Erfolgreicher FLTIQ* Nachtspaziergang in Bern

Gestern Abend liefen hunderte FLTIQ* Menschen durch Bern. Auch wir waren mit dabei und machten mit dem „Free Nekane“ Transparent auf den Fall von Nekane aufmerksam. Nekane sitzt nun seit über einem Jahr in Haft und soll an den Folterstaat Spanien ausgeliefert werden. In der ersten Instanz wurde dem Auslieferungsgesuch von Nekane stattgegeben, wir müssen alles daran setzten, die drohende Auslieferung von nekane zu verhindern! Es kann nicht sein, dass ein von Folter schwer betroffener Mensch an seine Peiniger ausgeliefert wird!

Communiqué der Organisatorinnen*: Linksunten

Frauen*befreiung bis zur Herrschaftsfreiheit!

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Heraus zum QueerFeministischen Nachtspaziergang

Mit folgenden Worten ruft ein Haufen FLTIQ*s zu einem Nachtspaziergang in Bern auf:

Wir ziehen am 21. April 2017 wild, wütend und selbstbestimmt durch die nächtlichen Strassen Berns. Wir treffen uns um 21 Uhr am Bahnhofsplatz (Bern, CH).  Alle FLTIQ* (1) sind willkommen.

Uns nervt…

… als emotional zu gelten

… in möglichst kleine Hosen passen zu müssen

… ungefragt angefasst zu werden

… die Norm von rasierten Beinen, Achseln und Intimbereichen

… ins gesellschaftliche Bild von Frau und Mann passen zu müssen

… als Objekte betrachtet und behandelt zu werden

… als schwach zu gelten

… die Haltung, dass Feminismus nicht mehr notwendig sei

… stark und laut sein zu müssen, um gehört zu werden

… auf unsere Getränke aufpassen zu müssen, weil wir sonst Gefahr laufen, ungewollt Substanzen einzunehmen

… durch Schönheitsbilder die eigene Schönheit anzuzweifeln

… dass unser Leben entweder als Mutter und Hausfrau und/oder in einer Karriere enden soll

… dass wir kochen, putzen und schön aussehen müssen

… dass unsere Sexualität nur zur Freude von CIS-Männern existieren soll

… die Tabuisierung von Selbstbefriedigung

… die Haltung, dass nur patriarchale Machtstrukturen bekämpft werden müssen/sollen

 

Wir wollen…

… emotional sein, aber nicht müssen

… die Kleider tragen, die uns passen und gefallen, egal wie gross, trendy oder für welches Geschlecht sie gedacht sind

… selbst bestimmen, wann, wo, wie und von wem wir angefasst werden

… unsere Körperbehaarung so tragen, wie’s bequem und für uns schön ist

… unser*e Geschlecht*er selbst bestimmen oder aufbrechen, so wie wir das wollen, unabhängig davon, wie andere uns wahrnehmen und lesen

… als Individuen betrachtet und behandelt werden

… stark und schwach sein können, wann wir wollen und wie wir wollen

… sowohl patriarchale als auch jegliche andere Unterdrückungsmechanismen bekämpfen (2)

… gehört werden, egal wer wir sind, wie wir sind und als wer wir gelten

… ungehemmt feiern können (3)

… uns schön finden, ohne Normen gerecht zu werden

… unser Leben so führen, wie wir wollen und wie es uns glücklich macht

… das tun, was wir gerne machen und was uns erfüllt

… unsere Sexualität so ausleben, wie es uns gefällt (3)

… masturbieren und darüber reden können

… jegliche Unterdrückungen (2) bekämpfen und uns solidarisieren mit allen emanzipatorischen Projekten und Kämpfen

 

***Dieser Aufrufflyer wurde von einer basisdemokratisch organisierten Gruppe aus FLTIQ*’s geschrieben. Wir sind fast alle weisse CIS-Frauen ohne Migrationshintergrund, Kinder und sind alle relativ jung. Wir versuchen uns diesen Privilegien bewusst zu sein und diese zu dekonstruieren. Wir möchten offen sein für FLTIQ*’s mit anderen Hintergründen und finden es wichtig, dass sich verschiedene emanzipatorische Kämpfe unterstützen***

(1) Frauen*, Lesben*, Transmenschen*, Intermenschen*, Queers* (2) Unterdrückung aufgrund von Herkunft, Spezie, ökonomische Verwertbarkeit, Aussehen, Fähigkeiten, Alter etc. durch gesellschaftliche Normen, Werbung, staatliche und nichtstaatliche Repression etc. (3) Solange wir damit keine Grenze anderer übergehen

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Aufruf zur Teilnahme am Widerstand gegen FN & AfD!

Die weltweite Rechtsentwicklung ist mittlerweile gut sichtbar geworden, sei es durch Trump, Brexit, AfD, Le Pen, Erdogan etc. Was in der Schweiz schon etwas länger salonfähig war, wurde nun auch vom nahen Ausland aufgenommen. Für systembedingte Probleme wie Arbeitslosigkeit hielten die RechtspopulistInnen Scheinlösungen wie Abschottung bereit und religiös motivierten Gewalttaten wurden gebraucht um gegen migrierte Menschen zu hetzen und den Hass untereinander zu schüren. Leider sind sie mit dieser Politik äusserst erfolgreich und die parlamentarische Linke hat zusehends Schwierigkeiten dagegen zu halten. So verschiebt sich die ganze Politik markant nach rechts.

