Gedenken an die 33 gefallenen Genoss*innen 2015 in Suruc

Heute Abend trafen wir uns um den Gefallenen von Suruc zu gedenken. Zudem wollen wir die Verletzten von damals in Erinnerung rufen. Am 20. Juli 2015 sprengte sich während einer Pressenkonferenz ein IS Selbstmordattentäter in die Luft und nahm 33 Genoss*innen das Leben. Über hundert meist junge Menschen wurden z.T. schwer verletzt. Die Gruppe junger, revolutionärer Menschen reisten an, um die vom IS zerstörte, und von YPG/YPJ befreite Stadt Kobane wieder aufzubauen.

Der Kampf der 33 Suruc Gefallenen ist nun unser Kampf! Wir führen weiter, für was die 33 jungen Sozialist*innen und Anarchist*innen nach Suruc kamen. Für eine Welt ohne Unterdrückung und Ausbeutung!

Da während der Aktion die Bullenpräsenz relativ hoch war, haben wir uns entschlossen das Soligraffiti im Nachgang und in Ruhe zu sprayen. Heute Nacht wählten wir die Option der Deeskalation, jedoch gilt es auch in Zukunft auf der autofreien Schützenmatte diese als umkämpften Ort zu bewahren und Bullen wenn möglich zu vertreiben.

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Gedenken an die 33 gefallenen Genoss*innen 2015 in Suruc

Politische Gefangene – Soliaktion

Freiheit für Nero!
Freiheit für Turgut Kaya!
Freiheit für alle politischen Gefangenen!

Kleine Soliaktion um die Gefangenen in unserem Alltag präsent zu halten. Ihr Kampf im Knast und bevor sie in den Knast kamen ist für uns alle Inspiration und Motivation entschlossen für eine befreite Gesellschaft weiterzukämpfen!

Nero hätte in diesen Tagen freigelassen werden sollen, da er 2/3 seiner Strafe abgesessen ist. Der Staatsanwalt hat dagegen jedoch Rekurs eingereicht. So kann es nun wieder lange dauern bis er endllich freikommt! Unterstützen wir ihn von draussen so gut wie wir können! Nero ist nicht alleine, wir sind draussen und können weiterkämpfen! Mehr zu seinem Fall: freenero.blackblogs.org/texte/

Turgut Kaya sitzt seit Monaten im Griechischen Knast. Seit 51 Tagen befindet er sich im Hungerstreik! Untersützen wir seinen äusserst entschlossenen Kampf! Unterstützen wir seine Genoss*innen welche Tag für Tag für ihn in Aktion treten und zeigen, was solidarität praktisch bedeutet! Gegen die Auslieferung an die Türkei!

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Politische Gefangene – Soliaktion

Aktion gegen europäische Abschottungspolitik

In der Nacht auf Mittwoch haben wir in verschiedenen öffentlichen Bädern und entlang der Aare Schilder platziert, welche das Anlegen mit Booten wie auch das Retten von Ertrinkenden verbieten. Damit wollen wir auf die unmenschliche und mörderische Politik an den europäischen Aussengrenzen aufmerksam machen.

Die nationalistische Politik zeigt einmal mehr ihr mörderisches Gesicht! Die rechten Regierungen Europas verschärfen ihre Abschottungspolitik und lassen dafür tausende Menschen an den europäischen Aussengrenzen verrecken. Der traurige vorläufige Höhepunkt wurde erreicht, als privaten Rettungsschiffen mit Flüchtenden verboten wurde, in einen Hafen einzulaufen oder überhaupt in See zu stechen. Die Folge waren hunderte tote Flüchtende im Juni dieses Jahres.

Im Zentrum dieser Politik stehen die neuen Regierungen von Italien, Österreich und Deutschland.
Italiens Innenminister Matteo Salvini der faschistischen Partei Lega Nord liess die Häfen für Rettungsschiffe dicht machen. Die rechte Regierung Österreichs um Sebastian Kurz und HC Strache wollen die Grenzen ebenfalls dicht machen und der Deutsche Innenminister Horst Seehofer ist dabei, die AfD mit seiner rassistischen Rhetorik rechts zu überholen. So freute er sich beispielsweise über die Abschiebung von 69 afghanischen Asylsuchenden an seinem 69 Geburtstag. Einer davon beging nach seiner Deportation Suizid.

Allerdings ist diese Stossrichtung überhaupt nicht neu. Seit mehr als zwei Jahren besteht der Flüchtlingsdeal zwischen der EU und der Türkei. Flüchtende landen in Internierungslagern und werden wieder in die Türkei abgeschoben und müssen dabei menschenunwürdige Bedingungen erleiden. Die Mauer an der türkisch-syrischen Grenze, an welcher unzählige Flüchtende erschossen wurden, wurde mit europäischen Geldern erbaut. Die EU unterstützt damit direkt die Diktatur in der Türkei!

