Kalender

Jan
7
Sa
Wissen erarbeiten & vermitteln ¦ PNOS / Pegida CH / SVP / Strategien & Vernetzung @ Cigno Nero
Jan 7 um 14:00 – 18:00
Jan
12
Do
weiblich, sexy, rechtextrem – Frauen in der Naziszene (Doku, 2015 DE) @ Cigno Nero
Jan 12 um 19:00
Jan
14
Sa
NoWEF2017 @ Käfigturm
Jan 14 um 14:00
NoWEF2017 @ Käfigturm | Bern | Bern | Schweiz

Das Weltwirtschaftsforum WEF steht wieder vor der Tür. Einmal mehr, an der 47. Durchführung, treffen sich führende Vertreter*innen aus Wirtschaft und Politik in Davos zum Gipfeltreffen. Auch wenn das WEF dieses Jahr von den Protesten rund um Donald Trumps Amtseinführung überschattet werden wird, bleibt es für die herrschenden Akteur*innen doch ein wichtiges Ereignis.

Das WEF ist keinesfalls ein Gefäss, von welchem aus die Welt regiert wird, sondern dient dem Austausch von Strategien und der Vernetzung.
Ausserdem steht die Zelebrierung der angeblich unendlichen Möglichkeiten des Kapitalismus im Mittelpunkt. Selber beschreibt sich das WEF als Forum, in dem die grossen Herausforderungen der Welt diskutiert und angegangen werden sollen. So akzeptieren die Beteiligten, dass es Probleme gibt auf dieser Welt und inszenieren sich dann als die grossen Problemlösenden. Dabei ist die Lösung natürlich immer die ach so grossartige Innovationskraft des Kapitalismus.
Das bedeutet dann konkret Privatisierung, Automatisierung und das Schaffen von neuen Märkten.
Natürlich ist es keine Überraschung, dass trotz den vergangenen 46 Jahren WEF nie eine tatsächliche Verbesserung für den grössten Teil der Menschheit eingetreten ist. Das WEF soll aber auch keine Probleme lösen, sondern dient hauptsächlich der Verbreitung der Ideologie des neoliberalen Kapitalismus.
Das kapitalistische System, welches in Davos abgefeiert wird, produziert seit jeher nur Krisen und Unterdrückung. Denn ein System, welches auf unbegrenztes Wachstum setzt, zieht seinen Erfolg aus Ungleichheit und Konkurrenz. Denen, die davon profitieren, ist dies durchaus bewusst – doch die Logik des Profits kennt keine Moral und macht weder Halt vor Mensch noch Umwelt.

Aber längst nicht alle Menschen sehen tatenlos zu, nein: Überall auf der Welt widersetzen sich Leute den Auswirkungen und Zwängen des Kapitalismus. Sie erheben sich und geben sich aktiv als Gegenbewegung zu erkennen.
So werden multinationale Konzerne in die Knie gezwungen, wie aktuell bei dem Vorhaben „Dakota Access Pipeline“ in Dakota, wo Indigene und Solidarische sich gegen den Riesenkonzern Energy Transfer Partners stellten und so – zumindest vorläufig – den Bau einer Pipeline stoppten. Diese Pipeline bedroht die Lebensgrundlage und Souveränität der Indigenen. Oder wie in Rojava, wo sich Menschen mithilfe des organisierten Widerstandes gegen den IS wehren und ein autonomes Gebiet erkämpfen konnten. In dieser Region wollen sie autonome solidarische Strukturen fern von staatlicher Kontrolle aufbauen.

Dieses Jahr gehört die NOWEF Demo den Widerständischen auf der ganzen Welt. Von Mexiko über Frankreich bis nach Indien und Australien gibt es organisierte Formen des Widerstands und revolutionäre Perspektiven. Wenn die Herrschenden ihren Führungsanspruch erneut geltend machen wollen, zeigen wir ihnen, dass wir bei diesem Spiel nicht mitmachen!

Unser Widerstand gegen das kapitalistische System und alle Formen der Herrschaft!
Heraus zur NoWEF – Demo am Samstag 14. Januar 2017!

#NoWEF2017

Jan
18
Mi
Rechtsextremismus in der Schweiz – aktuelle Lage ¦ Vortrag von Hans Stutz, Journalist @ Cigno Nero
Jan 18 um 19:30
Jan
21
Sa
Wissen erarbeiten & vermitteln ¦ Rechstextremistischer Lifestyle: Musik, Aussehen, Internet, Gruppierungen (mit kleiner Verpflegung) @ Cigno Nero
Jan 21 um 14:00 – 18:00
Jan
26
Do
Antirassistische Perspektive Bern @ Cigno Nero
Jan 26 um 19:30
Jan
27
Fr
Hitparade gegen Rechts @ Cigno Nero
Jan 27 um 20:00
Jan
28
Sa
Der NSU-Komplex (Doku, 2016 DE) @ Cigno Nero
Jan 28 um 19:30
Feb
2
Do
Solidarität mit Nekane: Infoabend mit „Bilgune feminista“ @ Kino in der Reitschule
Feb 2 um 20:30

Seit mehr als neun Monaten sitzt die baskische Aktivistin Nekane Txapartegi in der Schweiz in Auslieferungshaft. Saioa und Miren vom feministischen Netzwerk „Bilgune feminista“ schildern uns die Kämpfe der Frauen im Baskenland, analysieren die politischen und bewaffneten Konflikte aus feministischer Sicht, berichten über die Situation von Frauen in den Gefängnissen und erzählen uns über die aktuellen Auseinandersetzungen zu den Perspektiven von feministischer Selbstbestimmung und kollektiver Ermächtigung. Ebenso Thema an dem Abend sind die Geschichte, der Hintergrund und die aktuelle Situation von Nekane.

