Zwangsräumungen rächen sich!

Das seit rund drei Monaten besetzte Haus an der Effingerstrasse 29 wurde am frühen Mittwoch Morgen von der Polizei geräumt. Die Besetzer*innen zeigten grossen Kampfgeist und leisteten bis zum Schluss Widerstand. Durch den Angriff der Polizei auf das neu belebte und bewohnte Haus,  wurden die Bewohner*innen dazu veranlasst sich zu verteidigen. Sie zündeten Feuerwerk und bewarfen die Polizei mit Farbe & Mobiliar. Die Polizei reagierte ihrerseits mit Pfefferspray, Schockgranaten und Gummischrot. Die Räumung konnte durch den Widerstand massiv erschwert werden, dies zeigte klar auf, dass das Eingehen auf die Angebote der Besetzenden für alle Beteiligten sinnvoller gewesen wäre. Doch das BBL (Bundesamt für Bauten und Logistik) schaltete auf stur und will nun lieber eine Liegenschaft leer stehen und bewachen lassen, als sie zur zwischenzeitlichen Nutzung freizugeben. Dies zeigt nur einmal mehr, in was für einem kranken System wir leben. In einem System in dem die Aussicht auf mögliche Profite den menschlichen Interessen vorgezogen wird. 

Mit dieser Logik des Kapitalismus gehen jedoch lange nicht alle mit. So formierte sich -nach zahlreichen Protesten während der Räumung- auch am Abend ein wilder Umzug durch das trendige und gentrifizierte Quartier Länggasse. Auf dem Weg konnten verantwortliche der Stadtaufwertung (was soviel heisst wie Verdrängung der finanziell schwächeren Menschen aus dem Quartier) markiert und angegriffen werden. So bekamen zum Beispiel die UBS, ein 60’000 BMW oder die Versicherungsagenturen Sanitas und Helvetia ihre Portion der angestauten Wut ab. 

Die Verhafteten EFFY29 Besetzer*innen wurden am späten Abend wieder freigelassen. Einer von ihnen wurde durch eine Schockgranate der Polizei schwer an der Hand verletzt.

In den kommenden Tagen wird es weiter Aktionen zum Thema Gentrifizierung & Stadtaufwertung geben. Kommt bereits am Donnerstag um 12Uhr zum besetzten Gebäude „Fabrikool“ an der Fabrikstrasse neben der „vonRoll Uni“. Wenn es nach der Stadt ginge, sollte dieses Gebäude ab Donnerstag Mittag auch lieber wieder leer stehen, so wurde auch dort bereits eine Räumung angedoht! Zeigen wir uns Solidarisch und besuchen die Besetzenden!

Ob Fabrikool oder Effy, Osterhasen oder Cafi! Wir bleiben alle… …oder kommen wieder!

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Spontaner Abendspaziergang gegen Repression und für die Freiheit aller politischer Gefangenen!

Spontandemo gegen Repression und für die Freiheit aller politischer Gefangener!

Nach einer erfolgreichen Demo gegen türkische Faschisten im Herbst 2015, bei welcher ein Aufmarsch der Nationalisten auf dem Helvetiaplatz in Bern verhindert werden konnte, begann die Polizei Bern vor rund zwei Wochen mit einem Internetpranger nach möglicherweise beteiligten Menschen zu fahnden. Das öffentliche zur Schau stellen von Menschen, welche sich gegen Faschismus positioniert haben erinnert an dunkle Zeiten. Zudem hilft die Berner Polizei mit diesem Mittel dem türkischen Geheimdienst, unliebsame Bürger*innen zu fichieren und zu verfolgen.

