Nekane ist frei! – Polizei, Staatsanwaltschaft, Justiz und Knast bleiben beschissen!

Die wunderschöne Botschaft, dass Nekane nach 17 Monaten Haft frei ist, erreichte uns am Abend des 15. Septembers. Die Nachricht, Nekane wieder bei uns zu haben erfüllt uns mit frischer Hoffnung für den Kampf für eine neue, freie Gesellschaft. Wir sehen viele Gemeinsamkeiten in denKämpfen von Nekane und unseren, dies bewegt uns dazu unsere Solidarität auszusprechen und sie praktisch zu zeigen.Wir setzen uns für eine Welt der gegenseitigen Hilfe, Freiheit, Liebe und gegen eine Welt voll Unterdrückung, Ausbeutung, Hass ein. Dies bedeutet einerseits die herrschenden Verhältnisse zu hinterfragen, anzugreifen und sie zu überwinden, anderseits Perspektiven aufzuzeigen, um den neuen Bedingungen Platz und damit Entfaltungsmöglichkeiten zu bieten. Dies ist natürlich nicht im Sinne der Mächtigen und Reichen, welche alles daran setzen, das momentane, unmenschliche System am Laufen zu lassen. Ihnen ist jedes Mittel recht, unseren Kampf zu entpolitisieren, zu kriminalisieren und zu zerschlagen. Wir lehnen deshalb alles ab, was direkt dem Erhalt der herrschenden Verhältnisse dient. Eines der Mächtigsten dieser Instrumente ist der staatliche Repressionsapparat: Polizei, Staatsanwaltschaft, Nachrichtendienst, Justiz und Knäste. In den folgenden Zeilen möchten wir einige Gründe aufzeigen, warum wir diesen Repressionsapparat ablehnen. Wir sind gegen diesen Apparat, weil er der Aufrechterhaltung der derzeitigen gesellschaftlichen Machtverhältnisse dient. In einer Gesellschaft, die auf Konkurrenz und der Kategorisierung einzelner Menschen beruht:- in der Privateigentum als das höchste Gut gilt- in der wir das „Gehorchen“ und das Unterwerfen schon in der Schule lernen- in der Grenzen und Ausweispapiere über all unsere Leben bestimmensind die Repressionsbehörden dazu da, diejenigen zu bestrafen, welche bestehende Verhältnisse grundsätzlich hinterfragen, bekämpfen oder nicht akzeptieren. Gefängnis und Bestrafung ist für viele Menschen eine alltägliche Realität und trifft zum Beispiel jene, die sich über die Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit hinwegsetzen, die – ob selbst gewählt oder nicht – die „Gesetze missachten“ oder sich einfach dagegen wehren, so zu leben, wie es einem auferlegt wird. Wir sind gegen repressive Massnahmen, denn sie sind auch Teil eines gesellschaftlichen Klimas derKontrolle und Disziplin. Es geht nicht nur darum „straffällige“ Personen zu bestrafen, sondern es sollen, durch die Angst vor allfälliger Bestrafung, alle Menschen zum Gehorsam erzogen werden. Wir sind gegen dieses Konzept von Bestrafung, denn diese Verhaltensweisen sind Produkt unserer autoritären und ungleichen Gesellschaft. Der beste Weg solches Verhalten zu bekämpfen, ist seine Ursache anzugreifen. Für die Anarchie – ich liebe sie – wie noch NIE!!