Heute haben in Bern mehrere Tausend Menschen gegen die türkische Militärinvasion in Rojava protestiert. Gemeinsam mit weiteren revolutionären Kräften formten wir einen lautstarken internationalistischen Block. Denn es geht uns nicht um einen Apell an den Staat sondern darum, die Kämpfe zu verbinden. Dabei müssen wir jene bekämpfen, die hier an Krieg und Leid profitieren und mitverursachen. Nur so kann ein echter internationalistischer Kampf entstehen.

An der Demo wurden ausserdem Spenden für die Gasmaskenkampagne gesammelt, um die Guerilla in Kandil in ihrem Kampf zu unterstützen.

Folgender Flyer wurde an der Demo verteilt:

Syrien – Rojava – Türkei, das ist alles weit weg und Einfluss darauf haben wir sowieso keinen. Mitnichten!
Es ist der Schweizer Staat, welcher mit seinem 2018 unterzeichneten Freihandelsabkommen den Grundstein für Investitionen in der Türkei legt, sei es für Staudammprojekte [1], welche in sozialer und ökologischer Sichtweise eine Katastrophe sind, oder für die Imagepflege der AKP, wie dies Novartis und Nestlé taten. Die Schweizer Grossbanken UBS und Credit Suisse investieren ihr Geld unter anderem auch im Rüstungskonzern «Lockheed Martin», dessen Jets nun in Rojava Menschen bombardieren [1]. Während sich die EU von Erdogan durch seinen menschenverachtenden Flüchtlingsdeal und seine Umsiedlungspläne erpressen lässt, zeichnet sich ein Genozid an der kurdischen Bevölkerung ab und Erdogans Söldner begehen grausamste Verbrechen an der Zivilbevölkerung [3]. Die NATO hat derweilen Angst, mit der Türkei ihren Vorposten im Südosten zu verlieren und kuscht deswegen vor jeglichen Konsequenzen und auch die UNO finden die Gräueltaten der Türkei in Syrien gehören nicht verurteilt4. Der IS hat dabei beste Chance, sich wieder in der Region zu verankern und eine zweite grausame Front zu eröffnen.

Die revolutionären Kräfte der YPG/YPJ und ihre Verbündeten, darunter viele
Internationalist*innen, kämpften Jahrelang gegen dschihadistische Terrorbanden und für eine neue Gesellschaft. Auch jetzt leisten sie grossen Widerstand gegen die Besatzung der Türkei und ihrer Gangs.

Für uns bleiben die Voraussetzungen somit klar: Wir können uns weder auf
Staaten noch Institutionen verlassen! Wir müssen den Druck auf der Strasse
aufrechterhalten und diesen Krieg mit all seinen Profiteuren weiter anprangern und unseren Kampf vorwärts bringen!

Zeigen wir uns solidarisch, zeigen wir uns kämpferisch mit unseren
Genossinnen und Genossen in Rojava!

Bijî Berxwedana Rojava!

#riseup4rojava
#fight4rojava

1 https://www.tagesschau.de/ausland/staudamm-tuerkei-hasankeyf-ilisu-105.html
2 https://www.woz.ch/-a131
3 https://www.nzz.ch/international/syrien-waffenruhe-ist-bruechig-ld.1516375
4 https://www.heise.de/tp/features/Russland-und-die-USA-verhindern-vereint-Verurteilung-der-Tuerkei-im-
UN-Sicherheitsrat-4553363.html