Fundamentalistische ChristInnen stören! Kein Gott! Kein Staat! Kein Patriarchat!

Wichtige Infos für Gegenaktionen beim up to faith:

Morgen wollen wieder radikale ChristInnen auf dem Bundesplatz einen Tanzanlass durchführen. Damit können homophobe, transphobe und fundamentalistische Kräfte direkt ihre Propaganda für einen Gottesstaat betreiben. Dies wollen wir nicht zulassen!


Wir rufen daher alle auf, selbstbestimmt Aktionen durchzuführen, um das up to faith zu stören und Aufklärung zu betreiben. Es wird morgen aber keine (!) zentralen Proteststrukturen von unserer Seite geben. Das heisst, es liegt an allen, mitzuhelfen und den Protest mitzugestalten. Ob Trillerpfeife, Wasserballone, Blasphemie oder gleichgeschlechtliches Rumknutschen; viele Protestformen sind möglich. Lasst der Kreativität freien Lauf. Beachtet dabei aber, dass ihr nur das macht, wobei ihr euch auch wohl fühlt. Bedenkt, dass sowohl Cops wie auch radikale Christen meist gewaltbereit sind. So wurden bei früheren Gegenaktionen Menschen, die auf dem Boden lagen, getreten oder wurden während der Dauer des Anlasses auf den Posten genommen. Passt daher gut auf euch auf!
Wir hoffen auf möglichst vielfältigen und kreativen Protest.

Falls ihr unerwünschte Bekanntschaft mit den Cops macht, denkt an die AntiRep Grundlagen:
https://www.antirep-bern.ch/?page_id=57

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Wir lassen uns nicht spalten – Wir bleiben revolutionär und solidarisch!

Hier die friedlichen Platzkundgebungen, dort dieser eine Saubannerzug, der keine politischen Ziele verfolgt. Bei der Demo habe es keinen politischen Inhalt gegeben. Reto Nause, Sicherheitsdirektor der Stadt Bern, plauderte während seiner Ferienabwesenheit mit den Medien und zeigte eindrücklich, wie banal und dumm die Spaltungsversuche der bürgerlichen Politik sind.

Wie oftmals betont: Es gibt verschiedene Formen des Widerstandes, die alle ihre Wichtigkeit haben. Die Gräueltaten in Afrin müssen ein Ende haben und die gesellschaftliche Revolution in Nordsyrien muss verteidigt werden. Schon lange befassen wir uns kritisch solidarisch mit der Revolution von Rojava. Verschiedene von uns haben die Region besucht und stehen in engem Kontakt mit der Bewegung vor Ort. Wir organisierten Informationsanlässe und unterstützen Projekte finanziell. So unterstützen wir die CELOX-Kampagne, welche blutstillende Bandagen den Internationalist*Innen an der Front zukommen lässt. Ausserdem unterstützen wir den Bau einer Schule in Kobane finanziell.

Da Reto Nause anscheinend widerspruchslos solche Scheisse verzapfen kann, möchten wir eine unvollständige Zusammenstellung der Aktionen seit dem Beginn des Angriffkrieges auf Afrin präsentieren:

  • 20. Januar: Demonstration in Zürich
  • 23. Januar: Fokus Afrin im revolutionären Block an der Anti-WEF-Demo
  • 25. Januar: Spontankundgebung Bahnhof Bern Danach fast täglich Spontankundgebungen
  • 26. Januar: Transpiaktion beim Bahnhof
  • 27. Januar: Grossdemo in Zürich mit über 15’000 Menschen, dafür fast ohne Medien
  • 31. Januar: Kundgebung Bahnhofplatz Bern
  • 1. Februar: Parolen beim DEZA an die Wände gemalt.
  • 3. Februar: Demo in Basel
  • 10. Februar: Grosse Demo in Bern, inklusive einer unbewilligten Vordemo
  • 12. Februar: Langer Marsch von Lausanne nach Genf
  • 23. Februar: Spontandemo um 00:00
  • 24. Februar: Demo in Zürich
  • 26. Februar: Aktion vor der tschechischen Botschaft für den inhaftierten Vorsitzenden der PYD
  • 27. Februar: Flyeraktion bei der Pressekonferenz des SECO zu den Kriegsmaterialexporten
  • 6. März: Spontankundgebung
  • 8. März: Flyeraktion anlässlich Frauen*kampftages auf dem Waisenhausplatz in Bern
  • 10. März: Defend Afrin Graffiti zu Ehren der gefallenen Internationalisten Kendal Breizh, Sahein Hosseini und Baran Galicia
  • 10. März: Schwerpunkt Afrin bei Frauen*kampfdemo in Zürich
  • 10. März: Spontandemo
  • 13. März: Kundgebung vor russischen Botschaft
  • 14. März: Kundgebung vor der türkischen Botschaft
  • 14. März: Aktion bei der Direktion für Völkerrecht
  • 15. März: Demonstration
  • 17. März: Demo in Basel
  • 17. März: Lärmaktion
  • 18. März: Newroz Fest mit anschliessender Demo durch die Stadt
  • 25. März: Unterstützung des Soli-Lottos für Rojava
  • 29. März: Transpiaktion an der Autobahn
  • 4. April: Aktion bei Rheinmetall in Ittigen bei Bern
  • 7. April: Demo in Bern

Daneben gab es überall auf der Welt kreative, künstlerische, friedliche und militante Aktionen und Demonstrationen, die hier in der Liste leider fehlen.

Nun also kommt dieser Reto Nause mit seinen unhaltbaren und lächerlichen Vorwürfen. Während die ganze Stadt mit Werbung und Leuchtschildern verschandelt ist, werden ein paar wenige politische Sprays als Gewalt bezeichnet und als Legitimierung für massivste strukturelle Gewalt seitens der Polizei und der Politik verwendet. Wir bleiben dabei: Der öffentliche Raum ist der Ort der politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzung!

Weil aber Reto Nause offenbar ein sehr politischer Mensch ist, hier eine kurze und vollständige Auflistung seiner Aktionen für Rojava und gegen das unnötige Leid, welches den Zivilist*innen angetan wird:

Huch… gar nichts dabei? Naja… er kümmert sich ja lieber um Krokodile und Wölfe im Tierpark Dälhölzli (siehe Nauses Blog).

Wir werden weiterhin unsere Politik verfolgen und lassen uns nicht spalten in „friedlich“ und „gewalttätig“. Unsere Solidarität gilt der Verteidigung Afrins. Unsere Tränen gelten den getöteten, verwundeten und vertriebenen Zivilist*Innen. Unser Hass gilt Erdogans faschistischem Regime und seinen dschihadistischen Helfern.

Rojava verteidigen – Dem Krieg kein ruhiges Hinterland!

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Afrin verteidigen – dem Krieg kein ruhiges Hinterland

Defend Afrin“-Demonstration in Bern von der Polizei angegriffen
Seit gut zwei Wochen wird Afrin von der türkischen Armee besetzt. Die Bevölkerung leistet weiter Widerstand und kämpft teilweise als organisierte Guerillia gegen die türkische Besatzungsmacht. Deshalb organisierten wir in Bern eine grosse Solidaritätsdemonstration.