Feb
4
Sa
Die CH hat ein Rassismusproblem @ Waisenhausplatz
Feb 4 um 14:00 – Mrz 4 um 05:00

…und wir ein Problem mit Rassismus und der CH!

Gehen wir gemeinsam auf die Strasse, gegen Grenzen, Rassismus und Unterdrückung!

Mehr Infos gibts hier: Bleiberecht

Feb
8
Mi
FuF – Lesezirkel: Laurie Penny „Babys machen“ @ Infoladen Bern
Feb 8 um 19:00
Feb
9
Do
Film und Diskussion „Paris Rebelle – Zwischen Rechtsruck und Revolte“ @ Kino in der Reitschule
Feb 9 um 20:00

In der von Left Report, North-East Antifascists (NEA) und deren Freund*innen veröffentlichten Dokumentation „Paris Rebelle – Zwischen Rechtsruck und Revolte“ geht es u.a. um das Gedenken an den von Nazis ermordeten Antifaschisten Clément Méric, den andauernden Rechtsruck in Frankreich sowie den Widerstand gegen die neoliberale Arbeitsmarktreform. Während der sozialen Kämpfe gegen dieses sogenannte „Loi El Khomri“ wurde nicht nur in ganz Frankreich gestreikt, sondern auch die neue Protestbewegung namens Nuit Debout hervorgebracht, denen die Staatsmacht mit aller Gewalt und Repression begegnet. Im Rahmen der Dreharbeiten wurden zahlreiche Aktivist*innen von der AFA Paris, La Horde, der RAGE Genf, der CNT, der Rap-Kombo Première Ligne und viele weitere interviewt.

Feb
11
Sa
Vortrag: Make racists afraid again! (Antifa United Frankfurt) @ Effi29
Feb 11 um 19:30 – 22:30

Die letzten Jahre waren geprägt von einem Erstarken rassistischer, antisemitischer und sexistischer Bewegungen und Gewalt in Deutschland. Zu Beginn beinahe nur von PEGIDA und AfD propagierte Ressentiments finden immer mehr Anklang in der gesamten Gesellschaft und werden, aufgegriffen durch Politiker*innen, zunehmend Teil des politischen Diskurses. Das führt dazu, dass sich strukturierte (neu)rechte Gruppierungen immer mehr in Sicherheit wähnen und ihr Gedankengut durch Angriffe, Hetze, etc. ungehemmt ausleben.
Im Vortrag der Gruppe Antifa United Frankfurt wird ein Einblick in die örtlichen rechten Umtriebe gegeben. Wie sind Neonazis organisiert? Welche Aktionsformen bedienen sie sich? Wie ist der politische Nährboden aus der rechtsradikale Gewalt agiert?

Des Weiteren hat es antifaschistische Bewegung in den vergangenen Jahren verpasst mögliche Antworten und Umgangsformen auf rechte Aktivitäten zu finden. Diesbezüglich wird die antifaschistische Kampagne «Make racists afraid again» vorgestellt. Durch die Kampagne soll antifaschistische Organisierung, Vernetzung und öffentliche Präsenz in der Stadt und im Umland vorangetrieben werden. Hierbei werden zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen veranstaltet, sowie für den 25. Februar eine Abschlusskundgebung organisiert.

Mehr zur Kampagne «Make racists afraid again» findest du unter http://www.antifa-united.com/

Kommende Daten:
25. Februar Frankfurt – Make racists afraid again! Antifa Demo
18. März Bern – Rechte Hetze Stoppen
19. März Zürich – 100 Jahre SVP im Kanton Zürich verhindern

Soliparty im Dachstock @ Dachstock
Feb 11 um 20:00

Am 11.02. findet im Dachstock mal wieder eine Soliparty statt. Verpasst die gute Gelegenheit nicht wieder einmal für was gutes zu feiern. Auch musikalisch lohnt es sich. Zum Beispiel wegen
KT GORIQUE die ziemlich nicen französischen Rap macht. Überzeug dich selbst: https://www.youtube.com/watch?v=EawAghn588Q

Weiterhin wird es Infotische, inhaltliche Veranstaltungen und eine fette Afterparty. Das Beste daran? Alle Einnahmen kommen Projekten in der Nordsyrischen Region Rojava zu Gute, die mit dem Demokratischen Konföderalismus eines der revolutionärsten Projekte unserer Zeit verfolgt. Gleichzeitig wird die dortige Gesellschaft von allen Seiten durch reaktionäre Kräfte angegriffen und befindet sich in Mitten des syrischen Bürgerkrieges.
Sie können also alle Unterstützung gebrauchen.
Hoch die transnationale Solidarität!

Wir sehen uns also zu erst an der Bleiberechtdemo und dann eine Woche später im Dachstock.
Auch ganz schick ist die Soliveranstaltung paar Wochen später: https://www.facebook.com/events/379540522401008/

Feiern tun wir ja äusserst gerne, dann ist es doch um so besser wenn es auch mal was gutes bewirkt. 🙂

party header

Feb
15
Mi
FuF – Geschlecht und Brettspiele @ Infoladen Bern
Feb 15 um 19:00
Mrz
1
Mi
FuF – Lesezirkel: Die andere Beziehung @ Infoladen Bern
Mrz 1 um 19:00
Mrz
4
Sa
Soliparty: Jam of Chaos @ Dachstock
Mrz 4 um 16:00

SOLIPARTY

Jam of chaos
Name ist Programm.

