!!! Demo – Bahnhöfli Bleibt !!!

Der Aufruftext der Organisator*Innen

Wir rufen auf zur lautstarken Demo für den Erhalt autonomer Freiräume
Kein Abriss auf Vorrat! Bahnhöfli Bleibt und alle anderen auch!
Gegen Aufwertung und Immobilienspekulanten!

Das alte Restaurant Bahnhof an der Poststrasse 37 ist nach jahrelangem Leerstand, nun seit mehr als einem Jahr instandbesetzt. Es ist zu einem selbstorganisierten Treffpunkt für Austausch, Diskussionen und Veranstaltungen frei von Konsumzwang, Rassismus, Sexismus, Homo- und Transphobie geworden.
Zudem entstanden in dieser kurzen Zeit eine Holz-, Velo- und eine Metallwerkstatt, sowie ein Siebdruck- und Nähatelier, wie auch Proberäume, ein Gratisladen und ein Konzertkeller. Dies alles wird täglich von vielen verschiedenen Menschen genutzt und dringend benötigt.
Und nicht zuletzt ist es auch ein Zuhause.

Nun versucht die Stadt Biel das Bahnhöfli, ohne darauffolgendes Projekt, abzureissen und die Menschen im Winter auf die Strasse zu setzen! In der spärlichen Kommunikation seitens der Stadt Biel wurden als Begründung für den Abriss, allein „Sicherheitsgründe“ genannt. Worauf sie sich damit beziehen ist unklar.

Wir fordern:

Kein Abriss auf Vorrat!
Selbstverwaltete Räume verteidigen!
Bahnhöfli bleibt und alle anderen auch!

Kommt zahlreich – Bringt Transpis ! Seid kreativ und laut!

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fight the players – smash the game

Heute gingen rund 350 Menschen in Zürich unter dem Motto „üsi Stadt, üsi Quartier“ auf die Strasse, um ein kämpferisches Zeichen gegen Gentrifizierung zu setzen. Der Kampf gegen Aufwertung und Vertreibung ist ein Kampf um die Stadt, den zahlreiche Unternehmen für sich gewinnen wollen – zu Ungunsten jener, die sich die neue, schicke Stadt nicht leisten können.
Eine Vielzahl an Unternehmen treibt diesen Prozess voran und profitiert durch die Gentrifizierung.

Mit unserem Transparent gingen wir auf vier solche Gentrifizierungsfaktoren ein:

Sobald es um den Bau von Luxusprojekten geht, ist die SBB ganz vorne mit dabei. Sei es in Bern mit dem Bau der „Wankdorf City“, einem teuren Neubauquartier am eher günstigen Nordrand der Stadt oder ihr Vorzeigeprojekt „Europaallee“ in Zürich, einer überteuerten Konsumstrasse, die sich vom Bahnhof bis in den immer teurer werdenden Kreis 4 zieht. Die SBB versucht sich vielerorts im Immobilienmarkt zu etablieren. Aktuell sollen auch an der Neugasse eine teure Überbauung entstehen.

Was als kleines, alternatives Lokal begann, entwickelte sich schnell zu einer hippen Location mit Expansionsdrang: Die Gelateria di Berna. Auch wenn es kein grosses Unternehmen ist, prägt die Eisdielenkette an ihren Standorten die Umgebung. In der Berner Länggasse, wo früher viele italienische Arbeitnehmende günstigen Wohnraum fanden, können sich nun hippe Studierende und Familien mit locker sitzender Geldbörse das Italien Ferien Feeling gönnen (Glace, Cafes und frische Pasta). Wie ein angestammter Bewohner des Quartiers in einem SRF-Beitrag sagte, habe man nun eine italienische Piazzastimmung. Nur die Italiener fehlten. An der Züricher Weststrasse das selbe Phänomen: Wo früher die Asyl-Beratungsstelle ihren Platz fand, stehen Menschen Schlange, um bei den fast ausschliesslich jungen Frauen ein Eis zu bestellen. Die Gelaterie ist Ausdruck, wie auch antreibender Faktor im Gentrifizierungsprozess.

