Seit dem Beginn des völkerrechtswidrigen Angriffkrieges der Türkei auf das nordsyrische Rojava, haben wir zahlreiche Aktionen unterstützt und selber durchgeführt. Es gilt in den ersten Tagen und Wochen bereits vieles zu mobilisieren und in Aktion zu treten. Erdogans Krieg gegen Rojava greift uns alle an. Wir haben ihm weltweit etwas entgegenzusetzen.

Baldachinbesetzung am Freitag 11.10.19 – Für gut 5 Stunden besetzten wir den Zentralen Baldachin vor dem Berner Hauptbahnhof. In luftiger Höhe hängten wir Transparente, hielten diverse Reden, verteilten Bücher, Flyer und Broschüren, riefen Parolen und führten einen analogen Liveticker im Twitter-Stil.

Unsere Verantwortung als lokale revlutionäre Jugendgruppe ist es den Krieg auch in Bern sicht, hör und fühlbar zu machen. Wir haben aus der Geschichte, und aus der Analyse des bestehenden kapitalistischen Systems gelernt keinem Staat und keiner Regierung zu vertrauen. Staaten, seien es die Schweiz, die USA oder die Türkei handeln nach dem schrecklichen Kredo der Profitmaximierung. Menschen stehen bei Staaten nie im Zentrum, Menschen sind nur da um die staatlichen Interessen an forderster Front durchzusetzen. Menschen sind für Staaten nur Ressourcen wie Wasser und Bodenschätze, sie werden eingesetzt und ausgenutzt.

Beteiligung bei der Störung des Swiss-Turkey Business Council Treffen in Sempach

Die Schweiz verhält sich in diesem Krieg geradezu perfekt nach diesem Kredo. Die Schweizer PolitikerInnen wollen niemanden auf die Füsse treten. Es könnte ja das Freihandelsabkommen gefährden, es könnte ja den Schwerpunkt des SECO zunichte machen, es könnten nicht die grossen Deals mit der türkischen Wirtschaft an Land gezogen werden. Schindler, Abb, Nestle, RUAG, Novartis, UBS, CS, Kantonalbanken, Pensonskasen…. sie alle haben in der Türkei investiert und versprechen sich auch in Zukunft fette Gewinne da die Ausbeutungsbedingungen in der Türkei super sind – sprich die Arbeiter*innen nahezu keine Rechte mehr haben und zu widrigsten Bedingungen arbeiten müssen.

Wir führten mehrere Gruppen-Sprayaktionen durch. Das Ziel ist es das Stadtbild markant zu prägen und an allen Ecken auf den Krieg in Rojava aufmerksam zu machen.

Wir akzeptieren diese Handlangerei für die faschistische Türkei nicht. Wir sagen Nein zum Krieg, nein zur Erdogan Diktatur, nein zum Faschismus & Kapitalismus! Dazu greifen wir zu diversen Mitteln, ganz nach dem Motto: Ob friedlich oder militant, wichtig ist der Widerstand!