16:00 Jeteur de Pierres X Ego King Clothing drawing session
20:00 Dj Pablo Lobsang
22:00 PeterHans X The Capitolz
23:00 Freestyle-MC show
24:00 Chaostruppe
01:30 The Secret Golden Pyramid Raidin‘ Boom Bap Clique
Dj Pablo

Free entry ===> kollekte

Mrz
18
Sa
ABGESAGT! „Brennpunkt Schweiz“ – Sabotieren, blockieren, angreifen! @ Bern
Mrz 18 ganztägig

Da die Kundgebung von „Brennpunkt Schweiz“ nun nicht stattfinden wird, müssen wir gar nicht erst auf die Strasse um sie von Bern fernzuhalten. Trotz der Absage kursieren wirre Aufrufe unter Nazis und Rechtsgesinnten trotzdem nach Bern zu reisen. Wir behalten uns vor entsprechend darauf zu reagieren.

Es wird als alternativprogramm ein kleines Fest in der Reitschule geben, mit Essen, Diskussionen, Spielen, Musik usw… Wir sehen uns und bleiben bereit.

Antifaschismus bleibt handarbeit!

 

Offizieller Aufruf der Organisator*innen der Gegenkundgebung: Rechte Hetze stoppen!

——————————————————————————————-

Das Bürgerkomitee “Brennpunkt Schweiz” will am 18. März 2017 auf dem Bundesplatz für die strikte Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative demonstrieren. Unter dem Motto „Wir sind Direkte Demokratie“ plant die Gruppe einen Grossprotest auf dem Bundesplatz in Bern. Ein Blick auf die Köpfe des Organisatorenkomitees zeigt, da sind altbekannte am Werk.

Einer davon ist zum Beispiel Nils Fiechter, der zwanzig jährige Sachbearbeiter aus Frutigen, welcher zuletzt aufgefallen ist, als er dazu aufrief Opfer sexualisierter Gewalt zu verspotten. Zuvor machte er sich bereits einen zweifelhaften Namen, als er versuchte mit rassistischer Stimmungsmache die Debatte um ein Burkaverbot anzuheizen.

Zudem ist auch der 26 jährige, ebenfalls als Sachbearbeiter tätige Anian Liebrand mit von der Partie. Er versuchte sich z.B. nach den Gegenprotesten zur MiniKundgebung“ gegen den geplanten Sexualkundeunterricht im Kindergarten“ als Hilfssheriff und veröffentlichte Bilder von linken Gegendemonstrant*innen im Internet. Für diese Aktion wurde Anian sogar vor Gericht verurteilt. Als wäre dies nicht genug, tummelt Anian sich gerne unter Antisemiten und Verschwörungstheoretikern, so arbeitete er auch schon mal mit dem Blogger Manfred Petritsch zusammen.

Der dritte und Vorsitzende des Komitees „Brennpunkt Schweiz“ ist der unscheinbare Markus Holzer. Ansässig im Thurgau, in grossem Haus mit Doppelgarage und riesiger Autoeinfahrt macht er sich schon gerne mal Sorgen über die Platzverhältnisse im Land. Besonders der Nachwuchs der muslimischen Bevölkerung scheint ihm diesbezüglich ein Dorn im Auge zu sein. So steht er an vorderster Front, wenn es um’s Schüren xenophober (fremdenfeindlicher) Stimmung geht.

Unter der Führung dieser drei Herren soll am 18. März in Bern die Kundgebung stattfinden. Dies gilt es mit allen Kräften zu verhindern!

Bereits in den letzten Jahren versuchten einige Arschlöcher immer wieder in Bern ihre rassistische, nationalistische und menschenverachtende Scheisse zu äussern. So z.B. 2014 als es eine Kundgebung unter dem Motto „Stopp Kuscheljustiz“ geben sollte, oder im Jahr 2015 als sich PEGIDA in der Schweiz ausbreiten wollte. Antifaschistische Gegenproteste waren schnell organisiert, so dass die kümmerlichen Versuche nationalistische Kundgebungen zu organisieren bereits in der Planungsphase scheiterten.

Jedoch geht es nicht immer so energiesparend, oft wird auch konkreter Widerstand und tatkräftiges anpacken benötigt wie die letzten paar Jahre zeigten: Antifaschist*innen haben Ende der 90er Jahre in Bern begonnen, Nazis, Rassisten und Patrioten entschlossen entgegenzutreten. Über Jahre wurde der Antifaschistische Abendspaziergang durchgeführt und das Naziproblem konnte im Städtischen Raum grösstenteils gelöst werden. Im Jahr 2007 konnte der „SVP – Marsch auf Bern“ dank antifaschistischer Intervention verhindert werden. Auch der reaktionäre „Marsch fürs Läbe“ welcher jährlich fundamentale, homophobe ChristInnen anzieht, konnte 2016 in Bern gut gestört werden, so dass wir davon ausgehen können, dass er nicht wieder in Bern abgehalten werden wird. An diese kämpferische Geschichte gilt es am 18.März in Bern anzuknüpfen!

Welcome to Hell!

 

Mrz
22
Mi
FuF – Film: Genderwonderland @ Infoladen Bern
Mrz 22 um 19:00

Filmvorführung Genderwonderland unter Anwesenheit der Filmemacherin Michelle Biolley mit Diskussion. siehe genderwonderland.com Gibt es Genderwonderland? Diese Frage lässt sich nicht vom Sofa aus beantworten, und so begibt sich Filmemacherin Michelle «Jazzie» Biolley buchstäblich auf die Reise. Die Suche nach Menschen, die Geschlecht jenseits von gängigen Kategorien leben und nach Orten, an denen das möglich ist, führt sie und uns auf vier verschiedene Kontinente. So verschieden wie die portaitierten Personen sind die Orte: Von gelebter Genderutopie im französischen Folleterre bis hin zu beklemmendem Schweigen im Oman. Michelle Biolleys Gesprächspartner*innen berichten von der aufregenden Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten, Geschlecht in vielen Facetten zu erkunden, aber auch von der Anstrengung, in eine Welt nicht hineinzupassen, in der klischeebeladene Vorstellungen von «Frau» und «Mann» immer noch die Regel sind und weitere Geschlechter kaum Platz haben.