Der Milliardenkonzern Google hat in Zürich ihren grössten Forschungsstandort ausserhalb der USA errichtet. Dies hat weitreichende Folgen für das Stadtbild. So mietet Google eine beachtliche Fläche an der Zürcher Europaallee und ist bestrebt, ihren Standort in den nächsten Jahren massiv auszubauen. Die jungen, gut ausgebildeten und ebenso gut bezahlten Fachkräfte, die Google dafür in die Stadt holt, werden schon bald die angestammte Wohnbevölkerung in verschiedenen Stadtteilen verdrängen. Auch finanziert Google viele Start-Ups, die sich als junge alternative Kreativ-Unternehmen verkaufen und durch ihre Ansiedelung in den Städten, die Zentren vermehrt zu reinen Geschäftszonen machen und den Druck auf die Wohnbevölkerung steigern.

Einer der grössten Schweizer Konzerne, die Migros, vergrössert und erweitert sich stetig. Darunter leiden jene, die den massiven Neubauten weichen müssen oder deren Miete sich durch neu gebaute Shoppingtempel in der Nachbarschaft steigert. So musste in Bern am Breitenrainplatz ein Wohnhaus weichen, um die dortige Filiale zu erweitern. Neue günstige Wohnungen sind im hip gewordenen „Breitsch“ nicht zu erwarten. Auch am Westrand der Stadt steht mit dem Westside ein neues Einkaufszentrum, welches ein bedeutendes Rad im Getriebe der Gentrifizierung von Berns Westen darstellt.
Mit ihrer Kulturförderung sorgt die Migros ausserdem dafür, dass unkommerzieller Kunst und Kultur der Raum genommen und verdrängt wird. Sogar in der Grossen Halle bei der Reitschule fördert die Migros ein Programm, welches einzig jenen zur Verfügung steht, die sich die hohen Preise leisten können.

Dies sind nur 4 Beispiele von einer langen Liste von Playern, die von der Aufwertung profitieren und diese voran treiben. Gegen diesen Angriff von oben braucht es unseren Widerstand von unten! Organisiert und wehr euch! Bleibt kreativ!

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„OISI STADT – OISI QUARTIER!“ Demo in Zürich

Der Aufruftext der Organisator*Innen
Weitere Infos unter wir-bleiben-alle.ch

Wir gehen auf die Strasse, weil wir die verschiedenen Gesichter der Stadtaufwertung in Zürich demaskieren und anprangern wollen. Zeigen wir am 18. November, dass wir viele sind und dass wir diese Entwicklungen nicht hinnehmen werden.

Wir gehen auf die Strasse, weil wir die verschiedenen Gesichter der Stadtaufwertung in Zürich demaskieren und anprangern wollen. Damit meinen wir:

• Die Verkehrsberuhigung an der Weststrasse hat das Gesicht des Quartiers radikal verändert. Viele, die jahrzehntelang die Abgase der Autokolonnen ertragen mussten, können sich die Mieten im Quartier heute nicht mehr leisten. Die Strasse wird zur Gourmetmeile für die neuzugezogenen Yuppies, die Asyl-Beratungsstelle muss weichen.

• Die Europaallee als Ausläufer des Kreis 1 an die Langstrasse ist der Abschluss eines versuchten Umbruchs im Quartier, welcher mit dem Projekt “Langstrasse Plus” von Josef Estermann und Rolf Vieli eingeleitet wurde. Die Stadtpolizei schmeisst das unerwünschte Klientel raus, rein dürfen diejenigen, die sich eine 3-Zimmer-Wohnung für mehr als 5’000 CHF monatlich leisten können.

• Wo früher die Perla-Mode ein Ort alternativer Kultur war, steht heute das neue Hiltl an der Langstrasse. Dieses versucht krampfhaft, der Kritik gegenüber der Eröffnung gewitzt entgegenzutreten. Sie scheitern damit und zeigen mit ihren arroganten und sexistischen Sprüchen gegenüber Sexarbeiter_innen, dass sie von der Langstrasse nichts verstanden haben.

• Die geplante SBB-Überbaung an der Neugasse ist ein weiterer Schritt der Bundesbahnen, um sich als Player im Immobilienmarkt zu etablieren. Sie gaukeln eine Partizipation der Anwohner_innen vor, doch wir wissen, dass ihre Interessen unseren Bedürfnissen entgegenstehen.

