwas zu ändern!

Jun
22
Sa
Basel bleibt Nazifrei – 22. Juni 2019
Jun 22 um 14:00 – 15:00

Die Demonstration baselnazifrei vom 24. November 2018 liegt nun schon ein halbes Jahr zurück. Sie wird als ein starkes Zeichen gegen Faschismus und rechte Hetze im Gedächtnis bleiben. Dank dem entschlossenen Widerstand von fast 2’000 Menschen konnte verhindert werden, dass der öffentliche Raum als Bühne für Nazi-Propaganda genutzt wurde. Um dieses Ziel zu erreichen, mussten sich die Demonstrierenden über die Weisungen der Polizei hinwegsetzen. Denn diese hatte der rechtsextremen PNOS eine Kundgebung auf dem Messeplatz bewilligt, während sie die Gegenveranstaltung nur an einem weit entfernten Ort erlaubte.

Monate später dringen Polizist*innen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Basel frühmorgens in zahlreiche Wohnungen ein. Das Ziel: Verschiedene Einzelpersonen, denen vorgeworfen wird, an diesem Tag gegen die PNOS auf der Strasse gewesen zu sein. Innerhalb weniger Wochen kommt es in Basel und anderen Kantonen zu über zwanzig solcher Hausdurchsuchungen und zu Festnahmen. Manche werden bis zu 48 Stunden auf der Polizeistation behalten – die beantragte Untersuchungshaft wird vom Zwangsmassnahmengericht aber abgelehnt. Auffallend ist auch, dass ausländische Verhaftete auf dem Posten zusätzlichen Schikanen ausgesetzt waren, wie z.B. rassistischen Beleidigungen.

Die Vorwürfe sind bei vielen eher unbedeutend: Das halten eines Transpis an einer unbewilligten Demonstration ist offenbar für die Staatsanwaltschaft Grund genug für eine Hausdurchsuchung. Anderen wird vorgeworfen, in tätliche Auseinandersetzungen mit Neonazis verwickelt gewesen zu sein, oder an der Eskalation mit der Polizei beteiligt gewesen zu sein. Diese Eskalation erfolgte erst, nachdem seitens der Basler Polizei wieder einmal ein exemplarischer Gummischrot-Einsatz ausgeführt wurde. [1] Geschossen wurde willkürlich und aus geringer Distanz, sowie auf Kopfhöhe. Dabei wurden durch das Gummischrot mehrere Personen am Auge verletzt, eine davon so schwer, dass sie möglicherweise ein Leben lang geschädigt bleiben wird.

Mittels umfangreicher Videoaufnahmen und anhand von beschlagnahmten Kleidungsstücken versucht die Staatsanwaltschaft nun mit grosser Energie die linken Demonstrant*innen mit Strafverfahren einzudecken.

Wir sehen diese Verfahren als klaren Einschüchterungsversuch und als politisches Zeichen seitens der Staatsanwaltschaft Basel: die grosse antifaschistische Mobilisierung vom 24. November soll kriminalisiert werden. Das passt in eine seit einigen Jahren verschärfte Praxis gegen soziale Bewegungen. [2] Die Repression trifft nun Einzelne, aber gemeint sind alle, die damals auf der Strasse engagiert waren, um den Neonazis die Plattform zu nehmen. Wir solidarisieren uns mit den von dieser Repression betroffenen Menschen, unabhängig der vorgebrachten Vorwürfe.

Die Ereignisse der letzten Monate (“Ku-Klux-Klan”-Auftritt und “Combat 18” in Schwyz, die Ergebnisse der Europawahlen oder die rechtsextreme Basler Chat-Gruppe mit Schusswaffen und “Ausrottungs”-Phantasien [3]) zeigen, dass es gerade jetzt sehr wichtig ist, eine entschlossene Antwort auf rechtsextreme Umtriebe zu haben.

Lasst uns deshalb am 22. Juni gemeinsam auf die Strasse gehen, um den antifaschistischen Widerstand zu stärken und uns gegen die Kriminalisierung von baselnazifrei zu stellen. Basel bleibt dabei: Kein Platz für Nazis!