Mrz
25
Sa
Demo gegen Erdogan und Diktatur @ Reitschule Bern
Mrz 25 um 13:15 – 14:15

Demo gegen die Diktatur Erdogans, 25. März 13:15 Reitschule

Tag für Tag spitzt sich die politische und humanitäre Lage in der Türkei zu. Seit den Erfolgen der demokratischen Kräfte im Kampf gegen den Islamischen Staat in Nordsyrien und den damit verbundenen Bestrebungen für ein freies Kurdistan, verschärft der Türkische Präsident Erdogan seine Politik gegen jegliche politische Opposition.
Foltergefängnisse, politisch motivierte Haft für Journalist*Innen und das Schüren von Nationalismus, Islamismus und Rassismus sind keine neue Phänomene in der Türkei. Doch seit dem Beginn des Wahlkampfes für die Wahlen im Jahre 2015 greift Erdogan zu immer drastischeren Mitteln. So erklärte er den Friedensprozess mit der PKK für beendet und weitete die militärischen Angriffe gegen die kurdische Zivilbevölkerung im Südosten der Türkei, aber auch gegen die PKK in Süd- und Nordkurdistan, aus. Ganze Städte wurden dem Erdboden gleich gemacht und viele Zivilisten wurden gezielt getötet.
Seit dem gescheiterten Putschversuch im Sommer 2016 wurden hunderttausende Menschen inhaftiert oder aus dem öffentlichen Dienst entlassen. Seither scheint Erdogan keine Grenzen mehr zu kennen und führt die Türkei immer weiter in Richtung einer Diktatur. Mitte April wird schlussendlich darüber abgestimmt, ob eine entsprechende Verfassungsänderung in Kraft treten soll, um die Türkei faktisch in eine Diktatur zu verwandeln. Damit wären Erdogans Machtfantasien umgesetzt.
Die Europäische Politik sieht dabei tatenlos zu. Zu viel Interesse hat die EU daran, dass flüchtende Menschen in der Türkei interniert werden oder nicht einmal in die Türkei gelangen können. Zu viel Interesse hat die Wirtschaft am Absatzmarkt in der Türkei. So wurden im Jahre 2016 sogar Waffen für über 60 Millionen Euro aus Deutschland an die Türkei geliefert. An Europas Händen klebt Blut – einmal mehr.

13:15 Reitschule Bern
Danach Kundgebung auf dem Bundesplatz

Apr
1
Sa
1. Strassenkongress @ Loryplatz Bern
Apr 1 um 15:00 – 21:00
Apr
4
Di
Black Feminism – eine Kolumbianische Perspektive @ Frauenraum
Apr 4 um 19:00 – 21:30

(offen für alle Geschlechter)

Francia Márquez wird über ihre Erfahrungen als afrokolumbianische Aktivistin in Kolumbien reden und von den Kämpfen und Strategien der (schwarzen) Frauenbewegung berichten – auch im Zusammenhang mit dem aktuellen Friedensprozess.

Francia Márquez ist eine kolumbianische Menschenrechtsaktivistin. Sie wurde in Buenos Aires, im Departement Cauca (Kolumbien) geboren, wo sie vehement gegen den illegalen Bergbau kämpfte. Aufgrund ihres Aktivismus wurde sie massiv bedroht und war Ende 2014 gezwungen aus ihrer Heimatregion zu flüchten.

Im Jahre 2015 erhielt Francia den kolumbianischen Preis für die Verteidigung der Menschenrechte. Sie erhielt den Preis vor allem für ihr Engagement bei der „Marcha de los Turbantes“: Afrokolumbianische Aktivistinnen marschierten nach Bogota und besetzten Räume des Innenministeriums. Sie forderten von der kolumbianischen Regierung die sofortige Umsetzung von Massnahmen gegen die rücksichtslose Ausbeutung des Bodens in ihrer Region.

Momentan repräsentiert sie den Kommunalrat „La Toma“ und studiert Rechtswissenschaften.

Eintritt: Kollekte

Apr
22
Sa
Bern goes Köln – AFD Parteitag verhindern! @ Köln
Apr 22 um 08:30 – Apr 23 um 09:00

Am 22. April will die AfD (Alternative für Deutschland) in Köln ihren Parteitag durchführen. Die Partei welche wesentlich für die rassistische Stimmungsmache gegen geflüchtete Menschen verantwortlich ist, kann nicht in Ruhe gelassen werden. In diesem Sinne schliessen wir uns dem OrgaBündnis an: Nationalismus ist keine Alternative!

In Bern wurde es dieses Jahr noch nicht nötig mit Blockanden, Sabotage und Angriffen gegen die Rassisten vorzugehen – In Köln wird es anders sein. Die Stadt bereitet sich auf grosse Gegenkundgebungen vor, tun wir dies auch! Lassen wir den Rassisten, Sexisten und Nationalisten keinen Platz, egal ob Bern oder Köln!

Mai
25
Do
(Auf-)Fahrt nach Hamburg Solidaritätsfest Vortrag, Essen und Konzert @ Reitschule, Tojo
Mai 25 um 17:00 – 23:45

Die Repräsentanten der 20 mächtigsten Staaten der Welt treffen sich am 7. & 8.

