Erdogan not welcome – Vereint und konzentriert weiterkämpfen!

Erdogans Staatsbesuch liegt hinter uns. Die linksradikale und revolutionäre Bewegung führte eine gute Mobilisierungskampagne mit vielen Aktionen. Es konnte an den gesetzten Massstäben der Fight4Afrin Kampagne angesetzt werden. Auf der Strasse und am Tag des Geschehens zeigte sich jedoch eine Schwäche unsere Bewegung. Entgegen unseren Erwartungen fielen die Proteste gegen den richtungsweisenden Staatsbesuch in Deutschland schwach aus. Lediglich einige tausend Menschen kamen zu den gross moblisierten Veranstaltungen. In Anbetracht wen Deutschland da zum Staatsbesuch eingelanden hatte, sind ein paar tausend Gegendemonstrant*innen leider bei Weitem nicht ausreichend.

Eine etwas besser Billanz können wir für die schweizweite Mobilisierung ziehen. Viele Genoss*innen aus unterschiedlichen Städten der Schweiz nahmen den Weg auf sich und fanden sich in Berlin und Köln ein. Eine positionsübergreifende Mobilisierungskampagne (unterstützt von: Revolutionärem Aufbau Schweiz, JRG, RJZ, Solibündnis f. Rojava Basel, Rote Hilfe International) mit starkem lokalem Fokus kann als einen der Punkte gesehen werden, welche zur guten Mobilisieurng in der Schweiz führten. Unsere Mobilisierung knüpfte an die erfolgreiche Afrin Kampagne an, welche bereits Anfang des Jahres die Verantwortung hiesiger Unternehmen und Regierungen thematisierte.

Genau da sollten wir nun also verstärkt ansetzen und/oder weiterarbeiten. Unser Feind ist nicht nur der faschistische Türkische Staat unter Erdogan, unser Feind sitzt ebenso im Bundeshaus und im deutschen Bundestag. Waffenexporte und Profitmacherei mit der Türkei führen in Syrien und den kurdischen Gebieten in der Türkei, Iran und Irak zu Elend und Tod. Die beste internationale Solidarität ist, wenn wir dort wo wir leben aktiv werden und handeln. Unser Protest kann auch bei Grossereignissen wie einem Staatsbesuch nur so stark sein wie die lokalen Strukturen es zulassen. Kämpfen wir also vermehrt gegen Spaltung und Dogmatismus und setzten anstelle abgeschotteter Szenepolitik kollektiven Widerstand gegen dieses Tod bringende System. Der mangelhafte Widerstand in Berlin und Köln zeigt uns, dass wir noch einen weiten Weg vor uns haben. Konzentrieren wir unsere Kräfte um gegen den Feind aktiv zu werden. Legen wir den Fokus weg von individuellen Bedürfnissen, hin zu einer gemeinschaftlichen, solidarischen Lebensweise im Widerstand!

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