Nordsyrien wird aktuell mit einer grossen Bedrohung konfrontiert. Mit jener einer Grossoffensive der türkischen Armee, welche das revolutionäre Projekt in Rojava zerstören will. Seit langem spricht Erdogan davon, ganz Nordsyrien annektieren zu wollen. Doch nun wird die Gefahr immer konkreter. Truppen und schweres Kriegsmaterial werden an der Grenze zusammengezogen, immer wieder treffen Artilleriegeschosse in Nordsyrien ein.
Es wäre aber falsch zu denken, der Krieg stünde erst bevor. Eine Offensive würde den Krieg auf eine neue Stufe heben. Vor mehr als einem Jahr wurde der Kanton Afrin von der Türkei und ihren dschihadistischen Proxymilizen besetzt, in Südkurdistan/Nordirak versucht die zweitgrösste NATO Armee in das strategische Zentrum der PKK in Kandil vorzudringen. Schläferzellen des IS und die türkische Armee haben im Sommer riesige Landwirtschaftsflächen in Rojava durch Brände verwüstet.
Die Verteidigung der Revolution von Rojava ist auch eine internationalistische Aufgabe.

Derweil ist die Schweiz ein ruhiges Hinterland für Firmen, die durch den Krieg Profite erzielen. Rheinmetall, welche die Türkei mit Panzern beliefert, hat einen Standort in Ittigen bei Bern, B+T liefert Munition und Granatwerfer nicht nur an die Berner Polizei sondern in die ganze Welt und auch die RUAG schreckt vor keinem Geschäft zurück, wenn es darum geht, mit dem Töten Gewinne zu schreiben. Aktuell strebt die RUAG eine Teilprivatisierung an, um Exportbestimmungen umgehen zu können. Ohne die Geschäfte der Rüstungsfirmen und der Rückendeckung von NATO und EU kann die Türkei keinen Krieg in Nordsyrien führen. Der Kampf gegen Rüstungsfirmen ist damit zugleich auch ein internationalistischer Kampf für die Revolution von Rojava.

Daher treffen wir uns zu einer Kundgebung am Freitag, dem 6. September von 12:30 bis13:00, vor der RUAG an der Stauffacherstrasse in Bern, als Teil der internationalen Aktionstage für Rojava.

Rojava verteidigen – Dem Krieg kein ruhiges Hinterland!