Mir heisä satt, d Drogäpolitik vo derä Stadt

Heute Samstag haben wir uns die Eröffnung des NeustadtLabs zum Anlass genommen, gegen die Drogenpolitik der Stadt Bern zu protestieren. Während der Rede von Stadtpräsident Alec von Graffenried störten wir die Veranstaltung mit einem übergrossen Joint und viel Rauch.

Die Stadt Bern setzt bei ihrer Drogenpolitik auf Repression und Verdrängung, nicht auf echte Lösungsansätze. Im Umkreis der Reitschule werden wir immer wieder Zeug*Innen, wie die Polizei auf rassistische Hetzjagden geht, um irgendwelche Kleindealer zu verhaften, die selber zu den Ausgebeuteten und zu den ärmsten der Gesellschaft gehören. Die Stadt Bern agiert schon lange mit Repression und hat damit das Problem nur verschoben.

Die geplanten Aufwertungen der Stadt Bern, wozu auch das NeustadtLab gehört, hemmen den Deal keineswegs. Es führt nur zu einer Verschiebung des Problems. Gleichzeitig führt die Kommerzialisierung des öffentlichen Raums auch zu einer Verdrängung aller, die sich den Konsum nicht leisten können oder wollen. Aufwertung führt zu Verdrängung!

Das NeustadtLab bekämpft keine Drogenprobleme in der Gesellschaft. Es führt zu Kommerzialisierung und drängt gesellschaftliche Randgruppen weiter aus dem Zentrum weg. Wir müssen uns unsere Freiräume selber erkämpfen und den öffentlichen Raum unkommerziell und gesellschaftlich nutzen.


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