Beide Vorträge finden im Böxli auf dem Centralpark (Brache) Lorraine statt.

18:30 Uhr: Rebeldies (Italien)

Rebeldies ist eine anarchistische Gruppe aus dem Norden Italiens, die in den letzten Jahren einiges an Erfahrung mit niederschwelliger staatlicher Repression machen musste. Sie organisieren immer wieder politische Besetzungen, so auch die Besetzung des Schalters der Turkisch Airlines am Flughafen Turin-Caselle in Solidarität mit dem Widerstand in Rojava. Sie wurden verhaftet und wegen dieser und anderen Aktionen zu Hausarrest und Meldeauflagen verurteilt.

Auflagen, die sie bewusst ignoriert haben. Sie haben sich nicht an den Hausarrest gehalten und gingen nicht auf die Polizeiwache, um sich zu melden. Stattdessen gingen sie lange weg und reisten umher. Ein Jahr nach der ursprünglichen Besetzung des Schalters der Turkish Airlines kehrten sie dorthin zurück und besetzten den Schalter gleich wieder.

Sie informieren an der Veranstaltung über ihre Situation sowie über die laufenden Kämpfe in Italien, wie über denjenigen der No-TAV-Bewegung. Zudem werden sie die politischen Überlegungen schildern, erklären wieso sie die Auflagen ignorierten und wie sie mit dieser Situation umgingen.

(Falls der Donnerstag nicht passt: Der Vortrag findet am Freitag, 21. Oktober auch noch im Volkshaus Zürich um 19:00 Uhr statt).

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20:00 Uhr
«Kuhschweiz, Köppel, Kapitalismus»,
Antikapitalistisches Kollektiv (akzo)
Wollen wir rechte Tendenzen in der Schweiz analysieren, kommen wir nicht um die SVP herum. Mit ihrer nationalistischen Hetze ist sie zur stärksten Kraft im Parlament aufgestiegen und sorgt massgeblich dafür, dass sich das gesellschaftliche Klima nach rechts bewegt. Was macht die Ideologie und Politik der SVP aus und weshalb ist sie damit erfolgreich? Warum muss eine Kritik an ihr immer auch eine Kritik am Kapitalismus beinhalten? Und wie können wir uns der SVP und der Rechtsentwicklung im Allgemeinen entgegenstellen?