DEMO: Samstag, 22. Juni 2019, 14:00 Uhr, De-Wette Park, Basel

Sep
7
Sa
Demo: Rojava verteidigen! Dem Krieg kein ruhiges Hinterland! @ Basel
Sep 7 um 15:00 – 16:00

In Rojava wurde erfolgreich gegen den IS gekämpft. Die Bevölkerung konnte zu weiten Teilen vom imperialistischen Stellvertreterkrieg verschont werden. Dies forderte tausende Menschenleben. Menschen welche kämpften, damit Millionen nicht ermordet werden oder flüchten müssen. Ein neues Gesellschaftsmodell wird gerade entwickelt. Frauenbefreiung und Rücksicht auf die Umwelt sind Bestandteile der demokratischen Konföderation. Vieles Entwickelt sich, vieles ist im Entstehen.

Nun steht Rojava der nächste Krieg bevor. Der Aggressor Türkei will nach Rojava einmarschieren. Lassen wir dies nicht zu. Rojava ist in Basel, Rojava ist überall!

Unterstützen wir die Bevölkerung Nordsyriens in ihrem Kampf gegen die drohende Türkische Invasion!

Sep
21
Sa
Queerfeministische Demo und Aktionstag @ Bern
Sep 21 um 15:00 – 20:00

Raum schaffen – Platz nehmen – das Patriarchat von der Strasse fegenRetour ligne automatique
Raum schaffen – Platz nehmen – für ein solidarisches Zusammenleben

Es ist eine bewegte Zeit. Überall regt sich der Widerstand. Nehmen wir als Beispiel die Demonstrationen im Herbst 2018 gegen Bolsonaro, bei welchen tausende Frauen* und queere Menschen auf brasiliens Strassen gingen. Oder die konstanten Proteste aufgrund der über tausend verschwundenen, ermordeten indigenen Frauen* aus Nordamerika. Oder der Women’s March am 19. Januar in den USA und Kanada und der Frauen*streik am 14. Juni in der Schweiz, bei welchem über 500’000 Menschen landesweit protestierten. Ein weiteres lokales Beispiel ist das erste queerfeministische Hip-Hop Festival in Europa, welches in Bern stattgefunden hat. Oder die Demonstration „Remember Stonewall“ am 29. Juni in Basel, die an die Stonewall Krawalle (1969) erinnerte. Weltweit gab es diesen Sommer diverse Prides wie in Südkorea (70’000) und Madrid (400’000). Weitere werden folgen: im Oktober in Taiwan, bei welcher erwartet wird, dass sie die grösste asienweit sein wird und in Rio de Janeiro (1,2 Millionen Menschen jährlich).

Diese Nachrichten und viele mehr zu lesen, geben uns Kraft, um dieses patriarchale System, welches uns alle auf unterschiedliche Weise unterdrückt, weiter zu bekämpfen.Retour ligne automatique
Dennoch brauchen wir weitere Momente des Starkseins, des Kämpfens. Und genau deswegen nehmen wir uns am 21. September um 15:00 in Bern die Strasse. Dies machen wir offen für alle ausser cis-Männer*. Erklärungen bezüglich dieser Formulierung und der gewählten Aktionsform und auch themenbezogene Texte werden im Verlauf der nächsten Zeit auf barrikade.info erscheinen.Retour ligne automatique
Nach der Demonstration wird es zudem ein Zusammensein geben, offen für alle Menschen. Haltet euch also so oder so diesen Samstagnachmittag frei.“

Sep
28
Sa
Für ein Klima des Wandels! Auf in eine postkapitalisitsche Gesellschaft! @ Bern
Sep 28 um 14:00 – 15:00

Die Produktionsweise im Kapitalismus ist verantwortlich für die Klimaveränderung. Solange für Profit statt für Bedürfnisse produziert wird, wird sich nichts an der Klimakatastrophe ändern.

Individuelles Konsumverhalten oder Konzernverantwortung sind zwar schöne Vorstellungen – Jedoch nicht mehr als einen kleinen Tropfen auf den längst überhitzten Atomreaktor.

Es braucht keine neuen Ventilatoren, kein weissen der Gewächshausscheiben. Wir wollen Glasbruch im Gewächshaus.. Wir wollen eine Produktion welche sich an den Bedürfnissen orientiert. Wir wollen langlebige Produkte, statt Verschleiss und Konsumwahn. Wir wollen dezentrale Energieproduktion und ein radikaler Bruch mit den herrschenden Verhältnisse. Verhätnisse welche so viel unsinnigen Verkehr, Verschleiss, Ausbeutung, Vernutzung, Lebenszeitminderung, Zerstörung… mit sich bringen.

Wir wollen eine organisierte Bedarfswirtschaft in einer anarchistischen Gesellschaft! Eure Enkel*innenkinder werden es euch bestätigen, dafür lohnte es sich zu kämpfen!