An besagtem Tag ging die Berner Polizei äusserst brutal gegen Kundgebungsteilnehmer*innen vor. Egal ob jung oder alt, Mann oder Frau, Kind oder Erwachsener, alle wurden mit Pfefferspray eingedeckt, es wurde wie wild mit Gummischrot geschossen und auch die Knüppel lagen locker in den Händen der PolizistInnen. (1)

Am Mittwoch 15.02. jährt sich zudem der internationale Komplott, welcher schlussendlich zur Verhaftung des PKK Parteivorsitzenden und intellektuellen Vordenkers der Bewegung Abdullah Öcalan in Kenia führte. Öcalan sitzt seit dem 15.02.1999 in Haft. Zurzeit befindet er sich in totaler Isolation auf der Insel Imrali.

Die zunehmende Repression gegen die revolutionäre, linke aus Kurdistan und der Türkei zeigt sich auch anhand versuchter Spaltungsmanöver von Seiten Polizeipräsident Nause. So wurde etwa vor Zusammenarbeit mit „Reitschülern“ gewarnt und versucht auf einzelne Menschen persönlich massiv Druck auszuüben. Zudem wurde das Bewilligungsgesuch für die Kundgebung „Langer Marsch für die Freiheit von A.Öcalan“ anfangs Februar nicht bewilligt.

Wenn der Staat versucht die kämpfenden Bewegungen, einzelne Aktivist*innen oder ganze Organisationen unter Druck zu setzen und blosszustellen, lassen wir dies nicht zu. Unsere Antwort heisst:

Raus auf die Strasse!

Freiheit für alle politischen Gefangenen!

Unsere Solidarität gegen ihre Repression!

Freiheit für Öcalan – Frieden in Kurdistan!

1: https://www.youtube.com/watch?v=IMtnvj4C8SQ

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Rojava unterstützen

Am letzten Samstag konnten wir einiges an Geld sammeln um humanitäre Projekte in der Demokratischen Autonomie Nordsyrien zu unterstützen. So konnte für einen guten Zweck gefeiert werden. Nächsten Samstag geht es in Zürich gleich weiter!

Danach wieder in Bern, am 24.2. zum „United against Borders“ und am 4.3. zum „Jam of Chaos„. Beides sind Solievents, verdienen unsere Solidarität und machen Spass!!

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Kräftige AntiraDemo & Spaltungsversuche der Berner Behörden

Update: Über 1000 Menschen haben am Nachmittag des 4.2.2017 mit einer kräftigen Demo durch Bern gezeigt, dass sie nichts halten von Rassismus, Grenzen und Nationen. Mehr dazu unter antira.org

Morgen am 04. Februar findet in Bern eine grosse Demonstration gegen Rassismus statt.
Das Bleiberecht Kollektiv hat für diese ein Gesuch für eine Bewilligung eingereicht.
Grundsätzlich sind wir der Meinung, dass es keiner Bewilligung bedarf um sich die Strasse für politische Anliegen zu nehmen. Allerdings ist es ohne Bewilligung nicht möglich, dass auch Menschen ohne Papiere oder mit gefährdetem Aufenthaltsstatus an einer Demonstration teilnehmen können.
Beim Kampf gegen Rassismus geht es gegen die Unterdrückung und Diskriminierung die People of Color, Migrant*innen und Geflüchtete erfahren. Deshalb ist es wichtig, dass Proteste auch von Betroffenen mitgetragen werden können, ohne dass diese Angst vor Racial Profiling, Repression oder gar Verschleppung (Ausschaffung) haben müssen.

Die Behörden haben abschliessend folgendes auf die Gespräche um das Gesuch des Bleiberecht Kollektivs geantwortet:

Sehr geehrte XX
Ich schreibe Ihnen im Auftrag des Gemeinderats. Der Gemeinderat hat an seiner heutigen Sitzung beschlossen, dass Ihre Kundgebung nur auf der vom Polizeiinspektorat an der Sitzung vom 23. Januar 2017 vorgeschlagenen Alternativroute bewilligt werden kann.