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Bunte, laute und selbstbestimmte Demonstration
Wir waren rund 700 Menschen und äusserten auf vielfältige Weise unsere Unterstützung für Afrin. Die Kundegbung startete auf dem Bahnhofsplatz mit einer spektakulären Aktion: Vom Baldachin wurden Transparente in Solidarität mit Rojava aufgehängt. Mit diesen wurde auf die blutigen Rüstungsdeals zwischen Schweizer Staatsunternehmen und der Türkei aufmerksam gemacht: Während der türkische Staat bombardiert, profitiert die Rüstungsindustrie und das Kapital. Anschliessend zogen wir Richtung Zytglogge, von da über den Weisenhausplatz und auf den Bundesplatz. Parolen wurden gerufen, Widerstandslieder gesungen, politische Botschaften an den Wänden der Stadt Bern hinterlassen. Beim Bundesplatz wurden wir von der Polizei blockiert, bevor sie uns um 17 Uhr in der Spitalgasse frontal massiv angriff. Von vorne, von hinten, sowie aus den angrenzenden Gassen drängte die Polizei uns sowie Unbeteiligte zusammen, um uns dann unmittelbar vor dem Baldachin einzukesseln. Dieses Vorgehen kritisieren wir scharf. Heute demonstrierten wir für die Befreiung von Unterdrückten im nordsyrischen Afrin. Die Kantonspolizei Bern gebärdete sich in der Manier des türkischen Diktators Erdogan: Menschen, die lautstark und solidarisch durch Bern zogen, wurden behandelt wie Schwerverbrecher*innen. Die Polizei setzte ohne Vorwarnung Gummischrot auf Kopfhöhe ein. Die von der Schweiz gerne betonten Grundrechte auf freie Meinungsäusserung und das der Versammlungsfreiheit wurden von den Stiefeln des Staates wie so oft aufs Ärgste verletzt. Im Polizeikessel beim Baldachin herrschte eine kämpferische und positive Stimmung. Es wurden weiterhin Parolen geschrien sowie gesungen und getanzt. Wir bleiben standhaft und erheben unsere Stimme weiter für die Freiheit der Menschen – ob in Afrin oder in Bern.

Rojava lebt!
Trotz der Einnahme von Afrin durch die Türkische Armee und ihrer djhadistischen Verbündeten lebt das politische Projekt in Rojava weiter. Während in der Türkei in den letzten Jahren rasant und mit eiserner Repression eine Diktatur aufgebaut wird, entwickelte sich in Afrin und dem Rest Rojavas ein emanzipatorisches Projekt, das weit über den Nahen Osten hinaus strahlt. Die Türkei will dieses Experiment um jeden Preis verhindern. Die aktuelle Situation hat eine enorme historische Bedeutung: Das faschistische Staatsprojekt Erdogans auf der einen Seite, die Hoffnung auf die Möglichkeit einer Alternative zur kapitalistischen Moderne auf der Anderen. Deshalb gilt es Position zu beziehen und sich klar mit diesem emanzipatorischen Projekt zu solidarisieren.

Heute ist nicht alle Tage – wir kommen wieder keine Frage!

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Afrin verteidigen! Dem Krieg kein ruhiges Hinterland!

Wir rufen zu einer überregionalen revolutionären Demonstration in Solidarität mit Afrin auf! 7 April 16:00. Bahnhofsplatz Bern

Was geht in Afrin?
Vor mehr als zwei Monaten begann der Überfall der Türkei auf Afrin: Mit Luftangriffen auf Dörfer und Städte, mit deutschen Leopard2-Panzern, mit islamistischen Milizen (darunter zahlreiche Söldner des IS und der Al-Qaeda) und mit Duldung der EU, Russlands und der USA.
Erdogan hat zu Beginn davon gesprochen, Afrin in drei Tagen “auszuräuchern”. Diese Rechnung hatte er ohne den Widerstand gemacht. Die bewaffnete Bevölkerung hielt die Invasion unter unglaublichen Anstrengungen zwei Monate lang zurück. Nun wird die Zivilbevölkerung evakuiert und der Kampf gegen die zweitgrösste NATO-Armee wird als Guerillakrieg weitergeführt.
Während in der Türkei in den letzten Jahren schnellen Schrittes und mit eiserner Repression eine Diktatur aufgebaut wurde, entwickelte sich in Afrin und dem Rest Rojavas ein emanzipatorisches Projekt, das weit über den Nahen Osten hinaus strahlt. Mitten im Krieg strömten aus ganz Rojava Menschen nach Afrin. Das zeigt, dass hier eine gesamtgesellschaftliche Revolution im Gange ist, die von der Bevölkerung als ihr eigenes Projekt verteidigt wird. Diese aktuelle Situation hat eine enorme historische Bedeutung: Das faschistische Staatsprojekt Erdogans auf der einen Seite, die Hoffnung auf die Möglichkeit einer Alternative zur kapitalistischen Moderne auf der anderen.

