Communiqué zur No-WEF Demo 2018

Rund 1000 Menschen nahmen sich heute in Bern die Strasse, um gegen das WEF und den Kapitalismus zu demonstrieren. Trotz hoher Polizeipräsenz und massiver Provokationen von Zivilpolizisten konnte die Demonstration erfolgreich durchgeführt werden.

Nachdem Trumps Teilnahme am Weltwirtschaftsforum für Furore und grosses mediales Echo gesorgt hatte, konnten wir heute unsere generelle Kritik am WEF und dem Kapitalismus als Ganzes anbringen.

Das Weltwirtschaftsforum versucht, sich als Plattform für konstruktive Lösungen globaler Probleme darzustellen. Es ist und bleibt jedoch ein Treffen für die Diskussion einer neoliberalen Agenda.

Angeblich sollen Probleme wie Fluchtbewegungen, die Unterdrückung der Frau*, die Krise der Demokratie oder der wachsende Nationalismus diskutiert werden. Ein Blick auf das Treffen offenbart: Die Teilnehmenden sind jene, die für diese Probleme selbst verantwortlich sind.

Während Menschen durch Landraub oder Umweltzerstörung zur Flucht gezwungen werden, sitzen Unternehmen, Institutionen und Staaten, die damit Gewinne erzielen, gemeinsam in Davos.
Firmen, die Waffen und Technik für Kriege produzieren, können sich ungestört mit Vertreter*Innen von Staaten austauschen, während Millionen Menschen vor Krieg und Elend fliehen. Am WEF stehen nicht die Menschen im Vordergrund, sondern der Profit. Am WEF sind nicht die Retter*Innen, sondern die Täter*Innen!

Die Kritik des WEF am Nationalismus ist ebenso zynisch. Die am WEF anwesenden Staatsoberhäupter und Minister*Innen betreiben eine Politik, die das Wohl des Nationalstaates über jenes der Gesellschaft stellt. In der Hoffnung, Krisen abzuwenden, schwören Staaten auf eine nationale Einheit. Solange es der Wirtschaft nicht dient, werden Grenzen für Menschen dicht gemacht während der transnationale Geldfluss unangetastet bleibt. Viele rechtspopulistische Parteien und Bewegungen wissen grosse Teile des Kapitals hinter sich! Sie hetzen gegen Migrant*Innen und Sozialhilfebezüger*Innen und vetreten gleichzeitig die Interessen der kapitalistischen Wirtschaft.

Diese Probleme werden nicht von ihren Verursachern behoben. Der Kapitalismus und seine Politik stehen dem Abgrund nahe und die Staaten sind bereit, Veränderungen mit viel Gewalt zu verhindern. Progressive Bewegungen, welche die Probleme an ihren Wurzeln packen wollen, werden weltweit verboten und bekämpft.

Den Angriffen von oben muss sich eine Bewegung von unten entgegenstellen und Alternativen zu dieser unsolidarischen, unterdrückerischen und gewaltsamen Gesellschaft zu schaffen.

Das NoWEF Programm geht weiter, in Bern und Zürich:

  • Dienstag 16.1.18 – Briefe schreiben für politische Gefangene in der Türkei, mit Imput zur aktuellen Gefangenensituation, ab 19Uhr CafeKairo
  • Freitag 19.1.18 – NoWEF-Konzerte iin der Cafete, Reitschule Bern, ab 21Uhr
  • Samstag und Sonntag – NoWEF Winterquartier in Zürich www.revmob.ch
  • Dienstag 23.1.2016 – „TrumpNotWelcome“ Demo mit revolutionärem Block in Zürich!

No WEF – No Capitalism – No Patriarchy

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