Juli mitten in Hamburg. Dieser Aufmarsch der Macht wird nicht unwidersprochen

und auch nicht störungsfrei über die Bühne gehen. Der linke Widerstand gegen

Krieg und Kapitalismus bereitet sich seit Monaten auf Proteste und Blockadeaktionen vor. Um die Hunderttausend Demonstrant_innen werden in Hamburg erwartet. Die Reitschule wird am Wochenende des G20-Gipfels ihre Tore schliessen und gemeinsam nach Hamburg reisen. Der Extrazug dafür ist bereits gebucht. Die Retour-Tickets können für 110 Fr. im Rest. Sous le Pont gekauft werden. Neben Putin, Trump, Merkel und Co, ist auch der türkische Möchtegern Sultan Erdogan zum G20-Gipfel eingeladen. Das Solidaritätsfest an Auffahrt befasst sich thematisch mit der Situation in der Türkei sowie der kurdischen Befreiungs-bewegung. Der Liedermacher Cetin Oraner, der als Kind mit seinen Eltern aus der Türkei nach Deutschland migriert ist, und für „die Linke“ im Münchner Stadtparlament sitzt, bringt dazu seine kurdischen, türkischen und internationalen Widerstandslieder mit.

(Auf-)Fahrt nach Hamburg Solidaritätsfest: Vortrag, Essen und Konzert

Donnerstag, 25. Mai 17, Tojo, Reitschule Bern

17:00 Uhr: Infoveranstaltung zu den Protesten gegen

den G20-Gipfel, sowie zur Situation in der Türkei nach dem Referendum. Mit Cetin

Oraner und StopG20-Aktivist*innen aus Deutschland und der Schweiz.

19:00 Uhr:

Kurdisches Essen im Innenhof

20:00 Uhr:

Konzert mit Cetin Oraner

Mai
26
Fr
Anarchistische Büchermesse 2017 @ Gertrud Woker Mensa
Mai 26 – Mai 28 ganztägig

Die anarchistische Buchmesse wird dieses Jahr wieder in Bern, am Pfingstwochenende vom 26. bis 28. Mai, in der Gertrud Woker Mensa (Gertrud Woker Str.3) stattfinden.

Das Programm folgt bald*

Jun
17
Sa
Antiracup Bern @ Schulhaus Buchsee Köniz
Jun 17 um 10:00 – 19:00

Solidarisch Fussball spielen, essen & trinken und sich austauschen.

Jun
29
Do
Friedel54 verteidigen @ Friedel 54
Jun 29 um 09:00

NEIN ZUR ZWANGSRÄUMUNG VON FRIEDEL 54

Dienstag, den 06.06.17 ab 19 Uhr in die Friedelstr. 54, nahe U-Bahn Hermannplatz (U8).
Ein Abend der Solidarität, der Unterstützung, der offenen Debatte und des Austauschs begleitet von unseren Menü: Reis mit Erdnusssosse .
friedel-06-06-de

NON A L’EXPULSION DE LA FRIEDEL 54
Venez nombreux le Mardi 06 Juin 2017 à  partir de 19h à l’adresse Friedelstr. 54, U-Bahnhof Hermannplatz (U8).
Soirée de solidarité, de soutien, de débat ouvert et de partage autour de notre menu le riz à  la sauce d’arachide.
friedel-06-06-fr

NO TO THE EVICTION OF FRIEDEL 54
Come by Tuesday the 6th of June 2017 at Friedelstr. 54, close to U-Bahn station Hermannplatz (U8).
An evening of solidarity, support open debate and shared experi ence accompanied by our menu: rice with peanut sauce .
friedel-06-06-en

Jul
6
Do
Save the date: G20 @ Hamburg
Jul 6 – Jul 9 ganztägig

SAVE THE DATE

Sep
8
Fr
Free Nekane! Demo Schützenmatte
Sep 8 um 13:00
Okt
6
Fr
Antifa Demo 06. Oktober 2017 @ Zytglogge
Okt 6 um 19:30

Bern bleibt Nazifrei, einmal mehr aus die Strasse gegen Rechts! Alerta Alerta Antifascista*e!

19:30, Zytglogge, Bern

AntifaDemo 6.Oktober 2017 @ Zytglogge Bern
Okt 6 um 19:30 – 20:30

Aufruftext zur antifaschistischen Demonstration am 06. Oktober 2017 in Bern – Zeit und Ort wird noch bekannt gegeben.

In jüngster Zeit haben sich in Bern und Umgebung faschistische, rassistische und sexistische Vorfälle gehäuft. Als Antifaschist*innen finden wir es wichtig, nicht einfach wegzusehen, sondern diese Entwicklungen zu thematisieren und konsequent zu handeln. Deswegen rufen wir am 06. Oktober zu einer lauten und bunten antifaschistischen Demonstration auf.

Neofaschistische und rassistische Gesinnungen traten in den vergangenen Wochen und Monaten häufig in ländlichen Gegenden in Erscheinung. So formierte sich im Juli in Wileroltigen (BE) ein sogenanntes «Bürgerkomitee», welches gegen einen Transitplatz für Fahrende vorgehen wollte. Eine angekündigte Grossdemonstration gegen den Transitplatz wurde aus Furcht vor dem zu erwartenden unkontrollierbaren rechten Mob abgesagt. Rechtsextreme Gruppierungen wie beispielsweise Blood and Honour (1), die Hammerskins (2) oder die Identitäre Bewegung (3) sehen im idyllischen Hinterland einen sicheren Rückzugsort, wo sie sich ungestört treffen oder überregional beworbene und bekannte Konzerte organisieren können.