Was macht die Schweiz?
Die Schweiz schlägt sich – Überraschung – auf die Seite des Kapitals. Schweizer Banken und Konzerne haben ein grosses Interesse daran, weiterhin gut in der Türkei zu verdienen. Verschiedene Grosskonzerne (bspw. Nestlé, Novartis, Holcim, Schindler) produzieren hier, Anlagefonds investieren, Rüstungsfirmen wie die RUAG exportieren. Die Minister Erdogans sind deshalb immer wieder Gäste in der Schweiz. Anders ergeht es Menschen, die in der Schweiz der Verfolgung durch Erdogans Repressionsapparat entkommen wollen. Das schweizer Migrationsregime lehnt entsprechende Asylanträge ab und schafft in die Türkei aus.

Was geht uns das an?
Wir sind weit weg von Afrin, aber dennoch verbunden in vielerlei Hinsicht. Der Krieg gegen Afrin beginnt (auch) hier, findet hier Unterstützung durch die Regierungen und Konzerne und kann dementsprechend auch hier bekämpft werden. Ebenso wie wir im türkischen Staatsapparat die reaktionäre und repressive Tendenz in Westeuropa wiedererkennen, so erkennen wir im Projekt Rojava unsere eigene Perspektive: Die soziale Revolution.

Ab auf die Strasse! Afrin verteidigen!
Wenn das revolutionäre Projekt in Rojava angegriffen wird, dann heisst das für uns: Dem Krieg kein ruhiges Hinterland! Denn auch hier sitzen die Kriegsprofiteur*innen und Kriegstreiber*innen. Wir gehen für Afrin auf die Strasse! Wir gehen für eine Perspektive jenseits von reaktionärer Hetze, von Unterdrückung und Ausbeutung auf die Strasse!

Es lebe der Widerstand! Hier und überall!

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Solidarität mit der Besetzung der Grossen Halle

Die Grosse Halle der Reitschule Bern ist seit Mittwoch besetzt! Wir solidarisieren uns mit den Besetzer*innen und ihren Forderungen.

Als politisch aktive Gruppe organisieren wir uns bereits seit rund 10 Jahren in der Reitschule. Wir freuen uns sehr über die Grosse Halle-Besetzung und möchten den Besetzer*innen unsere Unterstützung und Solidarität aussprechen. Die Reitschule als widerständischer, politischer und kultureller Treffpunkt der Stadt Bern bietet viel Fläche für Konflikte und Probleme. Die basisdemokratische Strukturierung der Reitschule macht genau diese Reitschule ausserordentlich spannend. Die Grosse Halle war seit Jahren nicht mehr Teil dieser basisdemoktratischen Strukturen und wurde mehr oder weniger extern verwaltet. Die nun durch die Praxis einer Besetzung geäusserte Kritik an der Nutzung der fest in städtischer Hand stehenden Grossen Halle ist nicht neu. Viel Leerstand, unflexible Nutzung, Kommerzveranstaltungen, schlechte Kommunikation und keine Beteiligung an den basisdemokratischen Strukturen sind einige wesentliche Kritikpunkte an der Grossen Halle. Dies heisst aber auf keinen Fall, dass es in der Grossen Halle nicht auch einige sehr interessante und wichtige Veranstaltungen gab.

Nun haben sich viele, vorwiegend junge Menschen zusammengetan, um selber in der Reitschule aktiv zu werden. So wie dies viele Reitschüler*innen immer wieder fordern. Wir, welche uns schon länger in der Reitschule befinden und mit den Strukturen und Abläufen bestens vertraut sind, sollten diese Aktion, diese Besetzung als Weckruf sehen. Ein Weckruf, dass wir uns nicht auf den in 80er und 90er Jahren erkämpften Loorbeeren ausruhen dürfen. Ein Weckruf, dass wir es uns in Anbetracht der herrschenden Verhältnisse von Krieg und Ausbeutung nicht bequem einrichten und darin einschlafen dürfen! Ein Weckruf, dass Staat und Gewalt unsere Feinde sind und wir uns nicht bequem mit ihnen arrangieren dürfen.

