Stoppt den Krieg gegen die kurdische Bevölkerung! Zweite Demo in Bern!

Über 400 Menschen gingen am 9.Januar in Bern auf die Strasse, um auf das Blutbad in den kurdischen Gebieten aufmerksam zu machen. Die Situation vor Ort hat sich in den letzten Wochen weiterhin verschlimmert. Deswegen rufen wir für Samstag den 06.02 zu einer erneuten Demo gegen das Massaker in der Türkei auf. Wir treffen uns um 14 Uhr beim Bahnhofplatz und wollen ein starkes Zeichen der Solidarität setzen.

Demoplakat
Stoppt das Massaker in der Türkei
Seit Wochen geht ein breites Aufgebot von Sicherheitskräften, Panzern und Kampfhubschraubern gegen die kurdische Zivilbevölkerung vor. Mittlerweile führt der türkische Staat einen offenen Krieg gegenüber den 1.5 Millionen Kurden. Über 100.000 Menschen mussten aus den umkämpften Gebieten flüchten, weil das Militär ihre Häuser und Wohnungen beschossen und zerstört hat. Wer sich den Anordnungen der Sicherheitskräfte widersetzt, wird geschlagen, gefoltert oder gar erschossen. Hunderte Menschen wurden in den vergangen zwei Monaten regelrecht hingerichtet und Tote müssen in Kühltruhen aufbewahrt werden. Zudem wurden die meisten Kommunikationskanäle gekappt und Journalisten werden weg gewiesen, beschossen und zum Teil verhaftet, damit sie nicht über die Ausgangssperren berichten. In einige Städte lassen sich seit Tagen keine Kontakte mehr herstellen und es ist ungewiss was mit den Menschen passiert ist. Der Bevölkerung fehlt es an Grundlegendem wie Lebensmitteln & sauberem Wasser, zudem werden systematisch Stromleitungen vom Militär gekappt, damit beispielsweise die Heizungen nicht mehr funktionieren. Zahlreiche Verletzte Personen müssen in Kellern ausharren (aktuell in Cizre) weil ihnen der Zugang zu einem Arzt oder ins Spital verweigert wird. Versuche verletzte Personen aus den umkämpften Gebieten herauszubringen werden sofort mit Beschuss beantwortet und sind deshalb lebensgefährlich. Auch das Schwenken der weissen Fahnen wird von den Scharfschützen nicht beachtet.
Das Schweigen des Westens
In den westlichen Medien wird über das Massaker in der Türkei kaum berichtet. Nur ganz selten gibt es Beiträge, die lediglich einseitig die Propaganda des türkischen Staates wiedergeben. So ist immer wieder vom „Krieg gegen den Terror“ zu hören, welches in der Realität ein Krieg gegen die Zivilbevölkerung ist. Das AKP-Regime nutzt die Tatsache, dass sie einen wichtigen wirtschaftlichen und militärischen Nutzen für Europa hat, aus und spielt mit der Regulierung der Flüchtlingsströme in das europäische Festland. Damit die Türkei repressiv gegen Geflüchtete vorgehen kann, verlangte sie von der EU 3 Milliarden Euro, mittlerweile fordert sie sogar 5 Milliarden. Des Weiteren ist die Türkei ein wichtiger Umschlagsplatz für Erdöl und Gas aus dem nahen Osten. Durch Unterhändler gelangen Öl-Lieferungen aus Daesh-Gebieten in die Türkei und werden nach Europa exportiert. Die Schweiz spielt bei diesen Öl-Geschäften eine zentrale Rolle, da über ein Drittel (!) des globalen Ölhandels über schweizer Firmen abgewickelt werden.
Stoppt das Massaker an der kurdischen Bevölkerung!
Autonomie für die kurdische Bevölkerung!
Stoppt den Krieg des Terrorstaates Türkei!
Wir sehen uns: Samstag; 06. Februar 2016 um 14Uhr beim Bahnhofplatz in Bern

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