Das Selbe soll mit nordafrikanischen Staaten wie Libyen und Algerien folgen. In Libyen leben Flüchtende unter schrecklichen Bedingungen in Lagern, werden gefoltert, versklavt und vergewaltigt. Die Küstenwache, mit welcher Europa verstärkt kooperiert, behindert seit längerem private Rettungsmissionen. Es wurde bereits mehrfach publik, dass auf Flüchtlingsboote geschossen wurde.
Erst kürzlich wurde bekannt, dass Algerien Flüchtende ohne Wasser und Nahrung in die Wüste schickt. Wer umdreht wird erschossen, wer durch die Wüste nach Niger läuft, droht zu verdursten.

Die europäischen Staaten sind direkt verantwortlich für den Tod tausender unschuldiger Menschen!
Darüber sind wir entsetzt, aber nicht verwundert. Liegt es doch in der Natur der kapitalistischen Staaten, das Wohl der Wirtschaft über das Wohl der Menschen zu stellen – mit aller Konsequenz.
Die Migration wird nur dann begrüsst, wenn sie einer Wirtschaft dient. Humanitäre Wohltätigkeiten werden nur in kleinem Umfang geleistet.
Niemand flüchtet freiwillig! Die Ursachen der Flucht gilt es zu bekämpfen.
Dabei sollte uns allen klar sein, dass der Westen grösstenteils verantwortlich ist für eben jene Fluchtbewegungen, die er nun versucht zu verhindern. Die wirtschaftliche Ausbeutung von ärmeren Ländern, kombiniert mit massiver Umweltzerstörung sorgen für Armut und Elend. Geostrategische Interessen führen zu Krieg und Tod.
Auch die vorgeblich neutrale Schweiz verdient gerne an Rüstungsexporten und beherbergt Konzerne, die weltweit vom Leid von Millionen Menschen profitieren.

Solange die kapitalistischen Wirtschaftsverhältnisse existieren, werden Menschen zur Flucht gezwungen sein. Während Staaten die Menschen bekämpfen, müssen wir die Verhältnisse bekämpfen. Nur eine kämpferische und solidarische Bewegung von unten kann dem sinnlosen Sterben Einhalt gebieten.

Gegen Staat, Nation und Kapital!

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Aktion gegen europäische Abschottungspolitik

Freiheit für Turgut Kaya!

Turgut Kaya, ein revolutionär aus der Türkei wurde vom griechischen Staat festgenommen. Dies aufgrund eines türkischen Haftbefehles. Immer wieder kommt es zu dieser Ausgangslage, die Türkei terrorisiert politische Flüchtlinge auch lange nach deren Flucht. So werden Ferien, Ausflüge oder Besuche jederzeit zu gefährlichen und riskanten Vorhaben für politische Verfolgte. Der lange Arm der türkischen Justiz nutzt Interpol um ihre Repression weit über die Staatsgrenzen hinaus auszudehnen.

Leider spielen die Staaten immer wieder mit, so werden Menschenrechte wie das Recht auf Schutz bei Verfolgung einfach umgangen. Staatsinteressen werden dabei vor die der Menschen gestellt. So auch im aktuellen Fall. Der griechische Staat möchte seine zwei Soldaten, welche durch die Türkei inhaftiert wurden gerne zurück. Da wird dann schon mal ein politischer Flüchtling, in diesem Fall Turgut Kaya zum aussenpolitischen Spielball der Syriza-Regierung.

Turgut als revoltionärer Freiheitskämpfer ist seit 42 Tagen im Hungerstreik. Seine Forderung: Einstellung des Auslieferungsverfahrens und sofortige Freilassung. Turgut stellt morgen einen Asylantrag in Griechenland, somit könnte er vorübergehend nicht ausgeliefert werden. Die Chance auf Auslieferung an die Türkei sind jedoch real, nur ein grosser internationaler Widerstand kann dies verhindern!

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Freiheit für Turgut Kaya!

#NiemerWottRohani

Den Staatsbesuch von Irans Präsident Rohani nahmen wir uns zum Anlass, um gegen das Regime in Teheran zu protestieren.
An verschiedenen Strassenschildern und Bushaltestellen montierten wir Galgen, um auf die Exekutionen von Oppositionellen im Iran aufmerksam zu machen.