Ein rebellischer Weckruf, ausgelöst durch die Besetzung der Grossen Halle kann in der gesamten Reitschule positive Einflüsse nehmen und neue Prozesse in Gang setzen. Nehmen wir die Chance an und überdenken wir unsere Rolle, unsere Privilegien und unsere Standards! Erkämpfen wir uns neue Räume und verwalten wir sie basisdemokratisch. Die Grosse Halle, die Schützenmatte, das Bollwerk, die Stadt Bern… es liegt in unseren Händen aktiv zu werden!

In diesem Sinne, viel Kraft und Erfolg allen Besetzer*innen – in der Reitschule und überall!

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Newroz bedeutet Widerstand!

Das heutige Newroz Fest stand ganz in Verbundenheit mit dem Widerstand in Rojava. Nachdem uns am Morgen die Nachricht erreichte, dass Afrin von den Selbstverteidigungskräfte grösstenteils verlassen wurde, war die Stimmung am Newrozfest sehr kämpferisch. Dies bewegte uns zu einer Spontandemo mit gut 300 Menschen durch die Stadt Bern. Die Demo war sehr laut, entschlossen und kämpferisch. Neben lautstarkem Protest wurden diverse Parolen gesprüht, Plakate/Kleber geklebt und Feuerwerk abgefeuert.

Die neue Taktik im Kampf gegen Erdogans Faschismus und die salafistischen Banden im Westen Rojavas, muss auch für uns zu einer Verstärkung der Aktionen auf der Strasse führen. Solange die Welt schweigt und weiterhin nur ihre kapitalistischen Interessen in den Mittelpunkt gestellt werden, gibt es keine andere Möglichkeit als den Widerstand aufrechtzuerhalten und auszubauen!

500 Zivilist*innen und über 1300 Kämpfer*innen der YPG/YPJ/SDF wurden durch Erdogans Angriffskrieg bisher ermordet. Die zweitgrösste NATO Armee führt eine ethnische Säuberung in einem fremden Land durch und die internationale Gemeinschaft schaut weg. Wir können nichts von der offiziellen Politik erwarten, alles was sie interessiert sind Wirtschaftsbeziehungen und möglichst viel Profit. Dafür gehen sie wie gewohnt auch über Leichen. Wir bauen auf unsere kämpferische und entschlossene Menschlichkeit, wie sie heute Abend zum Ausdruck kam. Diesen Widerstand – den es momentan in ganz Europa gibt – müssen wir weiterführen und verstärken.

In diesem Kampf entlarvt sich das kapitalistische System als dass, was es ist: Barbarei!
In diesem Kampf eröffnet sich unsere Perspektive: soziale Revolution!

long live YPJ & YPG

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Solidaritätskundgebung für die gefangenen Anarchist*innen in Russland und in der Türkei

Anlässlich der Präsidentschaftswahlen in Russland haben wir heute Morgen vor der Russischen Botschaft in Bern eine Protestaktion durchgeführt. Viele russische Staatsbürger*innen die auf dem Weg zu den Wahlurnen waren interessierten sich für unser Anliegen. Wir verteilten Flyer und forderten mit Sprechchören den Stopp der Folter durch russische Polizei und den Geheimdienst FSB und die Freilassung aller anarchistischen und antifaschistischen Gefangenen!
Ein massives Polizeiaufgebot riegelte die russische Botschaft ab, so entschieden wir uns unser Transparent beim russischen Konsulat unweit der Botschaft zu hängen. Zudem montierten wir diverse neue Wegweiser, welche zu den jeweiligen Staaten zeigen, dabei machten wir auf die politische Situation in den jeweiligen Ländern aufmerksam.

Gefängnisstrafen für die Teilnahme an Demonstrationen, ein eng ausgelegter Extrem-ismus Straftatbestand und die korrupte und willkürliche Polizei macht antifa-schistisches und anarchistisches Handeln in Russland seit langem sehr gefährlich. Im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen und der WM gehen die russischen Behörden massiv gegen Antifaschist*innen und Anarchist*innen vor. Diese werden unter dem Vorwand der „Gründung einer terroristischer Organisation“ eingesperrt und gefoltert.