Es gibt sicher ganz viel, was diese Beispiele unterscheidet – aber es gibt noch viel mehr, was diese Fälle verbindet. Immer geht es darum, dass eine Stadtentwicklung vorangetrieben wird, die als Stadtaufwertung bezeichnet wird. Doch wir wissen, dass damit eine Aufwertung gemeint ist, die man sich erst mal leisten können muss. Für diejenigen, die sich diese Aufwertung nicht leisten können, bedeutet diese Art der Stadtentwicklung letztlich eine Vertreibung aus dem Quartier. Eine Vertreibung, die in der Regel auch eine Verschlechterung ihrer Lebensumstände bedeutet.

Wir wollen an der Demonstration auf diese Entwicklungen aufmerksam machen. Wir wollen diejenigen, die hinter solchen Projekten stehen, demaskieren und anprangern. In dem Sinne ist es eine Demonstration von unten, es ist eine Demonstration von denjenigen, die von dieser Stadtaufwertung von oben angegriffen werden. Zeigen wir am 18. November, dass wir viele sind und dass wir diese Entwicklungen nicht hinnehmen werden.

Solidarisieren – Organisieren – Kämpfen

 

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Infoveranstaltung zum „linksunten“ Verbot

„ACAB – All Computers Are Beschlagnahmt“
Infotour zum Verbot von Indymedia linksunten

Im Zuge des Verbotes von Indymedia linksunten am 25. August 2017 fanden Razzien in vier Wohnungen und dem Autonomen Zentrum KTS in Freiburg statt. Dabei wurde die KTS verwüstet und sowohl dort als auch bei den Betroffenen Technik und Geld im Wert von mehreren zehntausend Euro beschlagnahmt. In dieser Veranstaltung wollen wir eine Einordnung des Verbots von Indymedia linksunten vornehmen, euch den Ablauf der Ereignisse schildern und über den aktuellen Stand der Klagen informieren. Zudem wollen wir auch über (un)solidarischen Umgang in der Szene und Unterstützungsmöglichkeiten reden.

11.11.2017 / 19.30 Uhr / Infoladen / Reitschule Bern

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30 Jahre sind nicht genug, die Utopie ins Hier und Jetzt holen

Unter dem Motto „30 Jahre sind nicht genug, die Utopie ins Hier und Jetzt holen“ demonstrierten rund 800 Menschen in Bern. Anlässlich des 30-jährigen Reitschulejubiläums zeigten wir, dass die Reitschule mehr ist als ein Kulturzentrum, ein Partyort oder ein „Schandfleck“. Die Reitschule und viele andere Squats in und ausserhalb Berns versuchen durch die Praxis der Besetzung und des autonomen Raumes Gegenpunkte zum herrschenden System zu setzen. 
Wie bei den beiden verhinderten Antifaschistischen Demonstrationen haben auch wir unbewilligt zur Demo aufgerufen. Auch wenn wir heute laufen konnten, vergessen wir die mit Polizeigewalt verhinderten Antifa-Demos nicht. Dementsprechend richtete sich die heutige Stimmung ganz klar gegen die Präsenz der Polizei während der Demo. 
Unser Kampf wird auf der Strasse geführt, und wer kämpfen will, bettelt nicht! Unser Kampf für mehr autonome Räume ist auch ein Kampf gegen Repression und Faschismus. Umso mehr freuen wir uns über die Beteiligung der Antifaschist*innen, welche an der Demo zugegen waren. Unsere Kämpfe bedingen einander und sind untrennbar verbunden. 
Genauso freuen wir uns, eine äusserst vielseitige und durchmischte Demonstration erlebt zu haben. Insgesamt gab es sechs Redebeiträge von Menschen aus der Schweiz und Deutschland. Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senior*innen, darunter ehemalige Besetzer*innen der Reitschule 1987, waren bei der Demonstration präsent. Anliegen verschiedener Couleur zu den Themen Freiraum, Autonomie und Widerstand kamen zur Sprache.

Wir danken allen Beteiligten für dieses starke Zeichen. Wir sehen: Bern und die Reitschule können ihren revolutionären Geist leben, wenn sie nur wollen.

(Communiqué der Organisator*innen)

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