Die Black Lives Matter Bewegung hat am vergangenen Wochenende auch in Bern massiven Einzug erhalten. Rund 10’000 Menschen folgten den Aufrufen auf den Bundesplatz in Bern. Mit viel Power und sehr guten Reden wurde der Platz zu einem lebendigen Ort des antirassistischen und antikolonialen Widerstandes! Die Rolle der Schweizer Wirtschaft in der Vergangenheit, mit der Unterstützung und Profitiererei durch den Sklav*innenhandel und in der Gegenwart durch Grosskonzerne wie Glencor und Nestle wurden angeprangert. Zudem wurde auf die Verantwortung jedes*r Einzelnen hingewiesen, seine*ihre Privilegien zu erkennen, zu hinterfragen und sie abzubauen.

Die Meisten von uns sind in diesem strukturell rassistischen System sozialisiert worden. Rassistische Denkmuster haben wir angenommen und verinnerlicht, sie zu erkennen, sich selbstkritisch zu hinterfragen und schlussendlich diese Muster zu bekämpfen und abzulegen ist ein wichtiger Schritt eines*r jeden Revolutionärs*in. Dieser Schritt ermöglicht es uns, als Verbündete mit allen unterdrückten dieser Welt Schulter an Schulter zu kämpfen. Denn Egal ob Bankenland Schweiz, oder in der Autonomen Zone in Seattle – Power to the People!

  • Hören wir Schwarzen, Indigenen und nicht-weissen Menschen zu
  • Setzen wir uns mit der Kolonialen und Ausbeuterischen Geschichte (und Gegenwart) der Schweiz auseinander
  • Unterstützen wir bei Demonstrationen, drängen wir nicht in den Vordergrund
  • Setzen wir eigene Privilegien ein, zB. bei Polizeikontakt (wenn gewünscht) hervortreten und Demo schützen
  • Intervenieren wir im Alltag wenn wir rassistische Handlungen/Aussagen mitbekommen, seien wir aufmerksam und aktiv
  • Kritisieren wir unser Umfeld und weisen sie auf strukturell, verankerte Rassismen hin
  • Greifen wir Schweizer Konzerne welche nach wie vor in der Welt ausbeuten und die Profite in den sicheren Bankenhafen Schweiz bringen an
  • Setzte wir uns ein um (koloniale-) Ausbeuter von den Sockeln der Wahrzeichen zu stossen
  • Unterstützen wir uns gegenseitig, in Wort und Tat
  • Bilden wir polizeifreie Zonen und verteidigen sie
  • Greifen wir bei rassistischen Polizeikontrollen ein
  • Entlarven wir das unterdrückerische und ausbeuterische kapitalisitsche System als das was es ist: Mörderisch.

Einen sehr lesenserten Artikel aus den USA gibts hier beim AJourMag zu lesen