Es wird schnell klar, die scheinbaren Lösungen der Rechten haben vor allem Eines zum Ziel: Die Durchsetzung der jeweiligen staatlichen Interessen. So dient die ganze Abschottungspolitik (Grenzen, Rückschiebeabkommen..) der Sicherung der nationalen Wirtschaft. Rassismus wird genutzt um innerhalb der Landesgrenzen eine Spaltung unter den Unterdrückten herzustellen. Migrations- und  Sicherheitsfragen bestimmen die politische Agenda der Parteien. 

Egal ob SVP, AfD oder Front National, wir sollten uns nicht von Landesgrenzen aufhalten lassen in unserem Kampf gegen die Rechte und die Staaten an sich! Darum rufen wir dazu auf die Genoss*innen in Frankreich und Deutschland zu unterstützen. Am 16.&17. April wird dies in Paris möglich sein. Da will der Front National ihren Parteienkongress durchführten. Proteste sind geplant. Am 22. April wird es zudem notwendig sein nach Köln zu fahren. In Köln will die AfD ihren Parteitag durchführen. Wenn sich die ideologischen Brandstifter (verantwortlich für die unzähligen Angriffe Rechter auf Asylunterkünfte) treffen, sollten wir auch dort sein!

Neben den ganzen Strassen-Aktivitäten ist es zudem sehr wichtig sich etwas Zeit zu nehmen, um zu reflektieren warum die Linke in eine so schlechte Position geraten konnte und was wir dazu beitragen können um da wieder raus zu kommen. Denn hätten wir nicht genügend Antworten auf die Bankenkrise gehabt? Oder haben wir nicht viel überzeugendere Argumente als „die Ausländer sind schuld“? Wo waren wir, dass sich die RechtspopulistInnen so viel Raum nehmen konnten, dass es sogar möglich wurde, dass wieder faschistische, rassistische Parteiführer zu Staatsoberhäuptern werden können?

#ParisAntifa #LeFnEnPLS

Alerta, alerta Antifascista!!

Hoch die transnationale Solidarität!

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Erfolgreicher Aktionstag für #FreeNekane

Gestern jährte sich Nekanes Verhaftung, darum wurde zu einem internationaler Solidaritätstag aufgerufen. Im Baskenland und der Schweiz gingen weit über 1000 Menschen für Nekane auf die Strasse. Zudem gab es zahlreiche, kreative und sehr unterschiedliche Soliaktionen!
So wurde etwa das schweizerische Konsulat in Milano angesprüht, Transparente gehängt, Demos organisiert, Wandbilder gemalt, Pressekonferenz gemacht (https://soundcloud.com/…/pressekonferenz-zu-nekane-txaparte…), Solifotos geschossen, Solidaritätsbekundungen veröffentlicht (https://www.juso.ch/blog/2017/04/06/free-nekane/ // http://bildung-fuer-alle.ch/…/offener-brief-der-autonomen-s…) oder wie in Bern Müll bei den Verantwortlichen abgeladen.

Der sehr erfolgreiche Aktionstag zeigt: für Nekanes Freilassung und gegen Sexismus & Repression existiert ein breiter und kreativer Widerstand. Belassen wir es nicht bei diesem Aktionstag, Nekane braucht unsere Unterstützung und wir brauchen Nekane draussen! Denkt zurück an die Kampagnen für Erdogan E., Vicdan, Muzaffer A., Free Seda, Liberty for O! – Dank dem Druck von unten kamen sie frei, nehmen wir dies als weitere Motivation um lauter und sichtbarer zu werden! Informiert euer Umfeld, verteilt Flyer in Briefkästen, malt Bilder, schickt Nekane Briefe, besucht die Verantwortlichen des BJ & SEM, veranstaltet Pressekonferenzen, überzeugt eure Partei/Gewerkschaft sich auch stark zu machen, klebt die Stickers – sie drinnen, wir draussen – gemeinsam schaffen wir es!

#FreeNekane

Freiheit für alle politischen Gefangenen!

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FreeNekane – Jeder Tag Gefangenschaft ist zuviel!

Am 6. April 2017 jährt sich die Verhaftung der baskischen Feministin Nekane Txapartegi in Zürich zum erste Mal. Seitdem sitzt sie in Auslieferungshaft. Erst in den vergangenen zwei Wochen kamen die erstinstanzlichen, und negativen Entscheide der CH-Behörden: Ja zum Auslieferungsgesuch in den Folterstaat Spanien und Nein zum Asylgesuch!

Es reicht also nicht auf Ämter, Anwälte und internationale Abkommen zu hoffen! Unser Widerstand muss grösser werden, nur mit zusätzlichem Druck von der Strasse können wir die drohende Abschiebung verhindern! Kämpfen wir also zusammen mit Nekane, ihren Angehörigen, ihren baskischen Genoss*innen, ihrem/r AnwaltIn, der feministischen Bewegung und allen Solidarischen für die Freiheit von Nekane!

Am 6. April finden diverse Demos für Nekane statt:

ZH: Demo: 19h, Piazza Cella
GE: Manif: 18h, Place Neuve
LU: Kundgebung: 18h, Jesuitenplatz
Asteasu (Baskenland): Demo: 19.30h
Bilbo (Baskenland): Kundgebung: 12h, Schweizer Botschaft

Freiheit für alle politischen Gefangenen!

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