Dies ist somit folgende Route: Unterer Waisenhausplatz (Besammlung) – Zeughausgasse – Kornhausplatz – Rathausgasse – Kreuzgasse – Kramgasse – Kornhausplatz – Zeughausgasse – Aarbergergasse – Bollwerk – Schützenmatte.

Das Polizeiinspektorat wird Ihnen so rasch wie möglich eine Bewilligung für die Kundgebung auf dieser Route ausstellen.
Freundliche Grüsse
XX

Begründet wird diese Route, welche möglichst abseits des Geschehens verläuft damit, dass sich die Sicherheitseinschätzungen der Behörden geändert hätten. Grund für die Änderungen war unter anderem auch unser Aufruf auf Facebook. In diesem erklärten wir uns solidarisch mit der Demonstration und riefen dazu auf, sich sowohl an der Demonstration als auch an der Mobilisierung zu beteiligen.

Dass die Behörden es nicht gerne sehen wenn wir uns an Protesten beteiligen ist ja bekannt. Politischer Aktivismus muss sich nämlich in den Augen der Politik und einem grossen Teil der Bevölkerung stets in dem vorgegebenen Rahmen der herrschenden Verhältnissen bewegen.
Wenn die Inhalte einer Bewegung die Strukturen dieser Gesellschaft grundsätzlich kritisieren, werden diese extremistisch und illegitim abgetan. Was wir von der Extremismustheorie halten könnt ihr in unserem Text dazu nachlesen.

Wir sehen die Entscheidung der Behörden und ihre Begründung als Versuch die antirassistische Bewegung in „gute“ und „schlechte“ Teile zu spalten.
Wir lassen uns von diesen Versuchen nicht beeindrucken. Wir beziehen unsere Positionen und tragen unsere radikalen Inhalte nach aussen unabhängig davon wie bequem diese für die herrschenden Verhältnisse sind.
Wir werden uns weiterhin mit allen solidarisieren, die sich für eine herrschaftsfreie und solidarische Welt einsetzen. 

Wir sehen uns Samstag 14:00 auf dem Waisenhausplatz.

Hoch die transnationale Solidarität!
Für die soziale Revolution!

 

 

 

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Die nationalsozialistischen Symphatien der „Brennpunkt Schweiz“ Liker

Dass, das Komitee „Brennpunkt Schweiz“ welches mit seinem rassistischen und nationalistischen Gefolge am 18. März in Bern aufmarschieren will, eine unangenehme Nähe zu rechtsradikalem Gedankengut pflegt, haben wir ja bereits letze Woche gezeigt.

Bei einem weiteren Blick auf die Facebookseite des Komitees erschliesst sich, dass es auch bei ihren Followers und Liker nicht anders ist. Facebook empfiehlt nämlich, auf Basis der Interessen der Liker einer Seite, weitere Facebookseiten, die den oder die Besucher*in interessieren könnten. Das Ganze findet sich dann in der Spalte. „Den Personen gefallen ebenfalls:“ [1]

Bei dem „Bürgerkomitee Brennpunkt Schweiz“, welches sich mit aller Mühe empört bürgerlich inszeniert und stehts nach der direkten Demokratie schreit, ist die oberste Empfehlung die Seite „Anti-Antifa Bern“ [2] Diese ziemlich unbedeutende Seite verbreitet nationalsozialistisches und faschistisches Gedankengut und ist seit einiger Zeit selten aktiv.

Anhänger*innen nationalistischer und rassistischer Weltanschauungen stellen wir uns immer entgegen. Dass diese Bürger*innen, welche am 18. März nach Bern kommen wollen, keine Berührungsängste im Umgang mit Neonazi Propaganda haben, ist für uns nur ein weiterer Grund uns ihnen in den Weg zu stellen.

ALERTA!

 

[1] Empfehlungen auf „Brennpunkt Schweiz“

antianti2

antianti

 

[2] Die Neo-Nazi Seite „Anti-Antifa Bern“

antianti3

 

 

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