Wir lassen uns nicht spalten – Wir bleiben revolutionär und solidarisch!

Hier die friedlichen Platzkundgebungen, dort dieser eine Saubannerzug, der keine politischen Ziele verfolgt. Bei der Demo habe es keinen politischen Inhalt gegeben. Reto Nause, Sicherheitsdirektor der Stadt Bern, plauderte während seiner Ferienabwesenheit mit den Medien und zeigte eindrücklich, wie banal und dumm die Spaltungsversuche der bürgerlichen Politik sind.

Wie oftmals betont: Es gibt verschiedene Formen des Widerstandes, die alle ihre Wichtigkeit haben. Die Gräueltaten in Afrin müssen ein Ende haben und die gesellschaftliche Revolution in Nordsyrien muss verteidigt werden. Schon lange befassen wir uns kritisch solidarisch mit der Revolution von Rojava. Verschiedene von uns haben die Region besucht und stehen in engem Kontakt mit der Bewegung vor Ort. Wir organisierten Informationsanlässe und unterstützen Projekte finanziell. So unterstützen wir die CELOX-Kampagne, welche blutstillende Bandagen den Internationalist*Innen an der Front zukommen lässt. Ausserdem unterstützen wir den Bau einer Schule in Kobane finanziell.

Da Reto Nause anscheinend widerspruchslos solche Scheisse verzapfen kann, möchten wir eine unvollständige Zusammenstellung der Aktionen seit dem Beginn des Angriffkrieges auf Afrin präsentieren:

  • 20. Januar: Demonstration in Zürich
  • 23. Januar: Fokus Afrin im revolutionären Block an der Anti-WEF-Demo
  • 25. Januar: Spontankundgebung Bahnhof Bern Danach fast täglich Spontankundgebungen
  • 26. Januar: Transpiaktion beim Bahnhof
  • 27. Januar: Grossdemo in Zürich mit über 15’000 Menschen, dafür fast ohne Medien
  • 31. Januar: Kundgebung Bahnhofplatz Bern
  • 1. Februar: Parolen beim DEZA an die Wände gemalt.
  • 3. Februar: Demo in Basel
  • 10. Februar: Grosse Demo in Bern, inklusive einer unbewilligten Vordemo
  • 12. Februar: Langer Marsch von Lausanne nach Genf
  • 23. Februar: Spontandemo um 00:00
  • 24. Februar: Demo in Zürich
  • 26. Februar: Aktion vor der tschechischen Botschaft für den inhaftierten Vorsitzenden der PYD
  • 27. Februar: Flyeraktion bei der Pressekonferenz des SECO zu den Kriegsmaterialexporten
  • 6. März: Spontankundgebung
  • 8. März: Flyeraktion anlässlich Frauen*kampftages auf dem Waisenhausplatz in Bern
  • 10. März: Defend Afrin Graffiti zu Ehren der gefallenen Internationalisten Kendal Breizh, Sahein Hosseini und Baran Galicia
  • 10. März: Schwerpunkt Afrin bei Frauen*kampfdemo in Zürich
  • 10. März: Spontandemo
  • 13. März: Kundgebung vor russischen Botschaft
  • 14. März: Kundgebung vor der türkischen Botschaft
  • 14. März: Aktion bei der Direktion für Völkerrecht
  • 15. März: Demonstration
  • 17. März: Demo in Basel
  • 17. März: Lärmaktion
  • 18. März: Newroz Fest mit anschliessender Demo durch die Stadt
  • 25. März: Unterstützung des Soli-Lottos für Rojava
  • 29. März: Transpiaktion an der Autobahn
  • 4. April: Aktion bei Rheinmetall in Ittigen bei Bern
  • 7. April: Demo in Bern

Daneben gab es überall auf der Welt kreative, künstlerische, friedliche und militante Aktionen und Demonstrationen, die hier in der Liste leider fehlen.

Nun also kommt dieser Reto Nause mit seinen unhaltbaren und lächerlichen Vorwürfen. Während die ganze Stadt mit Werbung und Leuchtschildern verschandelt ist, werden ein paar wenige politische Sprays als Gewalt bezeichnet und als Legitimierung für massivste strukturelle Gewalt seitens der Polizei und der Politik verwendet. Wir bleiben dabei: Der öffentliche Raum ist der Ort der politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzung!

Weil aber Reto Nause offenbar ein sehr politischer Mensch ist, hier eine kurze und vollständige Auflistung seiner Aktionen für Rojava und gegen das unnötige Leid, welches den Zivilist*innen angetan wird:

Huch… gar nichts dabei? Naja… er kümmert sich ja lieber um Krokodile und Wölfe im Tierpark Dälhölzli (siehe Nauses Blog).

Wir werden weiterhin unsere Politik verfolgen und lassen uns nicht spalten in „friedlich“ und „gewalttätig“. Unsere Solidarität gilt der Verteidigung Afrins. Unsere Tränen gelten den getöteten, verwundeten und vertriebenen Zivilist*Innen. Unser Hass gilt Erdogans faschistischem Regime und seinen dschihadistischen Helfern.

Rojava verteidigen – Dem Krieg kein ruhiges Hinterland!

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