Okt
5
Sa
Demo: Solidarität statt Rassismus @ Helvetiaplatz, Zürich
Okt 5 um 16:00

5. Oktober 16:00 Uhr auf dem Helvetiaplatz ZH

—> Das Mittelmeer ist ein Massengrab, das täglich mit frischen Leichen gefüllt wird.

— > Libyen ist ein Freiluftgefängnis mit Freipass für Sklaverei, sexuelle Ausbeutung und Erpressung der dort gestrandeten.

— > Europa mauert sich ein und kriminalisiert Aktivist*Innen, die Menschen in Seenot retten.

— > Die Schweizer Asylzentren sind isolierte Bunker, in denen ein immer repressiveres Klima herrscht.

Die Gründe, warum sich Menschen auf die Flucht begeben, sind vielfältig: Überfischung der Meere vor den afrikanischen Küsten; Vergiftung der fruchtbaren Böden durch den Abbau von Mineralien; die extreme Klimaveränderung; Korruption, Folter und sexuelle Ausbeutung oder aber auch einfach Krieg.
Dies alles sind massgeblich Folgen der Politik Imperialistischer Staaten. Gerade heute, wo sich der Kapitalismus in einer tiefen strukturellen Krise befindet und die Profite schwinden, setzten diese Staaten ihre jeweiligen ökonomischen Interessen immer aggressiver durch. Vermehrt auch mit militärischen Mitteln.
Gleichzeitig nutzen rechte und rechtsextreme Parteien die Perspektivlosigkeit des Kapitalismus in ganz Europa aus und erstarken zunehmend. Menschen werden gegeneinander ausgespielt. Migrant*innen werden als Feindbilder aufgebaut und müssen als Sündenböcke für die herrschende Misere herhalten.
Wehren wir uns gegen diese menschenverachrtende Politik.
Gemeinsam auf die Strasse gegen Rassismus und reaktionäre Hetze!
Für eine solidarische Gessellschaft!

Zeigen wir, dass wir für eine fortschrittliche Gesellschaft kämpfen! Komm mit uns an die Demo am 5. Oktober 2019 um 16 Uhr auf dem Helvetiaplatz Zürich!

Okt
11
Fr
Rojava Solidemo Bern @ Bahnhofplatz bern
Okt 11 um 18:00 – 19:00

Spontankundgebung nach dem Kriegsbeginn. Rojava verteidigen, heisst auch in der Schweiz laut werden und kämpfen! Die EU, Russland und die USA haben dem Diktator Erdogan grünes Licht zum morden gegeben. Erdogans Staatsterror trifft einmal mehr die Kurdische Bevölkerung! Zeigen wir uns solidarisch, jetzt & hier!

Stoppt den Krieg!

Schweizer Waffen schweizer Geld, morden mit in aller Welt!

Kill Erdogan!

 

Okt
12
Sa
Rojava Demo Zürich
Okt 12 um 15:00 – 16:00

Demo für Rojava, 15Uhr Helvetiaplatz Zürich

Nov
2
Sa
Weltkobane Tag in Basel @ H95, Basel
Nov 2 ganztägig

Kobanê: Widerstand ist Leben

02.11.2019 – Basel

Vorher Demo, Ort und Zeit wird noch bekannt gegeben

Programm
Uhrzeit, Ort, Event Retour ligne automatique
15:00 Uhr, H95: Einlass und Fotoausstellung zur ökologischen Gesellschaft in Rojava
16:00 Uhr, H95: Vortrag zum Kobanê-Widerstand und der Rolle von Frauenkämpfen
18:00 Uhr, H95: Diskussion zu Internationalismus, mit einem aktuellen Bericht zur militärischen Situation in Rojava
20:00 Uhr, H95: Vortrag über die aktuelle revolutionäre Situation Rojava
22:00 Uhr, H95: Konzert: DAF Connection

24:00 Uhr, WS: Rapkonzert: Serhado & Tolhildan
02:00 Uhr, WS: DJ: Dub, Dubstep, Detroit Techno

Orte
H95: Horburgerstrasse 95, 4057 Basel, 15 Uhr bis 24 UhR
WS: Wasserstrasse 37, 4056 Basel, Ab 24 Uhr

Nov
5
Di
Critical Mass für Rojava @ Helvetiaplatz
Nov 5 um 18:00 – 19:30

Es war toll letzte Woche, wiederholen wir dies – auf die Velos für Rojava!

In Rojava mit der Kalash, in Bern mit dem Fahrrad!

Widerstand an jedem Ort!