Doch auch im Umland und in den Städten versuchen rechte Jugendliche und Neonazis vermehrt in Erscheinung zu treten. In Bern kippte die Partei National Orientierter Schweizer (PNOS) (4) in den Morgenstunden vom 02. September über 10`000 Flyer auf die Strassen der Berner Altstadt. Die Flyer, welche optisch Flugzeugtickets glichen, forderten mit dem Aufdruck «Ab: Schweiz, Ziel: Eritrea, one-way» die Rückführung geflüchteter Menschen. Diese Aktion richtete sich gegen den jährlich stattfindenden Solidaritätslauf für Sans-Papiers. Des Weiteren versucht die PNOS in verschiedenen Kantonen Fuss zu fassen, wie die jüngste Sektionsgründung in Solothurn gezeigt hat.

Bei Stadtfesten, wie in Bern (Bümplizer Chilbi), Thun (Thunfest) oder Solothurn (Biertage) fielen zuletzt Rechtsextreme und Mitläufer*innen durch das Tragen von faschistischen Symbolen, das Grölen von rechten Parolen und das Zeigen von Hitlergrüssen auf. In Thun und Solothurn riefen Ende Juni 2017 rechte Esotheriker*innen der Gruppe Wedia Helvetia zu Diskussionsveranstaltungen auf, um völkische, nationalistische und neonazistische Ideen auszutauschen.

Die genannten Vorfälle gehen einher mit dem gesellschaftlichen Rechtsrutsch der letzten Jahre. Wie sehr Diskriminierungsmechanismen wie Rassismus und Sexismus in die Normalität des Alltags eingeflossen sind, zeigte ein Vorfall Ende Juni 2017 im städtischen Parlament in Bern. Der SVP-Stadtrat Erich Hess konnte rassistische und sexistische Bemerkungen äussern, ohne auf Widerstand der Anwesenden zu stossen. Auch bei den linken Parteien scheint rechtes Gedankengut salonfähig geworden zu sein: Parteien wie die SP tragen die repressive Asylpolitik mit, statt sich dagegen zu positionieren.

Der parlamentarische und gesellschaftliche Rechtsrutsch, sowie der neue Aktivismus von faschistischen Gruppierungen ähneln den Entwicklungen von 2007. Höhepunkt der damaligen Ereignisse bildete der Versuch der SVP, am 06. Oktober 2007 zu einem der faschistischen Rhetorik angelehnten «Marsch auf Bern» zu mobilisieren. Neonazis, Wutbürger*innen und Parteimitglieder versuchten jedoch vergeblich, ihre rassistische Gesinnung auf die Strassen Berns zu tragen.
10 Jahre später ist unsere Kritik nicht schwächer geworden. Antifaschismus ist nach wie vor notwendig!

(1) https://www.antifa.ch/blood-honour/
(2) https://www.antifa.ch/hammerskins-schweiz/
(3) https://www.antifa.ch/generation-identitaires-genevois/
(4) https://www.antifa.ch/pnos-schweiz/

Okt
7
Sa
Demo: Lasst uns die Stadt so leben, wie wir es wollen!
Okt 7 um 17:00

Wir wollen kollektive Lebensräume und die Mauern der Stadt wieder anmalen. Wir wollen auf öffentlichen Plätzen essen, wilde Konzerte feiern, eine Kletterwand an der Kathedrale. Wir wollen Gemüsegärten an jeder Ecke der Strassen, selbstverwaltete Ateliers um unsere Fahrräder zu flicken und um Schiffe zu basteln. Wir wollen Kitas in unseren Quartieren und das „B-Ausweis“-System bekämpfen. Wir wollen tolle Bars, die für alle zugänglich sind und Platz für unsere Träume.

Und demonstrieren wann immer wir wollen!

Wir wollen keine Bullen, die uns überall überwachen, keine Bewilligungen einholen müssen um in der Rhone zu schwimmen. Wir wollen keine Läden, in die wir nicht rein dürfen. Wir wollen keine klinisch sauberen Räume, keine überteuerten Wohnungen. Wir wollen keine Banken, die wir nicht mal überfallen können, keine beschissenen Werbungen für Bonzenkarren, keine TPG-Kontrollettis die sich für die Cowboys der Trams halten.

Der Staat fährt weiter mit seiner Offensive um die Stadt zu kontrollieren und um sie dann auf dem Servierplateau dem Weltwirtschaftsmarkt vorführen zu können. Das Haus Malagnou ist immer noch gefährdet, L’Usine reicht uns nicht und die städtischen Projekte erdrücken unsere Träume. Das darf nicht mehr so weiter gehen!

Organisieren wir uns um die Stadt so zu leben, wie wir es wollen. Erwarten wir nichts mehr von den politischen Parteien, die lieber weiterhin um ihre selbstgemachten Krisen kümmern, ohne sie zu lösen. Demonstrationen sind gute Momente um Beziehungen zu knüpfen und um Präsenz zu markieren.

Okt
14
Sa
Antiracupfestival 2017 @ Bern
Okt 14 um 20:00

https://www.facebook.com/events/176280806231049/?fref=ts

Okt
28
Sa
Demo zum Reitschuljubiläum!! 30 Jahre sind nicht genug – Die Utopie ins hier und jetzt holen! @ Bärengraben Bern
Okt 28 um 18:00

30 Jahre Reitschule, 30 Jahre Kampf um Freiraum, 30 Jahre Rebellion

Unser Geschenk zum 30 Jährigen der Reitschule in Bern: Eine kreative, bunte, laute, rebellische Demo für Freiräume, gegen Gentrifizierung und zur Verteidgung autonomer Räume!

