Wir haben heute, in der Nacht vom Samstag, dem 27. Dezember ein Transparent in Baar/ZG gehängt. Damit wollen wir auf die seit Jahren andauernde Gentrifizierung im Raum Zug aufmerksam machen.DSCN3880

DSCN3876Dort, wo früher ein kleines Restaurant, umgeben von günstigen Wohnungen, stand, soll nun die Überbauung „Landhauspark“ entstehen. Mit den hohen Preisen (3 1/2 Zimmer ab 2’730Fr) ist diese Überbauung ein Paradebeispiel für die Gentrifizierung, die momentan im ganzen Kanton Zug und weit über dessen Grenzen hinaus geschieht. Auf der offiziellen Webseite der Überbauung wird explizit mit den tiefen Steuern des Kanton Zug geworben. Somit sind die Zielgruppe der zukünftigen MieterInnen keinesfalls ArbeiterInnen aus der Region die neuen Wohnraum brauchen, sondern Bonzen, die Zug nur als Steueroase brauchen und Menschen aus sozial ärmeren Schichten vertreiben.

Denn die bereits stehenden Häuser in der Umgebung waren lange Zeit preiswert und wurden von ArbeiterInnen bewohnt. Doch nun mit dem Entstehen dieser Luxuswohnungen steigen auch die Preise der alten Wohnungen; ein typisches Merkmal für Gentrifizierung. Junge ArbeiterInnen aus Baar sind sich längst bewusst, dass sie sich Wohnraum in der Umgebung nicht leisten können und werden so vertrieben.

Auch im Dorfzentrum sind die Auswirkungen der Aufwertung längst spürbar: Wo früher günstiger Wohnraum und eigenständige Restaurants waren, sieht man heute wüste Betonlandschaften mit teuren Wohnungen, grossen Läden und Fast-food Ketten.

Baar ist nur ein kleines Beispiel der Gentrifizierung die momentan überall geschieht, in den Zürcher Stadtkreisen 4 und 5, im Berner Lorrainequartier etc. etc.

Wir sind gegen die Stadtaufwertung auf Kosten von sozial ärmeren Schichten!

Wir wollen Wohnraum für alle statt Luxusbauten für Bonzen!

Für die soziale Revolution!

Eure revolutionäre Jugendgruppe RJG

ZUG1 Die Marktgasse in Baar; alte Häuser mit Wohnungen und kleinen Läden weichen wüsten Betonklötze à la Europaallee.

ZUG2