#NiemerWottRohani

Zur Zeit weilt der iranische Staatspräsident Rohani in der Schweiz. Der offizielle Staatsbesuch steht im Zeichen der Aufkündigung des Atomabkommens seitens der USA und der damit verbundenen wirtschaftlichen Sanktionen. Die Schweiz betont die Wichtigkeit der bilateralen wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit dem Iran.
Und so verhandelt die Tage nun der Bundesrat mit dem Präsidenten jenes Landes, in welchem nach China am zweit meisten Menschen hingerichtet werden. 2017 waren es mehr als 500 Menschen, die so getötet wurden. Darunter viele junge Aktivist*Innen und Oppositionelle. In diesen Tagen soll unter anderem der kurdische kommunistische Aktivist Ramin Hossein Panahi exekutiert werden.
Zusätzlich ist der Iran ein entscheidender Akteur in den Kriegen im Nahen Osten. Ob druch iranische Milizen, die Revolutionsgarde oder mittels durch den Iran unterstützte Terrorgruppen; der Iran mordet für seine regional-imperialistischen Machtinteressen. [1]
Solch einen Staat sieht die Schweiz also als wichtigen wirtschaftlichen Partner. Welche Interessen der Bundesrat vertritt ist klar. Bereits beim letzten Staatsbesuch von Johann Schneider-Amman im Iran reiste eine 40-köpfige Wirtschaftsdelegation mit, im Interessen, weitere Profite zu erzielen. Beim aktuellen Treffen dürfte es ähnlich sein.
Doch dürfen wir darüber nicht schockiert sein, dass ein kapitalistischer Staat wie die Schweiz wirtschaftliche Interessen in den Vordergrund stellt. Vielmehr zeigt der Staat hier einmal mehr sein wahres Gesicht. Dass im Iran weiterhin ein Kopftuchzwang für Frauen existiert und die religiösen Führer den Takt im Land angeben, wird im besten Fall eine Randnotiz bleiben. Viel wichtiger sind die Schweizer Exporte im Umfang von mehr als einer halben Milliarde Franken in einem Jahr. [2]

Die Interessen von Staat und Kapital bleiben unvereinbar mit dem Streben nach einer freien, friedlichen und egalitären Welt. Die Vertretung der Interessen eines Grossteils der Bevölkerung kann nach wie vor nur durch eine starke Bewegung von unten geschehen.

Für die soziale Revolution!

#RaminHosseinPanahi
#NoExecutionOfRamin


1: Wobei angemerkt werden muss, dass die meisten der Kontrahenten ebenso reaktionär, religiös-fundamentalistisch und/oder imperialistisch sind; z.b. Saudi Arabien
2: 536 Mio. CHF im Jahre 2017. Quelle SECO




Veröffentlicht unter Allgemein, International | Kommentare deaktiviert für #NiemerWottRohani

Parlamenten nie vertrauen, Widerstand von unten bauen!

Anlässlich der Wahlen in der Türkei erinnern wir uns gerne an zwei Transparente, welche in Bern an Demos mitgeführt wurden.
Die Wahlen in der Türkei haben gezeigt, es gibt eine grosse Opposition gegen die faschistische Politik von Erdogan, AKP & MHP. Der Widerstand wurde lange nicht mehr so sichtbar wie in diesen Tagen. Die HDP und Demirtas konnten trotz massiver Einschränkungen einen grossen Erfolg erzielen und überschreiten die 10% Hürde. Jedoch haben auch Erdogans Handlanger einmal mehr unter Beweis gestellt, dass sie mit Gewalt, Mord und Fälschung antworten. In einer Situation welche faschistischen Zuständen nahe kommt, gilt unsere Solidarität all jenen, welche sich auf die Strasse wagen und ihre Stimme laut kundtun. Sie gilt den Guerrillas in den Bergen und den aufständischen Jugendlichen in den Städten!

Wir vergessen nicht, dass Erdogan nach den Wahlen nach Europa kommen wird. Jegliche Proteste & Aktionsformen werden dann legitim sein um ihn hier würdig zu begrüssen! Haltet euch auf dem laufenden und unterstützt den antifaschistischen Widerstand!
#ErdoganNotWelcome
#TagX

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Parlamenten nie vertrauen, Widerstand von unten bauen!

Solidarität mit den russischen Anarchist*innen!

Pünktlich zur Fussball Weltmeisterschaft in Russland starten wir unsere Kampagne um auf die politische Situation im Land aufmerksam zu machen.

Putin hat im Vorfeld der Spiele über 10 Anarchist*innen und Antifaschist*innen inhaftiert. Nach den brutalen Festnahmen und massiver Folter wurden die Genoss*innen ins Gefängnis gebracht. Immer wieder kamen FSB Beamte und misshandelten die Gefangenen. Durch die Folter wollten sie ein Geständnis erpressen. Der Vorwurf der ihnen gemacht wird: Bildung eines Terror-Netzwerkes.
Klar wird: Putin nutzt die Weltmeisterschaft um politische Gegner ruhigzustellen und Oppositionen anzugreifen.
Wir wollen an diversen Plätzen, an denen die Spiele gezeigt werden präsent sein und informieren! Mehr Infos und Texte zur politischen Situation der anarchistischen Bewegung, der Antifaschist*innen, der LGBTIQ Bewegung, der AntiAtom-Bewegung und der Arbeiter*innen in Russland werden folgen.

Freiheit für die anarchistischen Gefangenen in Russland!

Veröffentlicht unter International | Kommentare deaktiviert für Solidarität mit den russischen Anarchist*innen!