Freiraum muss selber gemacht werden – Autonome Zentren überall!

Nov
11
Sa
Infoveranstaltung mit linksunten.indymedia @ Infoladen Reitschule
Nov 11 um 19:30 – 21:45

„All Computers Are Beschlagnahmt“
Infotour zum Verbot von Indymedia linksunten

Im Zuge des Verbotes von Indymedia linksunten am 25. August 2017 fanden Razzien in vier Wohnungen und dem Autonomen Zentrum KTS in Freiburg statt. Dabei wurde die KTS verwüstet und sowohl dort als auch bei den Betroffenen Technik und Geld im Wert von mehreren zehntausend Euro beschlagnahmt. In dieser Veranstaltung wollen wir eine Einordnung des Verbots von Indymedia linksunten vornehmen, euch den Ablauf der Ereignisse schildern und über den aktuellen Stand der Klagen informieren. Zudem wollen wir auch über (un)solidarischen Umgang in der Szene und Unterstützungsmöglichkeiten reden.

11.11.2017 / 19.30 Uhr / Infoladen / Reitschule Bern

Nov
18
Sa
„OISI STADT – OISI QUARTIER!“ Demo in Zürich @ Röntgenplatz
Nov 18 um 14:00
Nov
25
Sa
!!! Demo – Bahnhöfli bleibt!!!
Nov 25 um 15:30
Kampftag gegen alle Formen von Gewalt an Frauen* @ Polyterrasse ETH
Nov 25 um 16:30
Dez
23
Sa
Kundgebung „Zäme gege Repression“ @ Lindenberg/Ecke Rihentorstrasse
Dez 23 um 15:00
Jan
13
Sa
No Wef Demo 2018 @ Käfigturm
Jan 13 um 15:00
Jan
16
Di
Solizeichnen für pol.Gefangene in der Türkei @ Cafe Kairo
Jan 16 um 18:00 – 23:00

Gemeinsames Zeichnen und Briefe schreiben für politische Gefangene in der Türkei mit Input von DemKurd zur aktuellen Lage in der Türkei

Ab 18Uhr, Cafe Kairo, Lorraine Bern – Freiheit für alle politischen Gefangenen!

Jan
19
Fr
Anti-WEF Konzertabend @ Cafete
Jan 19 um 20:30 – 23:45

Konzertabend mit Infotischen, Essen, Trinken & gemütlichem Beisammensein…

mit dabei: Intare (Rap, DE) und Fuchs & Porzelan (HipHop, Bern)

Jan
23
Di
Revolutionärer Block – NoWEF Demo Zürich @ Zürich
Jan 23 um 18:00
Feb
1
Do
#DefendAfrin – Grossdemo @ Bern
Feb 1 um 14:00 – 17:00

Grossdemo in Bern gegen Erdogans Krieg gegen Afrin. Zeit und Besammlungsort folgen bald.

Feb
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Sa
Kampf der Diktatur in der Türkei! Solidarität mit dem Widerstand! @ Basel
Feb 3 um 14:00 – 17:00

Kampf der Diktatur in der Türkei! Solidarität mit dem Widerstand!

In einem türkischen Knast am Rande Ankaras bittet ein Insasse um ein Buch. Der Wärter antwortet ihm: “Du willst das Buch? Du kannst den Autor persönlich treffen, er sitzt im gleichen Gebäude wie du!”

Eine Diktatur wird aufgebaut

Die Marschrichtung in Erdogans Türkei ist klar: Eine Diktatur wird aufgebaut. Paranoid und brutal schlägt der Staatsapparat um sich. Ein Kommentar auf Facebook reicht, um im Gefängnis zu verschwinden. Dort gibt es eigentlich längst keinen Platz mehr. Die Insassen schlafen zum Teil im Turnus, da die Zellen massloss überbelegt sind. Allein seit dem mutmasslichen Putschversuch im Juli 2016 wurden über 62’000 Menschen verhaftet und über 146’000 wurden von ihren Arbeitsstellen entfernt (Lehrer*innen, Gewerkschafter*innen, Bürgermeister*innen etc.) Im Gefängnis sitzen hunderte Journalist*innen, mehrere hundert Kleinkinder (da beide Eltern auch im Gefängnis sind), ganze Universitäten wurden geschlossen, sowie fast 200 Medienhäuser (vgl. turkeypurge.com). In den kurdischen Gebieten machte die Armee buchstäblich ganze Quartiere und Städte dem Erdboden gleich und installierte an Stelle der gewählten Vertreter*innen eine Militärverwaltung. Gegenüber den Kurd*innen findet ein Vernichtungskrieg statt, der natürlich an den Grenzen der Türkei nicht halt macht. Neben Kurd*innen und Linken sind insbesondere auch Frauen und LGBT-Personen Zielscheibe der aktuellen Entwicklung: Die Rechte werden stark eingeschränkt und die Gewalt gegen sie ist in den letzten Jahren explodiert. 

Brüchige Herrschaft

Seit Monaten hören wir von den Säuberungen und allmählich schleicht sich eine Normalisierung ein. Die Situation in der Türkei scheint sich durch eiserne Repression stabilisiert zu haben und bekommt immer weniger Aufmerksamkeit. Doch die Herrschaft von Erdogans AKP ist brüchiger als es von hier aus scheinen mag.

