No Cop Zone – Für mehr polizeifreie Räume!

Wir haben uns an der Aktion „Für mehr polizeifreie Räume“ im Raum Reitschule/Schützenmatte beteiligt. Hier das Video und Communiqué zur erfolgreichen Aktion:

Medienmitteilung 23.09.18, „No Cop Zone“ Aktion bei der Reitschule

In der Nacht vom 22.09 auf den 23.09 haben wir uns kollektiv den Raum Schützenmatte und Umgebung angeeignet. Die Aktion richtet sich klar gegen die erhöhte Polizeipräsenz und soll als eine Antwort auf die Polizeigewalt vom 1. September verstanden werden.

Aktion 1:
Bei der Wand an der Strasse Richtung Bierhübeli wurde gross und farbig:
„Üsi Stadt, üsi Quartier“ hinterlassen.

Aktion 2:
Am Brückenpfeiler haben wir die klare Botschaft „You are now entering free reit“ angebracht.

Aktion 3:
Unter der Brücke wurden aus Solidarität mit allen Verletzten des gewaltvollen Einsatzes am 1. September verschiedene Graffitis gesprüht.

Aktion 4: Auf Seite der Schützenmatte wurde über die ganze Breite eine Rote Linie an den Boden gemalt. Die rote Linie verdeutlicht, dass wir die Polizei bei Übertreten dieser Linie nicht mehr in Ruhe lassen werden. Wenn die Polizei diese Linie übertritt, tut sie dies auf eigene Gefahr.

Aktion 5:
Rund um die Reitschule wurden Plakate gekleistert, die erklären, warum wir polizeifreie Räume wollen und brauchen.

Während allen Aktionen wurden Flyer mit dem unten angehängten Text verteilt. Die Aktionen stiessen auf grosse Sympathie.

Die Polizei fuhr rund 30 Minuten nach dem Start der Aktionen mit einem grösseren Aufgebot auf. Ein Wasserwerfer wurde beim Bahnhof platziert, zudem wurden die Strassen, die in die Stadt führen in einiger Entfernung zur Reitschule präventiv abgeriegelt. Hätte die Polizei erneut eine Konfrontation gesucht, wären wir zur Selbstverteidigung bereit gewesen.

In eigener Sache:
Während der Aktion beim Bierhübeli näherte sich ein Auto gefährlich schnell der Aktionsgruppe. Da wir schon in der Vergangenheit leider die Erfahrung machen mussten, dass autofahrende Menschen ohne Skrupel in Menschenmengen hineinfuhren, waren wir gezwungen, das Auto aufzuhalten, um uns somit zu schützen. Dadurch ging leider die Windschutzscheibe kaputt. Es war nicht unsere Absicht, unbeteiligte Menschen auf diese Art und Weise zu beschädigen, dennoch mussten wir in dem Moment den Schutz der Menschen dem Schutz des Gegenstandes vorziehen.

Üsi Stadt – üsi Quartier!

Solidarität mit allen Verletzten des 1.September!

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