Der russische Staat dehnt bereits seit Jahren der Anwendungsbereich gewisser Straftatbestände aus, um gegen linke Aktivist*innen vorgehen zu können. Unter dem Artikel „über die Bekämpfung extremistischer Aktivitäten“ wurden seit 2002 unzählige linke Gruppierungen und Bands kriminalisiert und verboten. Nach den Massenprotesten gegen Putin im Jahre 2012 wurde das Versammlungsgesetz massiv eingeschränkt, mit der Folge von äusserst hohen Geldstrafen für die Teilnahme an Demonstrationen und der Verhaftung von acht Teilnehmer*innen zu zweieinhalb bis vier Jahren Haft.
Die Präsidentschaftswahlen vom 18. März 2018 und die WM im Sommer 2018 hat nun eine neue Repressionswelle ausgelöst. Unter dem Vorwand der Gründung einer kriminellen Organisation wurden in den ersten drei Monaten des 2018 rund ein dutzend Aktivist*innen aus Pensa, Krim und St. Petersburg verhaftet. Genaue Zahlen können nicht genannt werden, da bei einigen der Zusammenhang zum Fall nicht genau geklärt wurde. Als Vorwand für diese Verhaftungswelle benutzt die Polizei eine Gruppe, die Über-lebenstechniken und erste Hilfe geübt haben. Daraus konstruierte die Polizei eine terroristische Organisation, die Anschläge auf die Wahlen und die WM planen würde. Zu den Verhafteten gehören Mitglieder dieser Gruppe, aber auch Personen aus dem erweiterten Bekanntenkreis einzelner Mitglieder, die mit den Aktivitäten der Gruppen überhaupt nichts zu tun haben. Dies macht klar, dass es der Polizei überhaupt nicht um diese Gruppe geht. Was die Verhafteten nämlich tatsächlich verbindet ist nicht diese Gruppe, sondern ihr antifaschistisches und anarchistisches Engagement, welches den russischen Staat angreift und gerade bei solchen Veranstaltungen gefährlich werden könnte.

Den derzeit verhafteten Aktivist*innen wurden bei Hausdurchsuchungen unter anderem Handgranaten untergeschoben, um den Vorwurf zu stützen. Sie wurden teils über Stunden hinweg zusammengeschlagen und mit Elektroschocks gefoltert. Dabei wurde ihnen versprochen, dass die Folter aufhören werde, wenn sie sich selbst belasten oder gegen Andere aussagen. Die Aktivist*innen berichteten ausserdem von Einschüchterungsversuchen und Drohungen der Polizei und vermeintlichen Mitgefangenen.
Für uns ist klar, dass es beim „Pensa-Fall“, wie auch bei anderen Fällen, nicht um strafrechtliche Verfolgung, sondern um politisches Kalkül und die Kriminalisierung von Aktivist*innen geht. Russland will vor den Wahlen und der WM kritische Menschen unter dem Vorwand des Terrorismus wegsperren – eine weltweit bekannte Taktik von der Regierungen Gebrauch machen, um an ihrer Macht festhalten zu können, wenn diese in Frage gestellt wird.
Heute am 18. März 2018, finden nicht nur die russischen Präsidentschaftswahlen statt, sondern es ist auch der internationale Tag der politischen Gefangenen. Unser Protest richtet sich nicht nur gegen Russland, sondern ist ein Solidaritätsbekundung für all jene, die wegen ihrer emanzipatorischen Ideen und dem Kampf für eine gerechtere Welt kriminalisiert und ihrer Freiheit beraubt werden. Egal ob in in Deutschland, der Türkei, im Iran, in Ägypten oder in Russland.


FSB ist der wahre Terrorist!

Eure Elektroschocks werden unsere Ideen nicht töten!

Freiheit für alle Anarchist*innen und Antifaschist*innen in Russland und überall!

 

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