Der Widerstand ist trotz all der Repression nicht gebrochen. In den Gefängnissen entzündet sich der Kampf zurzeit am Widerstand gegen neu eingeführte uniforme Kleidung für Insassen. Es gibt immer wieder sehr grosse Streiks und die kurdische Bewegung kämpft weiterhin entschlossen für demokratische Selbstbestimmung. Es gilt sich auch in Erinnerung zu rufen, dass beim Referendum im Frühjahr 2017 trotz massiven Wahlfälschungen und Einschüchterungen mehr als 48 Prozent der Bevölkerung Nein stimmten. Mit dem Referendum wollte Erdogan den autoritären Verfassungsumbau absichern. Es zeigte sich aber vor allem die tiefe Spaltung des Landes. 

Dazu kommt die wirtschaftliche Lage, die sich durch die permanente Kriegssituation (im In- und Ausland) rapide verschlechtert. Vordergründig prognostiziert sich die Türkei zwar weiterhin ein grossartiges Wirtschaftswachstum. Gleichzeitig ist aber auch die Verschuldung des Staates explodiert und die Arbeitslosigkeit steigt seit 2012 an. Es zeigen sich auch zunehmend Konflikte zwischen Grossunternehmer*innen und Erdogans Clique. 

Beteiligung von EU und Schweiz

Die EU und die Schweiz arbeiten weiterhin eng mit der Türkei zusammen. Zwar gibt es immer stärkere diplomatische Spannungen: denn auf der einen Seite zelebriert sich Erdogan in der Türkei als Vorkämpfer gegen eine westliche Dominanz und auf der anderen Seite sind die EU-Regierungen von der Anti-Muslimischen Hetze in ihren Ländern geprägt. Doch hinter der Kulisse dieser Beziehungskrise gehen Rüstungsexporte in die Türkei weiter und die wirtschaftliche Kooperation bleibt unangetastet. Der türkische Geheimdienst ist in Westeuropa sehr präsent und in den Polizeiapparaten verankert (hierfür gab es kürzlich auch ein Beispiel in der Basler Polizei). Zudem arbeiten insbesondere die deutschen Behörden dem türkischen Staat in die Hände, indem sie kurdische Aktivist*innen mit heftiger Repression überziehen. Und für die Migrationsabwehr der EU ist die Türkei ein wichtiges Bollwerk. Millionen geflüchteter Menschen, werden von der Türkei im Dienste Westeuropas zurückgehalten. 

Zusammen kämpfen

Die Türkei entwickelt sich zu einem Staat mit faschistischem Charakter. Eine ganze Bevölkerung wird verfolgt und eingesperrt. Diese autoritäre Entwicklung passt zu unserer Welt: Die Repression nimmt in den meisten Ländern zu, nationalistisches und frauenfeindliches Gedankengut breitet sich aus.

Doch es gibt auch überall Widerstand. Diesen gilt es über die Grenzen hinweg zu vereinen. Wenn wir hier in Solidarität mit den Menschen in den türkischen Gefängnissen auf die Strasse gehen, stärkt das den Widerstand dort. Genauso wie es uns hier stärkt und inspiriert, wie sich die kämpfende kurdische und türkische Bewegung nicht brechen lässt.

Lasst uns gemeinsam auf die Strasse gehen: Als aus der Türkei Geflohene; als Familienangehörige von Eingesperrten; als Menschen, die für eine solidarische Welt kämpfen wollen – Gründe gibt es genug!

Es lebe die internationale Solidarität!

Widerstand ist Leben!
Feb
9
Fr
Anarchietage Winterthur @ Alte Kaserne Winterthur
Feb 9 – Feb 11 ganztägig
Mai
11
Fr
Solikonzerte mit Pöbel MC, Best-Elle & Greis @ Reitschule, Bern
Mai 11 um 22:00 – Mai 12 um 04:00

Endlich ist es wieder soweit: Die nächste Soliparty im Dachstock steht an! Der gesamte Erlös kommt Projekten in Nordsyrien/Rojava zugute. Kommt vorbei!

Lineup:
– Greis
– best-elle
– Pöbel MC
– Afterparty mit Pipen & Böni [HipHop/Trap]

Eintritt Kollekte!

Jul
14
Sa
Demo gegen die europäische Migrationspolitik @ Zürich
Jul 14 ganztägig
Sep
20
Do
Safety for All! S20 Gegengipfel @ Salzburg
Sep 20 ganztägig

Am 20.September 2018 treffen sich die Staats- und Regierungsoberhäupter der Europäischen Union in Salzburg, Österreich, zu einem informellen Gipfel. Die Themen sind “innere und digitale Sicherheit” und “Bekämpfung der illegalen Migration” durch den sogenannten “Schutz” der EU-Außengrenzen. Für uns ist klar, dass damit die Ausweitung des tödlichen EU-Grenzregimes durch mehr Überwachung und Kontrolle gemeint ist, an den Außengrenzen und nach Innen. Diese “Sicherheit” bedeutet mehr von ihrer rassistischen, sexistischen und ausbeuterischen Politik und eine weitere Kriminalisierung der Widerstände.

Wir nehmen das nicht hin! Proteste gegen den Gipfel sind geplant!

Sep
24
Mo
Erdogans Staatsbesuch stören @ Berlin
Sep 24 um 00:00 – Sep 30 um 23:00

Wer einen Diktator, Kindermörder, Vergewaltiger, Folterer und Betrüger mit militärische Ehren empfangen will, muss sich auf unseren Widerstand gefasst machen. Zusammen mit vielen Wütenden, Entsetzten und Betroffenen wird der Staatsbesuch von Erdogan viel Protst auf die Strasse bringen. Auch wenn es ein paar Kilometer weiter ist, werden wir uns an diesem notwendigen Protest beteiligen. Im Kampf gegen Faschismus und seine Profiteure (wie die deutsche Wirtschaft) gibt es keine Grenzen! Hoch die antinationale Solidarität – auf nach Berlin! (Genaues Datum wird noch bekannt gegeben)